Der Traumjob kommt meist nicht von allein. Um die Karriere voranzutreiben heißt es erstmal: bewerben, bewerben, bewerben. Doch das lohnt sich – auch steuerlich! Denn die Kosten mindern deine Steuer. Wir zeigen dir, wie es geht.

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So setzt du deine Bewerbung von der Steuer ab

Bewerbungsmappen, Passfotos, Fahrten zu den Vorstellungsgesprächen – bis man die richtige Stelle für seine Karriere gefunden hat, kommen einige Kosten zusammen. Generell gilt im Steuerrecht: Alle Ausgaben rund um deine Arbeit kannst du von der Steuer absetzen. Dazu gehört auch, wenn du dich auf einen neuen Job bewirbst. Aber auch, wenn du nach deinem Studium oder deiner Ausbildung zum ersten Mal nach Jobs schaust. Oder du längere Zeit arbeitslos warst – egal wann, du kannst es als Werbungskosten in der Steuererklärung angeben.

Welche Kosten berücksichtigt das Finanzamt?

Bei einer Bewerbung fallen zuerst Kosten für das Bewerbungsschreiben an sich an. Hier gibt es zwei Wege:

Erste Möglichkeit: Du sammelst alle Belege rund um die Kosten, die du für schriftliche Bewerbungen hattest. Hier ist Sammeln angesagt, aber das lohnt sich. Dazu gehören Ausgaben für:

  • Papier
  • Bewerbungsmappen
  • Passfotos
  • Klarsichtfolien
  • Druckerpatronen
  • Kopien
  • Kleber
  • Stifte
  • Beglaubigungen
  • Briefmarken
  • Briefumschläge
  • Bücher / Zeitschriften
  • Bewerbungsratgeber
  • Kosten für Übersetzung
  • Seminare

Zweite Möglichkeit: Die Variante für Faule. Wie so oft bei Steuern hat das Finanzamt auch hier Pauschalen parat. Für jede Bewerbung mit Bewerbungsmappe kannst du dir pauschal 8,50 Euro als Werbungskosten ansetzen. Hast du dich ohne Mappe z.B. online per E-Mail oder Initiativbewerbung um einen Job bemüht, kannst du immerhin noch 2,50 Euro je Bewerbung abziehen.

Wichtig: Es ist komplett egal, ob du den Job oder die Ausbildung tatsächlich auch bekommen hast! Sind dir Bewerbungskosten entstanden, kannst du sie auch absetzen.

Erfolgreiches Bewerbungsschreiben: Wenn das Vorstellungsgespräch ruft

Die schriftliche Bewerbung ist bekanntlich der Anfang. Hat dein potentieller Arbeitgeber Interesse an dir, geht’s erst richtig los mit den Kosten. Gut für die Steuer! Denn alle Ausgaben rund um deine Bewerbungsgespräche kannst du auch wieder bei den Steuern geltend machen. Dazu gehören auch Kosten für die Fahrten zum Bewerbungsgespräch. Bist du mit deinem Auto zum Vorstellungsgespräch gefahren, kannst du für jeden Entfernungskilometer 30 Cent rechnen. Hast du den Weg mit Bus oder Bahn zurückgelegt, ziehst du dir einfach die Kosten laut Fahrticket ab. Musstest du Parkgebühren zahlen, kannst du auch diese absetzen.

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Kosten für Verpflegung und Übernachtung

Warst du mehr als acht Stunden von zu Hause weg? Dann kannst du dir 12 Euro als Werbungskosten ansetzen. Ging die Reise zum Vorstellungsgespräch sogar länger? Oder du warst auf einem mehrtägigen Einstellungstest eingeladen? Dann kannst du dir 24 Euro pro Tag ansetzen.

Für Übernachtungskosten setzt du dir einfach die Kosten an, die dir das Hotel oder die Pension pro Nacht berechnet hat.

Hast du Kosten erstattet bekommen?

Wenn dein potentieller neuer Arbeitgeber dir einen Teil der Bewerbungskosten erstatten hat, darfst du diese nicht mehr in deiner Steuererklärung ansetzen. Nur die Ausgaben, auf denen du schlussendlich sitzen bleibst, mindern deine Steuer.

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0 Kommentare  ↓

Ein Gedanke zu „Bewerbungskosten von der
Steuer absetzen: So geht’s“

  1. Sie schreiben, dass auch die Kosten für Passfotos von der Steuer abgesetzt werden können. Das mag sein, besser lässt man allerdings richtig gute, professionelle Bewerbungsfotos machen. Auch deren Kosten kann man selbstverständlich von der Steuer absetzen. Auch die Fahrtkosten zum Fotografen!

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