Zusammenveranlagung und Splittingtarif – weniger Steuern dank Jawort

11. September 2019

Mit dem Trauschein Steuern sparen? Klar: Mit Zusammenveranlagung und Splittingtarif. Klingt kryptisch? Wir verraten dir, was sich dahinter verbirgt.

Zusammenveranlagung: aus zwei wird eins

Eine Hochzeit lohnt sich auch steuerlich. Denn dann können sich frisch Vermählte auch zusammen veranlagen lassen: Bei einer Zusammenveranlagung geben Ehepaare oder eingetragene Lebenspartner eine gemeinsame Steuererklärung ab und werden steuerlich wie eine Person behandelt.

Ehepaare und Lebenspartner können ihre Steuererklärung also zusammen abgeben, müssen aber nicht: Möchte einer der beiden alleine seine Steuererklärung einreichen, muss das Finanzamt zwei Einzelveranlagungen machen.

Übrigens können sich Marie und Alex jedes Jahr neu entscheiden, ob sie die Zusammenveranlagung wählen oder die Steuererklärung lieber solo abgeben.

Voraussetzungen für eine Zusammenveranlagung

Um eine Zusammenveranlagung wählen zu können, müssen drei Voraussetzungen erfüllt sein:

  • die Partner leben in einer rechtsgültigen Ehe oder Lebenspartnerschaft,
  • die Partner sind in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig und
  • die Partner leben nicht dauernd getrennt.

Gemeinsam zum Splittingtarif

Eine Zusammenveranlagung lohnt sich immer dann, wenn es einen deutlichen Unterschied bei den Gehältern der Ehe- oder Lebenspartner gibt. Denn sie profitieren von dem sogenannten Ehegatten-Splitting, auch Splittingtarif genannt, am meisten.

Splittingtarif bedeutet in den meisten Fällen nämlich eine geringere steuerliche Belastung. Dabei wird das gemeinsame Einkommen zunächst halbiert, dann eine günstigere Steuer berechnet und diese dann wiederum verdoppelt. Daraus ergibt sich eine Steuerermäßigung – verglichen mit zwei Einzelveranlagungen.

PS: Im Jahr der Heirat und auch im Jahr einer Trennung ist eine Zusammenveranlagung und der Splittingtarif ebenfalls möglich.

Der Splittingtarif bzw. die Zusammenveranlagung ist aber nicht immer die bessere Wahl. Eine Einzelveranlagung kann sinnvoll sein, z. B. wenn ein Ehepartner oder Lebenspartner selbständig ist oder Lohnersatzleistungen wie Krankengeld oder Elterngeld erhalten hat.

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2019-09-24T09:10:18+01:00