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Was sind Privateinlagen?

Von Privateinlagen spricht man, wenn ein Unternehmer privates Vermögen in die Firma einfließen lässt. Das kann beispielsweise ganz praktisch der Fall sein, wenn ein Kiosk-Besitzer morgens aus seinem privaten Portmonaie 50€ Wechselgeld in die Kiosk-Kasse legt. Selbstverständlich muss man diese Privateinlagen buchen!

Hintergrundwissen: Aufzeichnung von Privateinlagen

Selbstständige, Einzelunternehmer und Gesellschafter von Personengesellschaften brauchen über private Entnahmen vom Geschäftskonto oder aus der Bargeld-Kasse grundsätzlich keine Rechenschaft abzulegen. Umgekehrt müssen sie auch keine Aufzeichnungen über private Einlagen führen.

Als Privateinlagen buchen können Sie zum Beispiel…

  • Überweisungen vom Privat- aufs Geschäftskonto (um zum Beispiel kurzfristig teure Überziehungszinsen zu vermeiden),
  • Überweisungen vom Privatkonto auf Konten von Geschäftspartnern (um zum Beispiel betriebliche Rechnungen zu begleichen, die wegen hoher Außenstände vom Geschäftskonto nicht bezahlt werden können),
  • Einbringen von ursprünglich privat angeschafften Wirtschaftsgütern ins Betriebsvermögen (z. B. die Büroeinrichtung oder den gebrauchten Pkw, der künftig als Geschäftswagen genutzt werden soll).

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Auch ohne gesetzliche Aufzeichnungspflicht gibt es gute Gründe, private Einlagen und Entnahmen freiwillig aufzeichnen, z. B. indem Sie diese den gleichnamigen Einnahme- und Ausnahmekategorien von WISO Mein Büro zuordnen:

  1. Sie behalten selbst den Überblick, wie hoch die Differenz zwischen Entnahmen und Einlagen (und damit der Vorschuss auf den späteren Gewinn) tatsächlich war: Über „Finanzen“ – „Rechnungs- und Buchhaltungslisten“ – „Kontenübersicht“ können Sie sich jederzeit den aktuellen Stand der Buchhaltungs-Konten „1800/2100 Privatentnahmen“ und „1890/2180 Privateinlagen“ anschauen.
  2. Falls die Summe Ihrer jährlichen Schuldzinsen höher als 2.050 Euro ist, müssen Sie dem Finanzamt nachweisen, wie hoch der Anteil der Zinsen für die Finanzierung von Anlagevermögen war und dass die Summe Ihrer privaten Entnahmen nicht unverhältnismäßig hoch war. Auf diese Weise will der Fiskus vermeiden, dass private Schuldzinsen zu Betriebsausgaben gemacht werden. Anhand Ihrer Angaben über Privateinlagen, Privatentnahmen und die Zusammensetzung der Schuldzinsen kann das Programm bei Bedarf auf Seite 5 des EÜR-Formulars (= „Anlage SZE“) die „nicht abziehbaren Schuldzinsen“ und die „Über-/Unterentnahmen des lfd. Wirtschaftsjahres“ ermitteln und automatisch an den passenden Stellen des EÜR-Formulars eintragen:

Privateinlagen buchen WISO Mein Büro

Bitte beachten Sie:

Falls Sie Geld aus Ihrem Privatvermögen in Ihren Betrieb einbringen, müssen Sie in der Lage sein, bei einer eventuellen Betriebsprüfung mithilfe ganz konkreter Belege Rechenschaft über dessen Herkunft abzulegen. Das gilt vor allem für Bareinzahlungen. Können Sie die Mittelherkunft nicht plausibel machen, laufen Sie Gefahr, dass das Finanzamt „Schwarzgeld“ unterstellt. In solchen Fällen drohen sogenannte Erlöshinzuschätzungen, durch die Ihre Steuerbelastung erheblich steigt.

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Damit WISO Mein Büro weiß, dass es sich um eine erfolgsneutrale Einzahlung aus Ihrem Privatvermögen handelt, ordnen Sie den Vorgang der Kategorie „Privateinlagen“ zu:

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