Steuererklärung: Frist verpasst – was jetzt?

24. Juli 2019

Habit-Tracker, Mood-Tracker und To Dos – in deinem Bullet Journal hast du alle wichtigen Termine. Trotzdem hast du die Abgabefrist für deine Steuererklärung verpasst? Erstmal durchatmen! Hat das Finanzamt deine Erklärung ein paar Tage später erhalten, drücken die Beamten schon mal ein Auge zu.

1, 2, 3 letzte Chance – vorbei!

Knifflig wird’s, wenn es länger gedauert hat oder du gar nicht abgegeben hast. Überziehst du die Abgabefrist, erhältst du vom Finanzamt eine Mahnung mit einem neuen Termin zum Nachreichen. Versäumst du auch diesen Termin, wirst du mit einem weiteren Brief zur Abgabe der Steuererklärung aufgefordert – unter Androhung eines Zwangsgeldes. Auch kann der Beamte dein Einkommen einfach schätzen und einen Verspätungszuschlag erheben. Kurz: Je mehr du trödelst, desto teurer wird’s.

Die Sanktionen liegen übrigens im Ermessen des zuständigen Bearbeiters. Tipp: Warst du in den Vorjahren pünktlich, kann sich auch das Finanzamt nachsichtig zeigen.

Zwangsgeld: Meist zwischen 100 und 500 Euro

Bei der erstmaligen Androhung eines Zwangsgeldes setzt das Finanzamt meist zwischen 100 Euro und 500 Euro fest. Maximal können es bis zu 25.000 Euro sein.

Gibst du auf die Androhung hin die Erklärung ab, wird der Vollzug des Zwangsgeldes zwar eingestellt, Verspätungszuschläge wird es aber trotzdem regnen.

Verspätungszuschlag: Jetzt wird’s deftig!

Ab 2019 geht das Finanzamt strenger gegen Trödler vor: Es drohen Verspätungszuschläge von mindestens 25 Euro für jeden verspäteten Monat! Die Strafe kann sich auf bis zu 25.000 Euro summieren. Der Zuschlag wird automatisch festgesetzt, wenn du die Steuererklärung nicht innerhalb von 14 Monaten nach Ablauf des Steuerjahres dem Finanzamt vorlegst.

Steuerschätzung: Pünktlich sein lohnt sich

Die Zwangsgeldfestsetzung lässt dich kalt? Wenn du auch nach mehreren Aufforderungen nicht reagierst, kommt das nächste Druckmittel des Finanzamtes: die Schätzung. Nein, der Finanzbeamte setzt keine horrenden Phantasienachzahlungen nach Lust und Laune fest. Er muss dein Einkommen so genau wie möglich schätzen. Dabei orientiert er sich an Erfahrungs- und Vergleichswerten.

Danach wird der Steuerbescheid verschickt und du hast noch vier Wochen Zeit, dem Bescheid zu widersprechen. PS: Die Schätzung fällt immer zu Ungunsten des Steuerzahlers aus.

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2019-07-25T10:09:58+01:00