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Facebook

Wer kennt Facebook nicht? Die Plattform ist einer der bekanntesten Vertreter der sogenannten Sozialen Medien (Social Media). Sie ist noch einer der populärsten Social-Media-Einrichtungen, obwohl der Konkurrenzdruck durch andere Plattformen – insbesondere Instagram – immer größer wird. Für Vereine bietet diese Plattform einen preiswerten und umfassenden Kommunikationskanal zu den Fans und Freunden. Allerdings sollte man auch hier nicht allzu blauäugig ans Werk gehen.

War Facebook zunächst eine Spielwiese der Jugend, sind die Nutzer dieses Mediums doch ein wenig in die Jahre gekommen. Jüngere sind zwar immer noch auch bei Facebook zu finden, nutzen aber immer stärker andere Plattformen, wie Instagram. Facebook ist meist noch sehr textlastig, was bei den jüngeren Nutzern nicht so sehr geschätzt wird. Instagram setzt hingegen auf Bild und Video. Die Produktion von Videos für Instagram wird durch die modernen Smartphones immer einfacher, sodass die Beliebtheit der bewegten Bilder im Netz ständig zunimmt. Darum gewinnen auch reine Videoplattformen wie YouTube immer mehr an Bedeutung.

Zu einer guten Öffentlichkeitsarbeit gehört aber auch weiterhin eine eigene Vereinsseite auf Facebook. Aber sie ersetzt derzeit noch nicht die anderen Werbekanäle eines Vereins über die klassischen Medien. 

Eine Facebookseite für den Verein anlegen

Normalerweise gibt es heute in jedem Verein „Facebook-Spezialisten“, für die es kein Problem ist, für euren Verein eine Seite anzulegen. Falls ihr keinen in euren Verein findet, der das Profil angelegen kann, lest dieses Kapitel. Ansonsten könnt ihr es überspringen und ab der nächsten Überschrift weiterlesen.

Um eine Facebookseite für den Verein zu erstellen, muss bereits ein privates Profil bestehen. Über dieses Profil wählt ihr in der linken Spalte  „Seite“ (eventuell muss die Spalte über „mehr anzeigen“ aufgeklappt werden). Im sich öffnenden Fenster wählt ihr dann links „Neue Seite erstellen“.

Danach öffnet sich eine neue Seite, in der ihr die Grundangaben der Seite vergebt. Um eine Kategorie festlegen zu können, gebt zunächst einen Suchbegriff (z.B. „Verein“) ein und wählt dann aus den angebotenen Kategorien aus.

Für ein ansprechendes Aussehen legt ihr nun noch die Kopfbilder der Seite fest. Im Vordergrund steht immer das runde Profilbild. Hier passt euer Vereinslogo prima hin. Für das über die gesamte Seite reichende Titelbild solltet ihr ein aussagefähiges Foto wählen.

Wichtig: Denk daran, dass bei Fotos mit erkennbaren Personen das Einverständnis dieser Personen vorliegen muss.

Nun ist die Seite schon erreichbar – aber zwei Dinge müssen jetzt unbedingt noch erledigt werden.

Auch für Facebook gilt Impressumspflicht und Datenschutzerklärung

Für die Facebookseite muss auch ein Impressum vorhanden sein. Ihr könnt auf der Seite ein Impressum anlegen oder aber einen Link setzen, der zum Impressum auf eurer Homepage führt. Folgende Angaben müssen in jedem Fall im Impressum zu finden sein:

Außerdem muss eine Datenschutzerklärung hinterlegt werden. Der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Rheinland-Pfalz hat die wichtigsten Informationen hierzu und eine Musterdatenschutzerklärung im Internet veröffentlicht, die ihr hier abrufen könnt.

Lebendig ohne Durcheinander

Eine Facebookseite macht nur Sinn, wenn sie mit Leben erfüllt wird. Es müssen also immer wieder neue Beiträge auf der Seite auftauchen. Veröffentlicht ihr nur selten Neuigkeiten, dürft ihr euch nicht wundern, wenn immer weniger Fans die Seite besuchen.

Andererseits darf es aber nicht zu einem wilden Durcheinander kommen, weil ihr wie wild drauflos veröffentlicht. Deshalb sollte von vorneherein geklärt werden, wer welche Aufgaben bei Facebook übernimmt und entsprechende Rechte vergeben werden.

Facebook hat verschiedene Positionen (bei Facebook „Rollen“) vergeben, die mit unterschiedlichen Rechten ausgestattet sind. Nach diesem Schema solltet ihr die Aufgaben aufteilen.

Es sollte zwei Administratoren geben, wobei diese sich eng abstimmen, wer welche Aufgaben übernimmt. Ein Administrator verwaltet die Seite komplett. Er kann die Seiten auch gestalten und bearbeiten. Die beiden Administratoren müssen sich gegenseitig so informieren, dass jeder den anderen jederzeit vertreten kann.

Weniger Rechte als die Administratoren haben die Redakteure. Ein Redakteur kann beispielsweise Beiträge verfassen und auch Kommentare löschen. Er hat nicht so weitreichende Rechte wie ein Administrator. Als Verein mit Abteilungen sollte jede Abteilung einen eigenen Redakteur haben. Sie sind verantwortlich für das Leben auf eurer Facebook-Seite.

Darüber hinaus gibt es bei Facebook noch Moderatoren, Werbetreibende und Analysten, die ihr aber für eure Vereins-Seite normalerweise nicht benötigt.

Augen auf!

Schnell kann mal aus einer unglücklichen Formulierung ein sogenannter Shitstorm entstehen. Darum sollten eure Administrationen regelmäßig – wenn möglich täglich – die Seiten prüfen und im Zweifelsfalle mit Löschungen eingreifen.

Wichtig: Das heißt aber nicht, dass man jeden kritischen Eintrag löscht – das fällt auf und macht eure Seite unglaubwürdig. Besser man nimmt dazu Stellung. Auf jeden Fall sollte man eine öffentliche Debatte auf Facebook vermeiden, denn sonst kann euer Verein einen großen Imageverlust erleiden.