Wer studiert, lebt meist auf Sparflamme. Doch die klamme Kasse kann sich lohnen. Denn egal ob an der FH oder Uni: Du kannst alle Ausgaben, die irgendwie mit dem Studium zusammenhängen, von der Steuer absetzen.

Übrigens, wenn du wissen willst, wie viel Rückerstattung dir zusteht, dann teste jetzt unverbindlich unsere WISO steuer:Web online!

Semesterbeiträge & Studiengebühren

Ob Sommer oder Winter ist der Uni egal: Sie will die Semesterbeiträge sehen. Manche Studenten sind richtig arm dran- und müssen auch noch Studiengebühren hinblättern. Zusammen mit Gebühren für Aufnahmetests, Seminare, Prüfungen oder Bibliothek kommt pro Jahr ein ordentliches Sümmchen zusammen. All diese Kosten kannst du bei der Steuer absetzen.

Fachbücher, Kopien und Co

Bei diesem Posten hießt es: Sammeln was das Zeug hält. Egal ob Fachzeitschriften, Bücher, Blöcke, Druckerpapier, Kopierkarten, Folien, Stifte, Post-it oder sonstigen Bürokram –  hier lohnt sich so gut wie jeder Kassenzettel. Leg dir am besten einen Schuhkarton an, in dem du unterjährig alle Belege sammelst – und rechne diese am Ende des Jahres zusammen.

Schreibtisch und Regal

Egal ob vom schwedischen Möbelhaus oder aus dem Internet: Wenn du dir deine Studentenbude einrichtest, helfen Schreibtisch und Büromöbel wie Regale und Stühle Geld zu sparen. Hier gilt: Möbel unter 410 Euro netto (also ohne Mehrwertsteuer) kannst du direkt im Jahr des Kaufes bei der Steuer ansetzen. War‘s teurer, musst du den Preis auf mehrere Jahre verteilt absetzen. Hier werden meist 13 Jahre angenommen.

Fahrtkosten und Semesterticket

Vorlesungen im Bett sind leider noch nicht erfunden. Und da man ja irgendwie zur Uni kommen muss, kannst du auch diese Kosten absetzen. Egal wie du zur Uni kommst: du kannst pro Kilometer der einfachen Strecke 30 Cent rechnen. Das gilt selbst dann, wenn du eine Fahrtgemeinschaft mit deinen Kommilitonen hast. Für den Weg mit Motorrad oder sonstigem motorbetriebenem Gefährt gibt’s 20 Cent.

Fährst du mit den Öffentlichen, kannst du den tatsächlich gezahlten Fahrpreis absetzen – egal ob einzelne Fahrkarten oder Semesterticket.

Ganz wichtig: Auch Fahrten zur Bib, Seminar oder Lerngemeinschaften kannst du absetzen. Bei Fahrten mit dem Auto sogar mit 30 Cent je Hin- und Rückweg. Für den Weg mit Motorrad oder sonstigem motorbetriebenem Gefährt gibt’s 20 Cent.

Laptop oder Computer

Ohne Laptop wäre man heute in den Vorlesungen aufgeschmissen. Wenn du diesen fast ausschließlich für’s Studium nutzt und nur zu zehn Prozent privat, kannst du die gesamten Kosten absetzen. Nutzt du ihn mehr privat – beispielsweise zu 40 Prozent – kannst du dementsprechend nur 60 Prozent des Kaufpreises abziehen. Wichtig: bei einer privaten Nutzung über 50 Prozent gibt das Finanzamt keinen Steuervorteil mehr.

Hier musst du auch wieder die 410 Euro-Grenze beachten: Kostet der Laptop netto unter 410 Euro, kannst du ihn direkt im Jahr des Kaufes absetzen. Teurere Geräte musst du auf die kommenden drei Jahre verteilen. Gleiches gilt für Drucker, Monitor, Tastatur und anderes Zubehör.

Du willst wissen, wie viel der Staat dir schuldet? Dann berechne heute noch unverbindlich deine Rückerstattung mit WISO steuer:Web!

Studienreisen und Exkursionen

Hier kannst du alle Reisekosten wie für Übernachtung, Eintritte für Ausstellungen usw. aufzählen. Auch für die Dauer der Abwesenheit von Uni und zu Hause gibt’s Geld: die so genannte Verpflegungspauschale. Ab acht Stunden sowie für An- und Abreisetag bekommst du 12 Euro, für Tage mit ganztägiger Abwesenheit 24 Euro.

Zweitwohnung

Du wohnst unter der Woche am Studienort, verbringst deine Wochenenden aber meist zu Hause? Dann hast du eine Zweitwohnung – und eine so genannte doppelte Haushaltsführung. Somit kannst du Miete und Nebenkosten deiner Studentenbude absetzen. Doch Vorsicht: Bekommst du diese von deinen Eltern bezahlt, erkennt das Finanzamt die Kosten nicht an. Auch musst du nachweisen, dass du dich im Haushalt deiner Eltern auch finanziell beteiligst. Wohnst du dort noch kostenlos, hast du keine Chancen auf den Steuervorteil.

Auch die Fahrtkosten an den Wochenenden kannst du dann von der Steuer absetzen.

Anwaltskosten

Jeder Student kennt über drei Ecken jemanden, der sich ins Studium einklagen musste. Falls du selbst derjenige bist: Trag die Anwalts- und Prozesskosten bei der Steuer ein.

Zinsen fürs Bafög

Wer nicht „sponsered by Daddy“ ist, muss oftmals einen Bildungskredit annehmen, um über die Runden zu kommen – beispielsweise BAföG oder den KfW-Studienkredit. Egal von wem du den Kredit bekommen hast: Die Zinsen kannst du absetzen. Das gilt auch, wenn du das Darlehen erst nach deinem Abschluss zurückzahlst.

Sonstiges

Bist du grottig in Latein und schaffst das große Latinum nur mit Nachhilfe? Keine Bange: die Kosten für deinen Nachhilfelehrer kannst du absetzen. Auch mit Sprachkursen lassen sich Steuern sparen.

Wichtig: Für die Steuererklärung brauchst du erstmal nur die Werte, die du in das Steuerprogramm einträgst. Belege und Rechnungen solltest du aber unbedingt aufbewahren. Auch Zahlungsnachweise und Kontoauszüge sind hier von Vorteil. Wenn das Finanzamt danach fragt, kannst du direkt alles dem Bearbeiter vorlegen.

Tags , ,
Newsletter abonnieren
0 Kommentare  ↓

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.