Um erfolgreich mit Corporate Identity arbeiten zu können, bedarf es keiner Routinearbeit. Strategisches Vorgehen ist gefragt: Der Verein muss seine eigenen Stärken und Schwächen kennen und seinen persönlichen Stil finden, sodass er sein Potenzial voll ausschöpfen kann um eine neue Vereinsidentität zu erschaffen. Eine nie endende Herausforderung.

Sogar die Entwicklung einer erfolgreichen Corporate Identity  ist ein Prozess, der kein Ende nimmt. Einen klaren Anfang aber hat er: Die Selbstanalyse. Ein Verein, der anderen ein überzeugendes und schlüssiges Bild von sich vermitteln möchte, muss zunächst einmal wissen, wer er ist.

Dann steht die Frage an, wie er gerne sein möchte – und was er dafür verändern müsste. Stehen Ausgangspunkt, Ziel und Etappen fest, beginnst Du mit dem letzten Schritt, der neuen Vereinsidentität Ausdruck verleihen – mit den Instrumenten der Corporate Identity

Erfolgreich mit Corporate Identity – Eine neue Vereinsidentität

Definiere Deine Ausgangsposition!

Möchtest Du erfolgreich mit Corporate Identity arbeiten und mehr als eine kosmetische Korrektur an Deinem Verein vornehmen, dann muss sie vor allem glaubwürdig sein. Das kann sie nur, wenn sie von innen heraus entsteht. Schließlich sind uns Menschen dann am sympathischsten, wenn sie sich so geben, wie sie sind. Das setzt aber voraus, dass man sich selbst genau kennt. Deshalb: Analysiere Deinen Verein und seine Kultur. Frage Dich und Deine Vereins- und Vorstandskollegen:

  • Wer sind wir?
    Vereinszweck, Selbstverständnis, Werte, Grundgedanken, Normen: Was ist uns wichtig? Was zählt in unserem Verein? Was wollen wir nicht?
  • Wo kommen wir her?
    Die Geschichte und Geschichten unseres Vereins: Welche Wurzeln wollen wir weiter pflegen, welche Traditionen mit in die Zukunft nehmen?
  • Was machen wir?
    Angebotspalette, Service, Bandbreite der Aktivitäten, Jugendarbeit: Was haben wir schon zu bieten, was sollten wir in unser Angebot aufnehmen?
  • Wodurch heben wir uns positiv von anderen Vereinen ab?
    Was tun wir für die Zufriedenheit von Mitarbeitern und Mitgliedern? Womit fördern wir die Motivation unserer Ehrenamtlichen? Wie sichern wir Qualität? Was sind unsere Stärken?

 

Bestimme den Veränderungsbedarf!

Der Prozess der Selbsterkenntnis wird viel Bekanntes, aber vielleicht auch manche Überraschung zu Tage fördern. Immerhin: Du weißt jetzt, wo Dein Verein steht. Aber wo soll es hingehen? Wie kann Dein Verein noch besser verwirklichen, was Mitglieder, Mitarbeiter und Öffentlichkeit von ihm erwarten?

Wenn Du als Verein attraktiv sein und bleiben willst, musst Du deren Ansprüchen gerecht werden. Dabei tun sich gerade Vereine mit einer starken, gewachsenen Kultur manchmal schwer. Denn sie verleiht zwar Stabilität und Zusammenhalt, ist aber deshalb häufig auch weniger beweglich – Umbauprozesse brauchen viel Zeit. Trotzdem: Veränderungen sind wichtig und notwendig, um sich gewandelten Bedingungen anzupassen und auf Dauer konkurrenzfähig zu sein.

In welche Richtung sollte sich Dein  Verein also bewegen? Entscheidend sind die Wünsche und Bedürfnisse Deiner Zielgruppen:

  • Mitarbeiter
  • Ehrenamtliche
  • Mitglieder
  • Öffentlichkeit
  • Partner, Förderer, Geldgeber

Legen Deine Zielvorgaben fest!

Du kennst die Ist-Situation und die Veränderungen, die Deine Zielgruppen sich wünschen. Nun musst Du entscheiden, ob und wie Du sie berücksichtigen willst. Nicht alle Wünsche lassen sich realisieren. Nicht jede Änderung, die sich Einzelne erhoffen, wäre gut für den ganzen Verein. Wenn Lance Armstrong auf jeden Ratschlag vom Streckenrand hören wollte, käme er bei der Tour de France mit drei Wochen Verspätung ins Ziel. Wäge genau ab, welche Ziele im gemeinsamen Interesse sind und sich auch umsetzen lassen.

Geschafft? Dann hat Dein Konzept der Corporate Identity einen wichtigen Etappensieg errungen! In der nächsten Runde geht es darum, das neue Selbstverständnis schriftlich festzuhalten: im Vereinsleitbild.

Mehr zum Thema: