So bleibt dein Ferienjob steuerfrei

6. Juli 2019

Als Studi kommt er dir sicher bekannt vor: der chronische Geldmangel. Um deine klamme Kasse aufzubessern, willst in den Semesterferien jobben? Aber du hast keine Lust, deine hart verdiente Kohle mit dem Finanzamt zu teilen? Lies hier, was du beachten musst, damit keine Lohnsteuer und sonstige Beiträge anfallen.

Eltern, Bafög und Nebenjob – das sind die etablierten Einkommensquellen der deutschen Studenten. Im Hotel Mama leben 21 Prozent aller Studis – nicht viel, sind die Studentenwohnungen heutzutage doch rar und teuer. Um sich Miete und Co. zu finanzieren, gehen die meisten neben dem Studium noch arbeiten. Aber den hart erarbeiteten Euro auch noch versteuern? Dagegen gibt es ein paar Tipps.

Sonderstatus bei der Steuer? Gibt’s nicht für Studenten

Für Studenten gelten die gleichen Regeln wie für alle Steuerzahler: Maßgeblich bei der Steuer ist der sogenannte Grundfreibetrag. Dieser beträgt 2019 rund 9.168 Euro (2018: 9.000 Euro). Jeder Euro, den du über diesen Freibetrag verdienst, musst du versteuern. Ist aber nicht per se negativ: Alle Ausgaben, die du in Zusammenhang mit deinem Job hattest, kannst du vom Finanzamt zurückholen! In der Steuererklärung sind es dann sogenannte Werbungskosten.

Easy peasy ist es mit einem Minijob: Der Arbeitgeber zahlt die Steuern pauschal, für dich als Studi ist damit die Sache mit der Steuer erledigt.

Versicherungen: Jobbst du während des Studiums oder in den Semesterferien?

Verdienst du dein Geld nur in den Semesterferien, kannst du dich zurücklehnen. Denn, wenn du in der vorlesungsfreien Zeit einer sogenannten kurzfristigen Beschäftigung nachgehst, ist alles paletti: Du bist von jeglichen Abgaben befreit. Dabei ist egal, wie hoch deine Einnahmen und deine wöchentliche Arbeitszeit sind. Voraussetzung ist nur, dass du maximal drei Monate bzw. 70 Tage im Jahr arbeitest. Bei mehreren Ferienjobs innerhalb von einem Jahr werden diese jedoch zusammengerechnet.

Du jobbst während deines Studiums? Wenn du dabei mehr als 20 Stunden arbeitest, fallen Beiträge zur Kranken- Pflege- und Arbeitslosenversicherung an. Sind es hingegen weniger als 20 Stunden, musst du grundsätzlich keine zusätzlichen Beiträge für Versicherungen zahlen.

Rentenversicherung und Nebenjob: Was gilt wann?

Hast du auch neben deinen Vorlesungen eine geringfügige Beschäftigung, verdienst also höchstens 450 Euro im Monat? Dann zahlt dein Arbeitgeber grundsätzlich eine Pauschale in die Rentenversicherung ein. Auf Antrag kannst dich von diesen Beiträgen befreien lassen. Ob das jedoch sinnvoll ist, musst du selbst entscheiden. Denn durch Pflichtbeiträge aus deinem Nebenjob – wie auch durch freiwillige Beiträge – baust du bereits während deines Studiums rentensteigernde Ansprüche auf. Heißt: Jeder eingezahlte Euro kommt deiner späteren Rente zugute.

Du hast gleich mehrere Minijobs nebeneinander? Hier gilt das Gleiche wie bei einem Job: Wenn du damit nicht mehr als 450 Euro im Monat verdienst, fallen keine Beiträge an.

Tipp: Pass auf dein BAföG auf!

Du beziehst BAföG? Hier solltest du die Jahresgrenze von 5.400 Euro im Auge behalten. Denn das Einkommen aus deinem Nebenjob wird grundsätzlich angerechnet! Daher solltest du nicht mehr als 450 Euro monatlich dazu verdienen. Sonst musst du entweder BAföG zurückzahlen oder dir werden die Zahlungen im nächsten Jahr gekürzt.

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2019-07-15T14:07:30+01:00