Entfernungspauschale – so viel gibt es für die Fahrten zum Job

17. Dezember 2019

Egal ob langes Pendeln oder kurzer Arbeitsweg – jeder Kilometer deines Arbeitsweges ist bares Geld wert. Wie das funktioniert und wie viel du tatsächlich bekommst, erfährst du in diesem Artikel.

Welche Strecke zählt?

Für jeden Kilometer bekommst du vom Finanzamt 0,30 EUR, dabei wird auf den vollen Kilometer abgerundet. Allerdings nur in eine Richtung. Wenn du also für den Hin- und Rückweg jeden Tag 60 Kilometer fährst, kannst du trotzdem nur die einfache Strecke von 30 Kilometern ansetzen. Wichtig dabei ist auch, dass du nicht irgendeine beliebige Strecke auswählst. Denn Geld bekommst du nur für die kürzeste Straßenverbindung zu deiner Arbeit. Doch aufgepasst! In bestimmten Fällen kannst du auch eine etwas längere Strecke angeben. Z.B. wenn du sie jeden Tag fährst, weil es hier weniger Verkehr gibt und du so schneller bei deinem Arbeitgeber bist.

Welcher Ort zählt für die Pauschale?

Grundsätzlich zählt der Ort deiner ersten Tätigkeitsstätte. Das ist in der Regel dort, wo dein Büro ist bzw. wo du den Großteil deiner Arbeit verrichtest. Wenn du mehrere Tätigkeitsstätten hast, muss dein Arbeitgeber festlegen, welche davon die erste ist. Pro Dienstverhältnis kann es maximal nur eine erste Tätigkeitsstelle geben. Bei einigen Jobs auch gar keine. Busfahrer, die nur zum Depot fahren um das Fahrzeug zu übernehmen und ansonsten nur unterwegs sind, haben z.B. keine erste Tätigkeitsstelle.

Wie viele Fahrten kann ich ansetzen?

Leider akzeptiert das Finanzamt nicht beliebig viele Fahrten zur Arbeit. Ansetzen darfst du nämlich nur die Tage, an denen du tatsächlich zur Arbeit gefahren bist. Bei einer klassischen 5-Tage-Woche wären das im Jahr ca. 220-230 reine Arbeitstage. Von denen müssen dann auch noch die Tage abgezogen werden, an denen du krank oder im Urlaub warst.

Gilt das nur für die Fahrten mit meinem Auto?

Nein. Für die Pauschale spielt es keine Rolle, wie du zur Arbeit kommst. Ob mit dem eigenen Auto, dem Fahrrad, einer Fahrgemeinschaft, den Öffis oder zu Fuß. In jedem Fall kannst du die Pauschale wie oben beschrieben ansetzen.

Höchstgrenze von 4.500 EUR

Grundsätzlich ist die Pauschale auf maximal 4.500 EUR begrenzt. Fährst du jedoch mit dem eigenen Auto oder den Öffis und hast dadurch höhere Kosten, kannst du auch diese absetzen. Beachte aber, dass du das dem Finanzamt gegenüber belegen musst! Sammle also alle Rechnungen usw., um im Zweifelsfall einen Beweis für deine hohen Kosten zu haben.

Kann ich auch die Fahrtkosten für Dienstreisen ansetzen?

Unbedingt! Auch für deine Dienstreisen kannst du die Pauschale von 0,30 EUR pro Kilometer für die kürzeste Straßenverbindung ansetzen. Eine Dienstreise ist jede Fahrt, die du für deinen Job machst und die nicht zu deiner ersten Tätigkeitsstätte geht. Und das tolle ist: Bei Dienstreisen kannst du sogar den Hin- und Rückweg berechnen. Bist du also 250 Kilometer einfach zu einem Meeting gefahren, kannst du insgesamt die vollen 500 Kilometer ansetzen.

Was passiert, wenn der Arbeitgeber mir die Fahrtkosten erstattet?

Egal ob Arbeitsweg oder Dienstreise – die Entfernungspauschale kannst du nur ansetzen, wenn du auch selbst für die Anfahrt gezahlt hast. Wenn du z.B. mit einem Dienstwagen zur Arbeit bzw. zum Meeting fährst und dein Arbeitgeber für den Sprit zahlt, kannst du leider keine Kosten geltend machen. Denn es gilt: Alle Kosten, die dein Arbeitgeber dir erstattet, kannst du nicht absetzen.

Wo trage ich die Pauschale ein?

Fahrtkosten zu deinem Job sind sogenannte Werbungskosten. Diese trägst du in deiner Steuererklärung in den Zeilen 31 bis 39 in der Anlage N ein. Oder du nutzt die Steuer-App ilovetax und lässt deine Pauschale einfach automatisch berechnen und eintragen.

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2019-12-18T12:07:46+01:00