Nur noch ein paar Wochen, dann ist es wieder soweit: Ende Mai, Zeit um die Steuererklärung 2016 abzugeben. Doch nicht jeder ist zur Abgabe verpflichtet. Müssen Sie oder können Sie? Wir klären auf.

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Die Abgabefrist: Für wen gilt sie?

Es ist wohl das Missverständnis schlechthin, wenn es um die alljährliche Steuererklärung geht: Die Abgabefrist. Das merkt man vor allem beim Blick in die Briefkästen der Finanzämter. Ende Mai sind sie zum Bersten voll. Doch wussten Sie, dass die meisten Deutschen sich mit der zeitigen Abgabe gar nicht stressen müssen? Denn nur für einen kleinen Teil der Steuerzahler gilt die Deadline 31.05..

Beeilen müssen sich nur diejenigen, die gesetzlich zur Abgabe verpflichtet sind. Im Steuersprech heißt das „pflichtveranlagt.“ Dazu zählen grundsätzlich alle Selbstständigen, Gewerbetreibende und Freiberufler. Auch Senioren mit einer Bruttorente von mehr als 1.500 Euro im Monat fallen darunter. Oder solche mit weiteren Einkünften, sofern die gesamte Summe über 8.652 Euro im Jahr 2016 beträgt (bei Verheirateten verdoppelt sich der Betrag auf 17.304 Euro.)

Die Pflichtveranlagung des Arbeitnehmers

Bei Arbeitnehmern kann man dies nicht so pauschal sagen. Hier gibt es einen ganzen Katalog an Gründen, wann die Pflichtveranlagung greift:

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Freibeträge eingetragen: Haben Sie sich einen Freibetrag eintragen lassen, um das monatliche Netto zu erhöhen? Möglich ist dies für Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen. Im Gegenzug für die sofortige Steuerminderung muss man eine Steuererklärung abgeben. Wichtig: Bei Kinder- oder Hinterbliebenenfreibeträgen gilt die Pflicht nicht.

Steuerklasse III und V: Ehepaare, die eine gemeinsame Steuererklärung abgeben und die Steuerklassen-Kombination III/V gewählt haben, sind zur Abgabe der Steuer verpflichtet. Denn: Nicht selten wird hier eine Nachzahlung fällig. Und diese will sich der Fiskus natürlich nicht entgehen lassen.

Mehrere Arbeitgeber: Sie haben 2016 den Job gewechselt? Oder gleich mehreren Herren auf Lohnsteuerkarte gedient? Dann sollten Sie dieses Jahr die Abgabepflicht im Hinterkopf behalten.

Andere Einkünfte: Haben Sie letztes Jahr eine Abfindung erhalten? Oder neben Ihrer Angestelltentätigkeit Einkünfte über 410 Euro bezogen? Dann greift die Erklärungspflicht. Gleiches gilt für Lohnersatzleistungen wie Eltern,- Kranken- oder Arbeitslosengeld.

Bestehender Verlustvortrag: Bei Ihnen bestehen noch unverbrauchte Verluste aus den Vorjahren? Dann müssen Sie auch hier eine Erklärung abgeben.

Übrigens: Steuerzahler, die ihre Erklärung vom Steuerberater erstellen lassen, haben bis zum 31.12. Zeit. Sie sollten dies aber frühzeitig dem Finanzamt mitteilen.

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