Informiert sein ist alles. Denn ohne Informationen ist Marketing ein Schuss ins Blaue. Vielmehr triffst du ins Schwarze, wenn du Bescheid weißt über Trends, Kunden und die Konkurrenz. Bestimme zunächst, zu welchen Themen du Informationen benötigst. Entscheidend für deine Informationsbeschaffung sind die Ziele, die du dir gesetzt hast und der Informationsbedarf, der sich aus ihnen ergibt. Wie jede Strategie, so muss auch Marketing vom Ende her konzipiert werden. Bevor du die Informationsbeschaffung startest, solltest du deshalb die Fragen definieren, die du zu den „vier wegweisenden Antworten“ für deinen Markterfolg führst.

Die Gesellschaft verändert sich. Spürst du gesellschaftliche Trends frühzeitig auf. Dann segelt dein Verein ganz vorne im Wind. Im Mittelpunkt steht das Vereinsumfeld. Wohin bewegt sich „dein“ Markt? Welche Erwartungen hat er an deinen Verein? Auf welche Entwicklungen solltest du reagieren, zum Beispiel

  • die soziale und kulturelle Entwicklung, vor allem
  • das Freizeitverhalten
  • die Altersstruktur
  • die sozialen Bedürfnisse
  • die wirtschaftliche Entwicklung, vor allem
  • die finanzielle Situation
  • die vorherrschenden Arbeitszeiten

Informationsbeschaffung – der Schlüssel zu erfolgreichem Marketing im Verein

Zielgruppen

Bevor du entscheidest, welcher Zielgruppe du dich verstärkt widmen willst, benötigst du Informationen. Sie bilden später die Basis für die passende Marketingstrategie.

Über welche Zielgruppen möchte dein Verein mehr wissen? Grenze die Zielgruppe Schritt für Schritt ein, zum Beispiel

  • nach regionalen Aspekten:Wie groß ist das Einzugsgebiet des Vereins?
    Wo wohnen die (potenziellen) Kunden?
  • nach soziodemografischen Kennziffern:Ist die Zielgruppe eher weiblich oder männlich oder gemischt?
    Handelt es sich um Mitglieder von Familien (Eltern und im Haus lebende Kinder) oder Alleinstehende (Singles, Verwitwete)?
  • nach sozialem und beruflichem Hintergrund:Welche Themen interessieren die Zielgruppen?
    Welche Umgangsformen pflegen sie?
    Sind sie in ihren Berufen eher Entscheider oder Ausführende?
  • nach wirtschaftlichen Merkmalen:Über welches Einkommen verfügen sie?
    In welchen Besitzverhältnissen leben sie?
  • nach bestimmten Wertorientierungen:Was ist ihnen wichtig, zum Beispiel Umweltschutz, Selbstbestimmung, Disziplin?

Musst du wirklich so viel über deine Zielgruppe wissen? Je genauer du die (potenziellen) Kunden kennst, desto besser kannst du dich auf sie einstellen. Vor allem die Ansprache neuer Zielgruppen wirft Fragen auf: Wie passen sie zur bestehenden Mitgliederstruktur? Direkter gefragt: Wie „vertragen“ sich die Alten und die Neuen?

 

Welche Zielgruppen passen zu deinem Verein?

Die Frage, welche Zielgruppe zu deinem Verein passt, stellt sich zweifach:
Zunächst, um zu klären, wie viele Unterschiede im Denken und Handeln der Mitglieder er „verkraftet“. Zum Beispiel, wenn eine in die Jahre gekommene Mitgliedschaft plötzlich auf einen Schwung neuer, jugendliche Mitglieder trifft.

Die Frage stellt sich aber auch umgekehrt: Welche neuen Zielgruppen täten deinem Verein gut? Denn Menschen mit gegensätzlichen Stärken und Schwächen können viel voneinander lernen. Außerdem können Menschen, die andere, neue Akzente setzen, zum Mitmachen bewegen und die Lebendigkeit im Verein fördern. Konkurrenzanalyse von (kommerziellen) Wettbewerbern lässt sich viel lernen: Wo hast du Stärken, an denen sich dein Verein orientieren könnte? Finde heraus, wie die Konkurrenz erfolgreich Kunden gewinnt und bindet. Überlege, welche der Ideen dein Verein übernehmen könnte. Aber nicht nur von Stärken kann man lernen. Wo liegen die Schwächen der Mitbewerber? Sind das auch die Schwächen deines Angebotes? Wie lassen sie sich vermeiden? Oder hat dein Verein hier Stärken, die du ausbauen könntest?

Eine Checkliste zeigt, wie du die Konkurrenz analysierst, um die eigene Positionierung im Markt zu verbessern. Vor allem Antworten auf folgende Fragen über Wettbewerber helfen weiter:

  • Angebote und Leistungsspektrum
  • Betriebsgröße und Marktanteile
  • Bekanntheitsgrad und Image
  • Öffentlichkeitsarbeit und Werbemaßnahmen
  • Service bei der Kundenbetreuung
  • Überschneidungen mit dem eigenen Angebot