x
Mein Büro Blog
Freitag, 1. September 2017 Till Hensen | Kategorie: Business-Basics

Zahlungsmöglichkeiten anbieten, die gut geeignet sind

Falls Sie einen Online-Shop betreiben, wissen Sie vermutlich, dass man seinen Kunden verschiedene Zahlungsmöglichkeiten anbieten sollte. Aber auch anderen Unternehmen und Selbstständigen stehen heutzutage viele Zahlungsarten zur Verfügung. In diesem Beitrag möchten wir darauf eingehen, warum Sie grundsätzlich mehrere Zahlungsmöglichkeiten anbieten sollten und gehen auf die wichtigsten Varianten ein.
mehrere zahlungsmöglichkeiten anbieten

Warum sollte ich verschiedene Zahlungsmöglichkeiten anbieten?

Wenn Sie Ihren Kunden verschiedene Zahlungsmöglichkeiten anbieten, zeigen Sie sich als Unternehmen flexibel und serviceorientiert. Das kommt nicht nur gut an, sondern könnte auch Ihren Umsatz erhöhen, denn jeder Käufer kann auf diese Weise die für ihn passende Zahlungsart wählen. So können Sie eine eventuelle letzte Hürde vor einem Kauf überwinden und insgesamt mehr Zahlungseingänge verbuchen.

Durch Studien wird bestätigt: Wer seinen Kunden zu wenige Zahlungsmöglichkeiten anbietet, kann potenzielle Interessenten schnell wieder verlieren.

Auch für Dienstleister empfehlen wir Flexibilität bei den angebotenen Zahlungsmethoden. Sie können auf Ihren Rechnungen Hinweise auf verschiedene Optionen für die Bezahlungen geben – damit verhelfen Sie auch den weniger zuverlässigen Kunden zu pünktlicheren Zahlungen und müssen möglicherweise weniger Mahnungen schreiben.

Zahlungen per Vorkasse

Bei der Zahlung per Vorkasse zahlt Ihr Kunde den fälligen Rechnungsbetrag vor Erhalt der Ware. Nach Erhalt der Zahlung schicken Sie die Ware los.

Diese Methode bietet Ihnen nahezu kein Risiko, für ihre Kunden logischerweise ein umso höheres. Daher gilt die Zahlung per Vorkasse nicht gerade als die beliebteste Zahlungsart. Manche Händler gewähren zum Ausgleich bei dieser Zahlungsmethode einen Skonto.

Damit Sie selbst den Verwaltungsaufwand möglichst gering halten, sollten Sie darauf achten, dass Ihre Rechnungsnummern konsequent als Verwendungszweck bei den Überweisungen angegeben wird.

Zwei gängige Online-Anbieter für Zahlungen per Vorkasse sind übrigens Sofortüberweisung und Giropay.

Zahlungen nach Erhalt der Rechnung

Umgekehrt verhält es sich bei der Zahlung auf Rechnung. Hier tragen Sie das größte Risiko und der Kunde kann sich Zeit lassen, weswegen diese Zahlungsart bei den Konsumenten aller Altersgruppen besonders beliebt ist. Auch gibt es hier seitens der Kunden die wenigsten Sicherheitsbedenken.

Wenn Kunden nicht zahlen, haben Sie hingegen die Scherereien. Umgehen können Sie dieses Problem eventuell, wenn Sie die Zahlung auf Rechnung nur Stammkunden anbieten.

Zahlung per Lastschrift

Die Zahlung per Lastschrift, bei der man seine Kontodaten angibt und Ihnen eine Einzugsermächtigung erteilt, ist für die Kunden vor allem bequem, da diese sich nicht weiter um Details kümmern muss. Dennoch sind Zahlung per Paypal oder Kreditkarte beliebtere Varianten.

Paypal

PayPal gehört als Zahlungsart inzwischen zum Alltag. Es ermöglicht bequeme Online-Überweisungen vom Account der Kunden auf Ihren eigenen.

Da der Anbieter so weit verbreitet und bekannt ist, gilt PayPal für die meisten Käufer als sicher. Es schließt einen Käuferschutz ein, mit dem eine Zahlung zurückgefordert werden kann.

Auch für Sie besteht nur ein geringes Risiko und wenig Aufwand. Zudem ist Paypal über Schnittstellen an die meisten Verwaltungsprogramme angebunden und die Umsätze lassen sich leicht in die elektronische Buchführung übernehmen.

Jedoch fallen für Transaktionen Gebühren an. Diese belaufen sich auf 1,9% vom Warenwert + eine fixe Gebühr von EUR 0,35. Manche Online-Shops fordern daher einen Zuschlag, mit dem sie die Gebühren auf die Kunden abwälzen.

Kreditkarte

Wer eine Kreditkarte besitzt, benutzt sie wahrscheinlich auch gerne. Es reicht in den meisten Fällen, die Kartennummer, das Ablaufdatum und die Prüfziffer anzugeben.

Diese Akzeptanz gilt aber nicht für jeden. Ältere Generationen in Deutschland stehen Kreditkarten möglicherweise skeptisch gegenüber, und jüngere Menschen besitzen vielleicht (noch) keine. Ob Sie diese Zahlungsmöglichkeit anbieten, hängt also von Ihrer Zielgruppe ab.

Barzahlung

Im Jahr 2016 zahlten die meisten Deutschen laut Statistik am liebsten bar, zumindest im Einzelhandel. Aber dennoch sind die alternativen Zahlungsverfahren über Kreditkarte, Online-Anbieter (vor allem im Bereich des Mobile Payment via Smartphone-App) im Kommen.

Zahlung per Nachname

Bei der Zahlung per Nachnahme liefern Sie eine Ware aus, die der Kunde bei Empfang an den Versanddienstleister bezahlt. Dieser überweist den Betrag anschließend auf Ihr Konto und erhebt für seinen Aufwand eine Gebühr, die letztlich der Kunde trägt.

Was aus Kundensicht ebenfalls gegen die Nachname spricht ist die Tatsache, dass die Sendung in Abwesenheit des Empfängers nicht beim Nachbarn abgegeben oder im Treppenhaus abgelegt werden kann. Dadurch ist die Zustellung für den Kunden mit verhältnismäßig viel Aufwand verbunden.

Wenn Sie Waren verschicken und die Nachnahme dennoch in ihren Zahlungsarten-Mix aufnehmen, signalisieren Sie damit allerdings Professionalität durch die Zusammenarbeit mit bekannten Versanddienstleistern.

← vorheriger Beitrag
nächster Beitrag →