Du bist Student und willst die Semesterferien nutzen, um deine klamme Kasse aufzubessern? Aber du hast keine Lust, deine hart verdienten Euros mit dem Finanzamt zu teilen? Wir zeigen dir, was du beachten musst, damit keine Lohnsteuer und sonstige Beiträge anfallen.

Du verdienst dir in deiner Freizeit ein paar Euro hinzu? Damit bist du nicht allein: etwa zwei Drittel aller Studenten gehen nebenbei noch arbeiten. Doch fallen Steuern auf deine hart erarbeitenden Einnahmen an? Und was ist mit Sozialversicherung und Co?

Sonderstatus bei der Steuer? Gibt’s nicht für Studenten

Für Studenten gelten die gleichen Regeln wie für alle Steuerzahler: Maßgeblich bei der Steuer ist der so genannte Grundfreibetrag. Dieser beträgt in 2017 8.820 Euro. (2016: 8.652 Euro). Jeder Euro, den du mehr als diesen Freibetrag verdienst hast, musst du versteuern. Ist aber nicht per se negativ. Denn in der Steuererklärung kannst du alle Ausgaben, die du in Zusammenhang mit deinem Job hattest, von der Steuer absetzen. Das sind dann so genannte Werbungskosten.

Studenten mit normalem Minijob haben es am einfachsten: Ihr Arbeitgeber zahlt die Steuern pauschal. Damit ist die Sache mit der Steuer für dich als Student erledigt.

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Versicherungen: Jobbst du während dem Studium oder in den Semesterferien?

Zurück lehnen kannst du dich, wenn du nur in den Semesterferien deine Euros verdienst. Denn wenn du in der vorlesungsfreien Zeit einer so genannten kurzfristigen Beschäftigung nachgehst, ist alles paletti: du bist von jeglichen Abgaben befreit. Dabei ist egal, wie hoch deine Einnahmen und deine wöchentliche Arbeitszeit sind. Voraussetzung ist nur, dass du maximal drei Monate bzw. 70 Tage im Jahr arbeitest. Bei mehreren Ferienjobs innerhalb von einem Jahr werden diese jedoch zusammengerechnet.

Gehst du während deines Studiums einem Nebenjob nach? Wenn du dabei mehr als 20 Stunden arbeitest, fallen Beiträge zur Kranken- Pflege- und Arbeitslosenversicherung an. Arbeitest du hingegen weniger als 20 Stunden, musst du grundsätzlich keine zusätzlichen Beiträge für Versicherungen zahlen.

Rentenversicherung und Nebenjob: was gilt wann?

Hast du auch neben deinen Vorlesungen eine geringfügige Beschäftigung, verdienst also nicht mehr als 450 Euro im Monat? Dann zahlt dein Arbeitgeber grundsätzlich eine Pauschale in die Rentenversicherung ein. Du kannst dich jedoch auf Antrag von diesen Beiträgen befreien lassen. Ob das jedoch sinnvoll ist, musst du selbst entscheiden. Denn durch Pflichtbeiträge aus deinem Nebenjob – wie auch durch freiwillige Beiträge – baust du bereits während deines Studiums rentensteigernde Ansprüche auf. Kurzum: Jeder eingezahlte Euro kommt deiner späteren Rente zu Gute.

Du hast gleich mehrere Mini-Jobs nebeneinander? Hier gilt das gleiche wie bei einem Job auch: Wenn du damit nicht mehr als 450 Euro im Monat verdienst, fallen keine Beiträge an.

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Tipp: Pass auf dein BAföG auf!

Du beziehst BAföG? Hier solltest du die Jahresgrenze von 5.400 Euro im Auge behalten. Denn das Einkommen aus deinem Nebenjob wird grundsätzlich angerechnet! Daher solltest du nicht mehr als 450 Euro monatlich dazu verdienen. Sonst musst du entweder BAföG zurückzahlen oder dir werden die Zahlungen im nächsten Jahr gekürzt.

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