Steuer-ID, Steuernummer, eTIN – wozu es sie gibt und wo du sie findest

21. August 2019

Warum nur eine Nummer, wenn man drei haben kann? Wir erklären dir hier, was sich dahinter verbirgt und wann du die Steuer-ID, die Steuernummer oder die eTIN für deine Steuererklärung brauchst.

Steuer-ID – für immer dein

Eine Nummer fürs ganze Leben – was man sich für seine Handy-Nummer oft wünscht, ist in der Steuerwelt seit vielen Jahren ganz normal: Die steuerliche Identifikationsnummer (kurz: Steuer-ID) gibt es offiziell seit 2007/2008. Das ist eine 11-stellige Nummer, die jeweils nur einmal vergeben wird. Sie wird mit einem Brief vom Bundeszentralamt für Steuern (kurz: BZSt) mitgeteilt – oft ist dieser Brief mit der Steuer-ID die erste Post, die ein Kind direkt nach der Geburt erhält. Die Nummer ist dann ein Leben lang gültig: Unter deiner Steuer-ID gibt es nur dich – für immer!

Wozu du die Steuer-ID brauchst:

Deine Steuer-ID gibst du z. B. bei deinem Arbeitgeber für die Lohnabrechnung an. Oder du nennst sie deiner Krankenkasse, damit die Höhe deiner Beiträge direkt an das Finanzamt übermittelt werden kann. Auch wenn du BAföG beantragen möchtest, brauchst du die Steuer-ID. Mit dieser Nummer ist eine Verwechslung mit eventuellen Namensverwandten ausgeschlossen. Viele weitere Daten, die deine Steuererklärung betreffen, werden elektronisch an das Finanzamt übermittelt – mit deiner Steuer-ID. Dazu gibt es eine gesetzliche Verpflichtung, an die sich z. B. dein Arbeitgeber oder deine Krankenkasse halten muss.

Und du hast dadurch einen enormen Vorteil: Du kannst nun den steuer:Abruf von ilovetax nutzen und diese Daten direkt in deine Steuererklärung einfügen! Abtippen und suchen ist damit Schnee von gestern. Das einzige was du machen musst, ist den steuer:Abruf freischalten und schon ist deine Steuererklärung fast fertig.

Wo du die Steuer-ID findest:

Sollte deine Steuer-ID mal im Nirvana verschwunden sein: Sie steht auch auf alten Steuerbescheiden oder auf deiner Lohnabrechnung. Und wenn nichts mehr geht: Lass dir die Steuer-ID vom BZSt erneut zusenden.

Steuernummer – 13 Ziffern für deine Steuererklärung

Offiziell besteht die Steuernummer aus 13 Ziffern – wird aber oft verkürzt dargestellt. Sie ist zusammengesetzt aus einer Finanzamtsnummer, einer Ziffernfolge für die jeweilige Abteilung und deiner oder eurer gemeinsamen, fünfstelligen Steuernummer. Im Gegensatz zur Steuer-ID wird die Steuernummer direkt von deinem zuständigen Wohnsitz-Finanzamt vergeben. Welches das ist, kannst du hier nachlesen.

Du bekommst die Steuernummer vom Finanzamt automatisch, sobald du deine Steuererklärung zum ersten Mal abgibst. Ehepaare, die eine gemeinsame Steuererklärung (bei sog. Zusammenveranlagung) erstellen, erhalten auch eine gemeinsame Steuernummer.

Die Steuernummer kann sich ändern, z. B. wenn du umziehst. Aber das Gute ist: Du musst überhaupt nichts machen, denn die neue Steuernummer wird dir mit einem Brief immer automatisch mitgeteilt.

Wozu du die Steuernummer brauchst:

Unter deiner Steuernummer wird deine Steuererklärung erstellt und verarbeitet und alle für das Finanzamt wichtigen Dinge gespeichert. Egal ob du Angestellter bist, nebenberuflich selbständig oder Rentner: Unter deiner Steuernummer wird alles zusammengeführt.

Wo du die Steuernummer findest:

Bei einem Anruf im Finanzamt hört man diesen Satz meistens zuerst: „Können sie mir bitte ihre Steuernummer nennen?“ Damit du weißt, wo du suchen musst: Auf deinem letzten Steuerbescheid steht sie immer oben drauf.

Kurz: Mit der Steuer-ID und der Steuernummer kann das Finanzamt abgegebene Steuererklärungen schnell und eindeutig einer Person zuordnen. Warum es zwei Nummern dafür gibt? Nach der Einführung der Steuer-ID sollte die Steuernummer eigentlich abgeschafft werden. Wann das soweit sein wird, ist allerdings noch nicht klar.

Und was ist die eTIN?

Noch ein langes Wort gefällig? Die elektronische Transfer-Identifikationsnummer, kurz eTIN, taucht auch manchmal auf. Aber keine Sorge: Mit der eTIN musst du überhaupt nichts machen.

Wozu du die eTIN brauchst:

Die eTIN gibt dein Arbeitgeber auf deiner Lohnsteuer-Bescheinigung an, wenn er die Daten elektronisch an das Finanzamt übermittelt. Vor allem, wenn ihm deine Steuer-ID nicht bekannt ist. Mit der eTIN sollen deine elektronischen Lohnsteuerdaten auch an der richtigen Stelle im Finanzamt ankommen. Und du musst sie wiederum in deiner Steuererklärung eintragen, damit das Finanzamt die übermittelten Daten dir zuordnen kann.

Wo du die eTIN findest:

Die eTIN befindet sich auf dem Ausdruck der Lohnsteuer-Bescheinigung, die du üblicherweise Anfang des Jahres von deinem Arbeitgeber erhältst.

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2019-08-21T13:06:21+01:00