Bevor du als Teamleiter deine Mannschaft zusammenstellst, solltest du präzise bestimmen, welche unterschiedlichen Stärken du zusammen bringen musst, um erfolgreich zu sein.

 Ziele und Know-how für das Dreamteam im Verein 

Die Ziele entscheiden über die Aufstellung: Überlege, welche besonderen Fertigkeiten die Mitspieler im Team beispielsweise benötigen:

  • „Lokalreporter“

    Er kennt die Ausgangslage einschließlich der Bedingungen, Mechanismen und menschlichen Faktoren, die sie bestimmen:
    vor allem die Kenntnis der Situation, die verändert werden soll (Warum läuft es, wie es läuft?); Wissen um die Einstellungen und Erwartungen derer, die betroffen sind.

  • „Leute vom Fach“

    Sie bringen spezielle Fachkenntnisse ein, ohne die Ideen und Umsetzungsmöglichkeiten nicht beurteilt werden können:
    zum Beispiel fachliche Kompetenzen; Kompetenzen der Sach- und Personalplanung.

  • „Rechtsgelehrte“

    Sie wissen um rechtliche Rahmenbedingungen, die eingehalten werden müssen:
    zum Beispiel Wissen um Anforderungen an Satzungen und andere Regularien; Kenntnis rechtlicher Vorgaben (für Ausbildungsstandards von Trainern und Übungsleitern oder für bauliche Vorhaben etc.).

  • „Wirtschaftsweise“

    Sie steuern die kaufmännischen Kenntnisse bei, die helfen, wirtschaftliche Zusammenhänge zu erkennen:
    zum Beispiel kaufmännisches Rechnen, um finanziellen Voraussetzungen und Auswirkungen zu kalkulieren; Marketing-Kenntnisse, um die Attraktivität unterschiedlicher Lösungen zu untersuchen.

  • „Entwicklungshelfer“

    Sie besitzen Team- und Projekterfahrung, die der Entwicklung für das Dreamteam im Verein zugute kommt:
    zum Beispiel Wissen um die Stadien der Teamfindung; Erfahrung in der Erreichung von Projektzielen.

Jeder spielt eine Rolle

Setze auf unterschiedlich „gestrickte“ Mitspieler. Lauter drauflos stürmende Kreative mögen vielleicht die tollsten Ideen entwickeln, sie aber wahrscheinlich nicht ordentlich umsetzen. Lauter Organisationstalente sind vergeblich, wenn nichts Neues dabei herauskommt. Bringe Leute zusammen, die sich gut ergänzen – dazu gehören auch Menschen mit gegensätzlichen Ansichten. Im Ringen um den richtigen Weg entsteht eine Dynamik, die das gemeinsame Anliegen voran bringt. Selbst Konflikte können sich, solange sie nicht eskalieren, produktiv auswirken. Mitarbeiter mit sehr ähnlichen Einstellungen versprechen zwar lockeres Arbeiten – aber ganz ohne Spannung kommt häufig auch kein spannendes Ergebnis zustande.

 

Tipp: Wie du Konflikte in konstruktive Lösungen umwandelst, zeigt dir der Baustein Konfliktmanagement.

An folgende „Rollen“ solltest du denken, wenn du dein Team zusammenstellst:

  • „Stürmer“

    Er lotet die Grenzen des Möglichen kreativ aus, denkt weit in die Zukunft und lässt sich Neues, Ungewöhnliches einfallen.

  • „Verteidiger“

    Er hält die Tradition hoch und ist wichtig, weil seine Beiträge aufzeigen, wo neue Lösungen gewachsene Wurzeln beschädigen könnten.

  • „Libero“

    Seine Stärke liegt im Planen und Umsetzen. Er behält Ziele und Termine im Blick und die Fäden zusammen.

  • „Laufwunder“

    Er ist unermüdlich, zupackend und sich auch für die Kleinarbeit nicht zu schade.

  • „Führungsspieler“

    Er übernimmt Verantwortung, vermag zu begeistern und trifft in schwierigen Phasen wichtige Entscheidungen.

Tipp: Das Dreamteams im Verein gibt zwar die Zusammensetzung der Herausforderungen vor – einerseits. Andererseits solltest dun aber im Verhältnis von Bewahrern und Erneuerern darauf achten, dass dein Team den Verein mit seinen unterschiedlichen Strömungen repräsentiert. So gewährleistest du, dass die im Team erarbeiteten Ergebnisse bei einer Mehrheit willkommen sind.