Alle Ausgaben, die sie rund um ihren Beruf haben, können Angestellte absetzen: Als Werbungskosten in der Anlage N der Steuererklärung. Doch oftmals werden die Kosten auf mehrere Jahre aufgeteilt. Warum eigentlich? Wir zeigen Ihnen, was Sie wissen müssen.

Wann ist ein Gegenstand ein Arbeitsmittel?

Voraussetzung für die volle steuerliche Anerkennung ist, dass Sie das Arbeitsmittel so gut wie ausschließlich für berufliche Zwecke verwenden. Das ist der Fall, wenn Sie das Arbeitsmittel nur bis zu 10 Prozent für private Zwecke mit nutzen. Liegt der Anteil der privaten Nutzung darüber, müssen Sie den Kaufpreis in einen abzugsfähigen beruflichen und einen nicht abzugsfähigen privaten Anteil aufteilen.

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Was ist ein geringwertiges Wirtschaftsgut?

Grundsätzlich können Sie Ausgaben für Dinge, die Sie beruflich brauchen, in dem Jahr absetzen, in dem Sie sie gezahlt haben. Doch wenn Ihre Anschaffungen einen gewissen Kaufpreis übersteigen, müssen Sie die Kosten auf mehrere Jahre verteilen. Dies geschieht im Rahmen einer Abschreibung.

Ausnahme hierbei stellen die geringwertigen Wirtschaftsgüter da, auch GWG genannt. Hier haben Sie die Wahl:

  • So können Sie entweder den kompletten Preis im Jahr der Zahlung bei der Steuererklärung absetzen.
  • Oder Sie können die Kosten auf Ihre gewöhnliche Nutzungsdauer verteilen.

Perfekt! Denn So können Sie Ihre Steuerersparnis ganz einfach selbst steuern: Hatten Sie bereits viele Ausgaben für Ihren Beruf in diesem Jahr? Dann setzen Sie am besten das Arbeitsmittel als GWG in diesem Jahr in voller Höhe an. Das mindert Ihre Steuerersparnis umso mehr.

In WISO steuer:Web können Sie direkt bei Eingabe der Daten auswählen, wie Sie den Abzug der Kosten wünschen.

Voraussetzungen für ein GWG: Selbständig nutzbar

Wichtigste Voraussetzung für den steuerlichen Abzug eines geringwertigen Wirtschaftsguts ist die Selbständigkeit. Das heißt, der gekaufte Gegenstand muss ganz alleine für sich nutzbar sein. Paradebeispiele, bei denen dies nicht der Fall ist, sind Drucker, Scanner und Monitor – eben die meisten Geräte, die an einen Computer angeschlossen werden.

Ist der Gegenstand nicht selbständig nutzbar, muss er – egal wie hoch die Anschaffungskosten sind – über den Zeitraum der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben werden.

Kein sofortiger Abzug? Über diese Dauer müssen Sie abschreiben

ArbeitsmittelNutzungsdauer
Aktenvernichter5
Büromöbel10
Computer, Drucker, Scanner4
Fax5
Kopierer5
Software3
Telefon6
Smartphone4

Kein GWG? Über diese Dauer können Sie die Kosten aufteilen

Abschreiben können Sie alle Kosten, die Sie aufgewendet haben, um den Gegenstand zu erlangen und in Betrieb zu nehmen. Dazu gehören auch die Fahrtkosten zum Kauf von Arbeitsmitteln und Transportkosten.

Was sind typische GWG’S?

  • Laptop
  • Multifunktionsdrucker
  • Kleinmöbel
  • Telefon / Smartphone
  • Stuhl
  • Faxgerät
  • Schreibtischlampe

410 Euro netto oder 487,50 Euro brutto

Die zweite Hürde, um in den Genuss eines sofortigen Abzuges zu kommen: der Preis darf nicht allzu hoch sein. Die Anschaffungskosten des Gegenstandes dürfen 410 Euro OHNE Umsatzsteuer nicht übersteigen. Der Bruttowert mit Umsatzsteuer ist hier 487,50 Euro. Teurere Wirtschaftsgüter müssen Sie im Rahmen der Abschreibung über mehrere Jahre auf die typische Nutzungsdauer des Gegenstandes verteilen.

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Neue Werte ab 2018!

Ab 2018 erhöhen sich die Werte: Dann können Sie Wirtschaftsgüter bis zu einem Nettowert von 800 Euro bzw. Brutto bis 952 Euro sofort im Jahr des Kaufes von der Steuererklärung absetzen.

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