Höher, schneller, weiter – Ziele entwickeln sich immer fort. Aber nicht auf einen Schlag. Daher sind kontinuierliche Verbesserungen das Rezept der Sieger. Sie sind auch die Strategie erfolgreicher Vereine. Hochgesteckte Ziele türmen sich manchmal wie Berge auf. Aber: Wer sich viele kleine Etappenziele vornimmt, kommt besser voran. Der Kontinuierliche Verbesserungsprozess im Verein (KVP) hilft dir dabei. Nutze im Veränderungsprozess deines Vereins die individuellen Stärken der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter. Teamarbeit ist im Kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) der Antrieb, der deinen Verein bergauf bringt

 

Wie der Kontinuierliche Verbesserungsprozess im Verein (KVP) funktioniert

Kein Vorstand hat die Power, seinen Verein ständig aus eigener Kraft weiterzuentwickeln. Auch das Wissen dazu fehlt ihm möglicherweise. Selbst in kleinen Vereinen entsteht schnell eine Komplexität, die Einzelne nicht mehr überschauen. Der kontinuierliche Verbesserungsprozess (KVP) zielt deshalb darauf ab, möglichst viele Menschen einzubinden.

  • Das spezifische Know-how und die individuelle Kreativität der Mitarbeiter werden für den Verein nutzbar.
  • Zudem erhöht die funktionsübergreifende Zusammenarbeit die Lernfähigkeit.
  • während die unterschiedlichen Blickwinkel der Beteiligten neue Perspektiven eröffnen. 

 

Ziele und Chancen des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP)

Der kontinuierliche Verbesserungsprozess (KVP) ist eine Methode zur Qualitätsentwicklung und –sicherung. Was heißt das genau? Folgende KVP-Ziele beschreiben die Chancen für deinen Verein:

 

  • die Qualität der Leistungen verbessern, insbesondere die Mitgliederorientierung
  • die Motivation der (ehrenamtlichen) Mitarbeiter erhöhen
  • die Identifikation durch Angebote zum Mitmachen stärken
  • ein positives Vereinsklima schaffen durch ein lebendiges, veränderungsfreundliches Vereinsleben
  • die Sicherheit erhöhen
  • die Kosten senken

 

Technisch betrachtet zielt der kontinuierliche Verbesserungsprozess (KVP) auf Qualitätsverbesserungen. Allerdings erschöpft sich seine Bedeutung aber nicht darin. Miteinander für den Verein etwas zu leisten, das ist die eigentliche Motivation. Es geht um die Sache. Doch sie dient den Menschen. Ihre Bedürfnisse im Blick zu behalten, ist deshalb nicht nur Erfolgsfaktor. Es ist das Ziel des kontinuierliche Verbesserungsprozesses (KVP).

 

Erklären

Welchen Sinn hat ein Verbesserungsprozess? Überzeuge durch Visionen und positives Denken. Dann werden die Mitarbeiter verstehen, wozu ihr Engagement nützt. Denn das setzt Energie frei. Selbstverantwortliches Handeln entfaltet sich. Begeisterung wächst.

 

Informieren

Wissen ist Macht. Lässt man Menschen daran teilhaben, steigert man ihre Motivation. Das Informationsbedürfnis von Mitarbeitern ist oft größer als Führungskräfte vermuten. Sie wollen nicht nur über den eigenen Arbeitsbereich informiert werden, sie wollen den Gesamtzusammenhang verstehen können.
Wer umfassend und kontinuierlich seine Mitarbeiter „ins Bild setzt“, kann darauf vertrauen, dass sie engagiert mitwirken, das Bild zu gestalten.

 

Beteiligen

Beziehe deine Mitarbeiter durch den kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) ins Spiel ein. Wer nur zuschaut, erlahmt. Wer mitmachen kann, identifiziert sich. Er ist bereit, Verantwortung zu übernehmen. Delegieren gehört deshalb zur hohen Schule der Mitarbeiterführung.

 

Ziele vereinbaren

Mitarbeiter brauchen klare Zielsetzungen. Besprich mögliche Vorgaben mit deinen Mitarbeitern. Zwar dürfen die Ziele herausfordern – aber nicht überfordern. Darum begründe deine Erwartungen. Fixiere anschließend die Vereinbarung schriftlich.

 

Konstruktive Rückmeldung

Jeder erfolgreiche Spieler hat einen guten Coach. Der motiviert ihn. Gibt ein Feedback. Hilft weiter, wenn es hakt.
Denn Mitarbeiter brauchen solche Unterstützung nicht weniger. Lob und konstruktive Kritik helfen ihnen, sich persönlich weiterzuentwickeln. Sie sind Voraussetzungen für den persönlichen Verbesserungsprozess.

 

Kritische Grundhaltung

Bedeutet der kontinuierliche Verbesserungsprozess (KVP), dass kein Stein auf dem anderen bleibt? Nein! Nichts ist allein deshalb gut, weil es neu ist. Andererseits: Was gestern richtig und gut war, kann morgen falsch und überholt sein.

  • Jeder kann sich äußern, ohne „schräg angesehen“ zu werden.
  • Jede Meinung zählt.
  • Auch der Vorstand ist nicht im alleinigen Besitz der Wahrheit.

Konflikte kooperativ lösen

Der kontinuierliche Verbesserungsprozess (KVP) fordert zum Handeln auf. Wo Menschen handeln, gibt es auch Konflikte. Deshalb:  Achte darauf, dass es keine Verlierer gibt. Denn Verlierer ziehen sich zurück.
Analysiere die Konfliktursachen. Denn die liegen oft tiefer, als im ersten Moment ersichtlich ist. Suche anschließend nach Kompromissen.

 

Vorbildlich handeln

Nicht nur die Führungskräfte im Verein sind gefordert, wenn es um soziales Miteinander geht. Dennoch tragen sie die größte Verantwortung. Denn ihre soziale Kompetenz und Integrationsfähigkeit sind das Vorbild. Auf sie persönlich kommt es deshalb an. Schaffe ein Klima des Vertrauens durch

  • Ehrlichkeit und Fairness
  • Mut auch zu unpopulären Entscheidungen
  • Verständnis für die Belange der Mitarbeiter
  • die Fähigkeit Wort und Tat in Übereinstimmung zu bringen