Panik! Hörst du es auch? Es schallt wieder durch alle Kanäle: Die Steuererklärung muss bis zum 31.05. beim Finanzamt sein. Sonst droht Strafe in Form von saftigen Geldzahlungen, Kniebeugen und wer weiß was sonst noch. Doch: musst auch du dich an die Abgabefrist halten?

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Wann musst du eine Steuererklärung abgeben?

Ob du eine Steuererklärung abgeben musst oder nicht, hängt von deinen Einnahmen ab. Bist du ein ganz normaler Schüler oder Studierender und hast neben Bafög nicht wirklich nennenswerte Einnahmen? Dann kannst du dich getrost zurück lehnen. Die Frist zur Abgabe der Steuererklärung gilt für dich nicht, da du nicht zur Abgabe der Erklärung verpflichtet bist. Oder wenn du nur einen Minijob hast und damit bis zu 450 Euro im Monat verdienst.

Bist du hingegen Azubi oder selbstständig und verdienst damit ordentlich Geld? Grundsätzlich gilt hier, dass jeder, der über ein höheres Einkommen als 8.742 Euro aktuell im Jahr verfügt, zur Abgabe der Steuererklärung verpflichtet ist. Dazu zählen auch Mieteinnahmen oder Einnahmen aus Kapitalanlagen. Die aktuelle Liste mit allen Infos findest du hier.

Freiwillig eine Steuererklärung abgeben!

Aber: Du kannst auch ohne Verpflichtung eine Steuererklärung abgeben. Denn: Es winkt ja schließlich Geld. Und es zählt ja wirklich jeder Euro! Das Gute: Wenn du deine Steuererklärung freiwillig abgibst, kannst du dir vier Jahre damit Zeit lassen. Für das Jahr 2017 muss deine Steuererklärung also spätestens am 31. Dezember 2021 beim Finanzamt sein.

Verlustvortrag sieben Jahre später möglich

Während der Ausbildung oder dem Studium hast du noch einen weiteren Vorteil: Du kannst dir alle Ausgaben rund um die Lernerei quasi anschreiben lassen. Sobald du dann richtig Geld verdienst, kannst du die gesammelten Verluste dann absetzen- und so ordentlich Steuern sparen. Das Ganze nennt sich Verlustvortrag.

Und es kommt noch besser: Für die Abgabe hast du Zeit. Viel Zeit. Ganze sieben Jahre! Heißt also, dass dein Antrag auf die gesonderte Verlustfeststellung aus dem Jahr 2016 erst 2023 beim Finanzamt sein muss. Oder auch, dass du in 2017 noch deinen Antrag auf Verlustvortrag aus dem 2010 beim Finanzamt abgeben kannst.

Antrag abgelehnt? Einfach Einspruch beim Finanzamt einlegen

Leider stemmt sich das Finanzamt gerne gegen die Spielregeln  und lehnt solche Anträge ab. Begründet wird es dadurch, dass angeblich eine Frist verpasst wurde. Dann steht in dem Ablehnungsbescheid folgender Passus „Eine Antragsveranlagung kommt nicht in Betracht, weil die Festsetzungsfrist von 4 Jahren überschritten ist.” Lass dich davon nicht beirren, das ist nämlich falsch!

Hier hilft es, einfach Einspruch einzulegen. Dafür hast du einen Monat Zeit. Maßgebend ist hier das Datum oben rechts auf dem Ablehnungsschreiben. In diesem Einspruch weist du darauf hin, dass du mit deiner Steuererklärung keinen Antrag auf Einkommensteuerveranlagung eingereicht hast. Sondern eben einen Antrag auf gesonderte Verlustfeststellung stellen wolltest. Dies akzeptiert das Finanzamt dann meist anstandslos.

Bekommst du Steuern zurück? Teste doch einfach online!

Du bist noch in Ausbildung und weißt nicht, ob sich bei dir die Abgabe einer Steuererklärung überhaupt lohnt? Und wieviel Steuern du zurückholen kannst? Teste es doch einfach: Mit WISO steuer:Web. Geht’s um die Erklärungen ab 2013, gibst du im hier einfach all deine Zahlen ein und lässt berechnen, ob sich eine Abgabe lohnt. Zum Testen der 2012er Erklärung nutzt du am besten das internetsparbuch. Zeigt das Programm eine Erstattung an? Glückwunsch! Dann heißt es: Schnell die Erklärung beim Finanzamt abgeben und auf deine Steuererstattung warten. Denn schließlich zählt jeder Euro!

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Ein Gedanke zu „Deadline 31.05.: Gilt
die Abgabefrist auch für dich?“

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