Diese 5 Fehler macht ihr bei der Grillparty im Verein

Grillen ist im Sommer wohl die zweit schönste Nebensache der Welt. Zumindest würde Man(n) das vermutlich so unterschreiben. Ich bin mir ganz sicher, dass auch ihr im Verein gelegentlich den Grill anschmeißt. Welche 5 Fehler man bei der Organisation einer Grillparty vermeiden sollte, erfährst du in diesem Beitrag.

Organisiertes Grillen nennt man Grillparty, oder?

Den Grill mal schnell anwerfen, Würstchen drauf, Brötchen aufschneiden, fertig.

Das ist garantiert eine Variante, die immer funktioniert und mit der die meisten (nicht vegetarischen Vereinsmitglieder) absolut zufrieden sind. Aber nicht immer klappt das völlig reibungslos und spontan. Wird das gemeinschaftliche Grillen vorher organisiert, geplant und durchkalkuliert, dann spricht man schnell von einer „Grillparty“. Wie schwer es tatsächlich ist, es jedem in der bunt gemischten Vereinsgruppe recht zu machen und ihm buchstäblich das richtige Würstchen zu braten, weiß wohl jeder Vereinsmanager aus Erfahrung. Doch dem Leid des Organisationschaos kann man gut entgegenwirken, indem man diese 5 typischen Fehler bei der Grillparty im Verein vermeidet.

Diese Fehler macht dein Verein bei der Grillparty - Grillparty im Verein organisieren

Grillparty im Verein: Diese 5 typischen Fehler macht ihr garantiert

1. Ihr verwendet den falschen Grill

Nun hat nicht jeder Verein die finanzielle Möglichkeit, sich einen hochwertigen und teuren Grill zu leisten. Das muss auch gar nicht zwingend sein. Doch häufig wird der Fehler gemacht, die Größe des Grills absolut nicht an die Größe des Vereins anzupassen. Stundenlanges Warten mit knurrendem Magen ist jedoch keine freudige Angelegenheit. Beim Hunger hört der Spaß auf. Und die Freundschaft auch. Sowieso alles.
„Wenn du hungrig bist, wirst du zur Diva.“ Das weiß man schließlich spätestens seit der Snickers-Werbung. 😉 Also achtet beim Grill-Kauf unbedingt darauf, die Größe der Grillfläche an die Vereinsgröße anzupassen. Oder eben an den Hunger der Vereinsmitglieder. Dafür kann man auf Erfahrungswerte anderer Festlichkeiten zurückgreifen: Wie viele Steaks/Würstchen werden gleichzeitig benötigt? Wollen überhaupt alle Mitglieder gleichzeitig essen oder verteilt sich der Bedarf auf den ganzen Abend? Hier habe ich einen nützlichen Leitfaden gefunden, der euch dabei hilft, den richtigen Grill auszuwählen.

Neben der Größe ist weiterhin natürlich die Umgebung entscheidend für die Wahl des Grills. Wo wird gegrillt? Darf ein offenes Feuer gemacht werden? Oder ist man platztechnisch stark eingeschränkt? Sind viele Kinder mit dabei? Befinden sich leicht entzündliche Stoffe in unmittelbarer Nähe des Grills?
Alles zum Thema „Sicherheit beim Grillen“ verrät euch der Grillsportverein in diesem Artikel. 

2. Am Grill steht definitiv die falsche Person

Soviel steht fest: Einer/eine muss grilltechnisch die Verantwortung übernehmen. Sonst läuft es nicht. Wenn jeder mit seiner eigenen Gabel im Grillgut stochert, ist das nicht nur unhygienisch, sondern auch unorganisiert. Deshalb sollte eine auserwählte Person die Grill-Leitung übernehmen. Im besten Fall steht dieser aber nicht zum ersten Mal am Grill. Schließlich grillt man nicht nur für die eigene Familie, sondern für eine ganze Horde hungriger Menschen. Da muss man auf Zack sein, schnell reagieren, den Garpunkt perfekt abpassen und allen den „Mit-Grillern“ klare Anweisungen geben können.

Das hier sind übrigens meine TOP 5 der schlechtesten Grillmeister: 

#Ironiezwinkern

1.Der Dauerwender 

 

Der Dauerwender ist ein nervöser Zeitgenosse. Getrieben von seiner Ungeduld, wendet er das Fleisch so oft, dass es beinahe mehr Zeit in der Luft als auf dem Grillrost verbringt. Weiterhin neigt er dazu, das Fleisch viel zu früh vom Grill zu nehmen und jenes, sobald er merkt, dass er rohes Fleisch ausgeteilt hat, den Vereinsmitgliedern kommentarlos vom Teller zu schnappen, um es weitere 10 Runden auf dem Grill zu wenden.

2. Der Feinschmecker

 

Steht der Feinschmecker am Grill, so ist Warten angesagt. Denn statt die Wurst an den Mann zu bringen, verbringt er viel lieber Zeit damit, das Fleisch liebevoll und symmetrisch auf dem Grill anzuordnen oder selbst gepflückte Gartenkräuter fein zu hacken, die er dann mit schwungvollen Bewegungen aus dem Handgelenk auf dem Fleisch verteilt. Das. ist. Kunst. Oder sowas Ähnliches. 😉

3. Der Würstchen-Clown

 

Steht ein Clown am Grill, so kannst du mit Sicherheit davon ausgehen, dass er das allgemein gültige Gebot „Mit Essen spielt man nicht“ durchgängig missachtet. Grillwürstchen dienen grundsätzlich als Vergleichsobjekt mit seinem besten Stück. Aus einem Steak, zwei Tomaten und etwas Ketchup kann man doch prima Gesichter legen, findest du nicht? Und schau mal, wie schwabbelig dieses große Stück Fleisch ist.
Witzig.

4. Der Biertrinker

 

Der Biertrinker meldet sich mit großer Euphorie freiwillig als Grillmeister. Obwohl er nun eigentlich in der Verantwortung steht, die Meute mit Grillgut zu versorgen, ist er primär damit beschäftigt, möglichst große Mengen kühles Bier in sich hinein zu schütten. Ist ja auch heiß am Grill. Da braucht der Körper Flüssigkeit. Während er lässig ein Würstchen wendet, spielt er Bier-Pong mit seinem besten Kumpel, lässt die Hälfte verbrennen und kommt auf die wildesten Ideen. Wenn er es schließlich für einen genialen Plan hält, etwas Bier über die Steaks zu schütten, um ihnen mehr Aroma zu verleihen, sollte dringend jemand einschreiten. 😉

5. Das Mathematik-Ass

 

Achtung: Steht ein Mathe-Ass am Grill, dann können zwei Extremfälle eintreten.
Fall 1: „250 Würstchen für 25 Personen sind eine gute Idee.“  Massenproduktion, ahoi!
Fall 2:“ 25 Würstchen für 30 Personen sollten genügen, oder? Dann kann jeder 0,8 Stück essen!“

Perfekt. Machen wir so.

Weitere 5 lustige Typen von Vereinsmitglieder findest du hier: Die 5 nervigsten Schreiber in der WhatsApp-Gruppe

3. Gegrillt wird nur für echte Männer, getrunken wird nur Bier

Ich als Frau sage euch Männern: Ihr macht uns überglücklich, wenn ihr beim Grillen auch an uns denkt. Frau wünscht sich eben auch mal eine gegrillte Paprika. Oder einen gefüllten Champion. Grillkäse. Tofu-Würstchen. Oder – stopp. Streicht Letzteres. 😉 Aber mal ernsthaft. Ein fruchtiger Cocktail zum gegrillten Gemüse, ein Nudelsalat zu den Würstchen oder eine hausgemachte Kräuterbutter für das Steak? Da wird doch auch jeder Mann schwach. Und die weiblichen Vereinsmitglieder werden es euch danken.

4. Die Kalkulation läuft völlig aus dem Ruder

Feste planen macht ja bekanntlich Spaß. Da blüht plötzlich jeder richtig auf. Wenn es um das eigene leibliche Wohl geht, sind prozentual wohl die meisten Vereinsmitglieder aktiv und motiviert. Verständlich. Doch Vorsicht: Wenn man zu lange Brainstorming betreibt, kommt man auf die verrücktesten Ideen. Und die teuersten. Ein 5-Gänge Grillmenü, Datteln im Speckmantel, 5 verschiedene Cocktails und unzählige Fässer Bier? Dazu natürlich noch eine fette Anlage für die musikalische Beschallung? Oder doch lieber eine Live-Band? Beheizbarer Außenpool? Beleuchteter Pavillion? Flachbildfernseher an jeder Ecke, um das Bundesliga-Finale nicht zu verpassen? Wie wär’s mit Kellnerinnen, die das Essen zum Tisch servieren?

Da kommen schnell Summen zusammen, die einem Vereinsmanager die Leichenblässe ins Gesicht treiben.

Dabei sind die einfachen Dinge meistens die Schönsten. Grillen muss nicht teuer sein.

Statt Schnick-Schnack zu betreiben, lieber auf gute Fleisch-Qualität setzen und lokale Metzger unterstützen!

 

5. Das große Aufräumen bleibt am Vereinsvorsitzenden hängen

Einer der größten Organisationsfehler ist das Vergessen des unbeliebtesten Punktes auf der Organisationsliste. Das Aufräumen bzw. Saubermachen gehört jedoch zum Feiern wie der Senf zum Würstchen. Deshalb rate ich, bereits im Vorfeld zu klären, wer zum Aufräumen  bleibt oder sich erbarmt, trotz Katerstimmung am nächsten Morgen zu helfen. Im Idealfall helfen natürlich alle mit.

 

Diese 5 Fehler macht ihr bei der Grillparty im Verein

Na, macht auch ihr diese gängigen Fehler bei der Organisiation eurer Grillparty? Oder erkennt ihr euch in einem der 5 schlechtesten Grillmeister wieder?
Wenn ihr den genannten Fehlerquellen aus dem Weg geht, sollte einem reibungslosen Ablauf eurer Grillparty im Verein nichts mehr entgegenstehen.

Jessica Diehl

Hallo! Ich heiße Jessica Diehl, bin 26 Jahre alt und blogge hier für MEINVEREIN. Auch privat beschäftige ich mich sehr viel mit der Vereinswelt, denn ich bin selbst in mehreren Vereinen tätig - sowohl als Mitglied als auch in der Vereinsverwaltung.

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