Das Erfolgsrezept für erfolgreiches Führen im Verein

Vereinsverwaltung bringt auch Führungsaufgaben mit sich. Und auf ein Erfolgsrezept dazu habt ihr schon immer gewartet. Das wissen wir! Besonderes Geschick im Umgang mit Menschen ist etwas, was man sich durchaus aneignen kann. Und wie das immer so ist, gibt es auch hier wieder kleine Kniffe, die euch zu dabei helfen, den Laden besser ans Laufen zu bekommen.

Die Frage, wie ihr einen guten Job als Teil eines Vereinsverwaltungsteams machen könnt, ist berechtigt. Daher gibt’s jetzt mehr dazu!

1. Sinn geben

Es ist vielleicht etwas überspitzt, zu behaupten, dass wir alle gleich gestrickt sind und gleich funktionieren. Dennoch gibt es bestimmte Muster, die sich bei der Mehrzahl von Menschen beobachten lassen. Eines davon ist Sinngebung. Wenn Menschen einer Tätigkeit Sinn zuschreiben, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie sich engagiert einbringen. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass es eure Aufgabe als Teil des Verwalterteams ist, den Vereinsmitgliedern klar zu machen, worin der Sinn ihrer Tätigkeit liegt. Wenn eure Mitglieder ein Ziel als sinnhaft erachten, werden sie sich Gedanken machen und aktiv ihre Ideen einbringen. Sie werden von passiven, abwartenden Mitgliedern zu Mitgliedern, die nicht einfach nur ihren Pflichten nachkommen und ihren ‚Dienst nach Vorschrift‘ im Verein ableisten.

Deshalb solltet ihr eure Mitglieder aktiv in Überlegungen zu zukünftigen Aktionen miteinbeziehen.

2. Mitwirken

Wissen ist gut – Mitmachen ist besser. Schafft deshalb ein Höchstmaß an Möglichkeiten, mitzuwirken. Wenn ihr Ideen habt, die noch in den Kinderschuhen stecken, ist es eine gute Idee, sie einer ausgewählten Gruppe an Leuten zu präsentieren. Dann kann gemeinsam gebrainstormt werden. Aber Vorsicht, die Gruppe sollte nicht zu groß sein. Und ganz wichtig: Delegieren! Wie ihr erfolgreich delegiert, erfahrt ihr hier. Abgeben und Verantwortlichkeiten aufteilen, sorgen für Identifikation und Engagement. Doch es geht um mehr: Menschen, eine Chance zur Selbstverwirklichung zu geben, wenn sie bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Ist das nicht auch das Leitbild eines Vereins?

3. Ziele vereinbaren

Damit man etwas erreichen kann, braucht es ein Ziel. So weit, so logisch. Die Frage hier ist nur, wie sollten Ziele definiert werden. Die Antwort dazu ist klar: Gemeinsam. Denn wie kann man Interaktion und arbeiten für ein gemeinsames Ziel glaubhaft verkaufen, wenn man sich auf die Empore stellt und die Ziele vorgibt.

Eine professionelle Zielvereinbarung zeichnet sich dadurch aus, dass sie schriftlich

  • Ziele klar beschreibt,
  • die Zielsetzung begründet und
  • messbare Kriterien für den Erfolg benennt.

4. Feedback geben

Zu jedem demokratischen Prozess gehört zweiseitige Kommunikation. Wenn ihr den Anspruch an die Vereinsmitglieder stellt, dass sie Aufgaben für euch erledigen, ist es nur natürlich, dass sie sich im Gegenzug Rückmeldung von euch wünschen.

Die Ampelmethode

Feedback sollte immer nach der Ampelmethode gegeben werden. Grün: Beginnt das Feedback mit positiver Rückmeldung. Rot: Drück diplomatisch und sachlich aus, was nicht gut gelaufen ist. Eine Taktik, dass sich euer Gegenüber weniger angegriffen fühlt, ist es, Kritik mit der Ich-Formulierung zu präsentieren. Also: „Ich hatte den Eindruck, dass du Schwierigkeiten beim Einhalten der Termine hattest.“ Das klingt schon viel weniger vorwurfsvoll als: „Du hast die Termine nicht eingehalten.“ Und gelb: Gebt direkt Tipps an die Hand, wie es zukünftig besser ausgeführt werden kann. Also: „In Zukunft könntest du Termine vielleicht großzügiger planen und dir mehr Zeit für einzelne Teilaufgaben nehmen.“ Und darüber hinaus: Bietet Hilfe an: „Wenn du möchtest, können wir beim nächsten Projekt gerne gemeinsam schätzen, wie lange du circa für welche Aufgabe brauchen könntest.“

Nicht nur für förmliche Zielvereinbarungen gilt, dass Mitarbeiter Anspruch auf ein Feedback über ihre Leistungen haben. Nur wer weiß, wo er steht, hat Ansporn, sich weiter zu entwickeln. Konstruktive Kritik, die auf Verbesserungen abzielt, ist deshalb genauso wichtig, wie ernstgemeintes Lob. Und wir wissen ja alles selbst, dass Lob genauso wichtig für Menschen ist wie Öl in einem Motor. Ohne läuft gar nichts.

5. Wertschätzen

Eng mit Lob verbunden ist natürlich die Wertschätzung. Nur wer die Leistung anderer wertschätzt, motiviert seine Mitarbeiter. Was aber noch wichtiger ist: Er erkennt den Menschen im Mitarbeiter an.

Das Erfolgsrezept für erfolgreiches Führen im Verein – Fazit

Wenn ihr euren Vereinsmitgliedern die Chance gebt, sich aktiv einzubringen, dann werden sie diese höchstwahrscheinlich nutzen. Wichtig dabei ist, dass ihr herausstellt, worin der Sinn des Engagements liegt. Die Mitglieder müssen eine klare Antwort für sich finden, warum gerade sie der geeignete Kandidat sind. Sie müssen einen Sinn in ihrem Engagement sehen. Dann werden sie mitwirken. Ihr müsst ihnen jedoch die Chance dazu geben, dass sie mitwirken können. Fragt sie nach ihren Ideen und gewährt Spielraum für ihre Ideen und Lösungsansätze. Bevor es los geht, solltet ihr gemeinsam Ziele vereinbaren. Ganz wichtig ist es, Rückmeldung zu geben. Vor allem mit positivem Feedback sollte nicht gespart werden. Aber auch Kritik bringt uns weiter. Wenn ihr Kritik übt, ist es aber wichtig, konstruktiv zu sein und immer respektvoll zu bleiben. Das funktioniert gut mit der Ampelmethode. Und bei allem was ihr tut: Zeigt anderen Wertschätzung. Das wirkt Wunder. Garantiert!

Und was sagt ihr?

Bietet man euch die Chance, euch aktiv einzubringen oder würdet ihr euch das wünschen? Welche Strategien können sich Vorstandsteams von euch abgucken?
Schildert uns eure Erfahrungen, wir sind gespannt!

Lena Kullmann

Mein Name ist Lena Kullmann. Als Studentin habe ich im Marketing von MEINVEREIN gearbeitet. In dieser Zeit habe ich über verschiedene Themen rund um die Vereinswelt geschrieben.

Schreibe einen Kommentar