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Gut zu wissen: In welcher Höhe darf der Mieter die Miete mindern?

Gepostet am 24.11.2010

Der Mieter ist verpflichtet, Ihnen einen bestehenden Mangel zu melden (§ 536 c Abs. 1 BGB). Hierzu zählt jede mögliche Form der Mitteilung. Nach Mitteilung kann der Mieter solange die Miete mindern, bis der Mangel vom Vermieter beseitigt wird. Erfolgt keine Behebung des gemeldeten Mangels, kann die Miete nach folgenden Richtwerten zum Beispiel gemindert werden:

(Im Folgenden handelt es sich ausschließlich um Richtwerte.)

Mietminderungen bis 5 %

  • Unzureichender oder fehlender Briefkasten, fehlende Beleuchtung im Treppenhaus, trübe Fensterglas, Ausfall der Klingel und Gegensprechanlage, mitgemieteter Fahrradkeller kann nicht genutzt werden, raue Badewanne, nicht funktionsfähige Dusche, unbenutzbarer Balkon, Kamin kann nicht genutzt werden, Keller ist feucht, Schmutz im Treppenhaus, schlechte Trinkwasserqualität, Trittschall.

Mietminderungen über 5 % bis 10 %

  • Essensgeruch, Lärmbelästigung, Ausfall Warmwasser zwischen 22 und 7 Uhr, Ausfall der Klingel und Gegensprechanlage, verbaute Sicht, Lagerung von Baumaterial, Baustelle in der Nähe, Bordell in der Nachbarschaft, längerfristiger Ausfall eines Fahrstuhls, verfaultes Schlafzimmerfenster, Knackgeräusche der Heizung, Lärm verschiedenster Art, Schimmel in mehreren Räumen, Ungeziefer.

Mietminderungen über 10 % bis 15 %

  • Gaststättenlärm, unbenutzbarer Balkon, Baustelle in der Nähe, Bordell in der Nachbarschaft, Pizzeria im Nachbarhaus (Geruchsbelästigung), Gerüstplanen am Haus, streunende Katzen, Straßenbauarbeiten.

Mietminderungen über 15 % bis 20 %

  • Wassereinbruch, unbenutzbare Badwanne, Bordell in der Nachbarschaft, undichte Fenster, zu niedrige Heizungstemperatur (15 – 16 Grad abends, sonst 16 – 18 Grad), diverse Lärmbelästigungen durch Live-Musik, Feiern, Handwerksbetriebe usw., erhebliche Schimmelbildung, Hundeexkremente im Treppenhaus, Ungeziefer, Wasserschäden, Zugluft.

Mietminderung über 20 % bis 25 %

  • Formaldehyd (über dem Grenzwert), Heizungsausfall im Oktober (2/3 des Monats), Baulärm in einem Neubauviertel, Wohnung trotz Vereinbarung nicht rollstuhlgerecht.

Mietminderungen über 25 % bis 30 %

  • Bordell in der Nachbarschaft, Dachstuhl-Ausbau, Heizung im Wohnzimmer unter 15 Grad, Wohnung bei Bezug des Neubaus nicht fertig, PCP in der Raumluft, Wasserschaden macht Wohnzimmer unbenutzbar.

Mietminderungen über 30 % bis 40 %

  • Geruchsbelästigung durch Tierhaltung, Wasserschaden durch ausgetretenes Abwasser.

Mietminderungen 50 %

  • Asbest-Belastung durch Nachtspeicheröfen, undichte Fenster und Feuchtigkeit in der Wohnung, Heizung von Dezember bis Februar außer Betrieb, Lärmbelästigung durch Handwerker im Neubau oder laute Musik der Nachbarwohnung, Wasserschäden (Durchfeuchtung einer Wand, nasser Teppichboden, Tropfwasser).

Mietminderungen über 50 %

  • Dachgeschossausbau, Abrissarbeiten, Heizungsausfall während der Wintermonate, vollständiger Stromausfall.


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