loading
Antworten auf Ihre häufigsten Fragen
Neue Rücklagenerfassung und Auswertung nach BGH-Urteil 12/09

Gepostet am 07.08.2015;

Neue Rücklagenerfassung und Auswertung nach BGH-Urteil 12/09

Der Bundesgerichtshof hat mit seinem Urteil vom 04.12.2009 die bisher übliche Abrechnungspraxis für Instandhaltungsrücklagen gekippt.

Nach dem Urteil des BGH ist es für alle Abrechnungen notwendig, dass in der Rücklagenabrechnung eine Gegenüberstellung der Soll- und Ist-Beträge sowie ein Ausweis der offenen Forderungen gegenüber einzelnen Eigentümern erfolgt.

Des Weiteren hat der BGH entschieden, dass Zuführungen weder als Ausgaben noch als sonstige Kosten berücksichtigt werden dürfen. Sie müssen gesondert ausgewiesen werden und es muss ersichtlich sein, welcher Betrag der Eigentümergemeinschaft tatsächlich zur Verfügung steht.

Dem BGH-Urteil vom 04.12.2009 wurde im Programm WISO Hausverwalter für Abrechnungszeiträume, die nach dem 31.12.2008 enden, Rechnung getragen. In den Programmversionen ab WISO Hausverwalter 2010 steht eine entsprechende Eingabemöglichkeit zur Verfügung.

Im Bereich "Daten erfassen -> Angaben zu den Abrechnungen" wurde somit ein neuer Punkt "Angaben zu den Rücklagen" eingeführt.

Unter diesem Punkt muss für jeden Zeitraum der Rücklagenabrechnung entsprechend wie bei Heizkosten oder auf Eigentümer zu verteilenden Kosten ein Eintrag angelegt werden.

In dem jeweiligen Eintrag sind der Forderungsbestand gegenüber den Eigentümern zum Beginn des Abrechnungszeitraums zu erfassen und die Sollzuführung. Diese kann aus dem Wirtschaftsplan oder den hinterlegten Vorauszahlungen ermittelt werden.

Für Entnahmen, besondere Zuführungen und Entnahmen sowie Zinsen, Steuerabzugsbeträge und sonstige Kosten wird davon ausgegangen, dass hier Soll und Ist übereinstimmen, da es nicht auf die geplanten Werte sondern auf die Bestandsentwicklung ankommt.

 



Anfrage verfassen