Das bisschen Haushalt macht sich von allein. Oder eben nicht! Doch wer sich bei unliebsamen Aufgaben wie Fensterputzen oder Schneeschieben unterstützen lässt, kann damit auch noch Steuern sparen.

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Aufwendungen für die Haushaltshilfe absetzen

Unter folgenden Bedingungen gibt’s die Steuerersparnis: Sie lassen von jemanden Arbeiten erledigen, die üblicherweise in einem Haushalt anfallen. Das sind zum Beispiel: Kochen, Putzen, Wäsche waschen und bügeln. Aber auch die Betreuung von Kindern über 14 und pflegebedürftigen Personen fällt hierunter.

Die Arbeiten müssen in Ihrem Privathaushalt erledigt werden. Das betrifft Ihre Hauptwohnung aber auch Zweitwohnsitze und Ferienwohnungen. Ihr Haushalt hört nicht an der Haustür, sondern erst an der Grundstücksgrenze auf. So sind auch Rasen mähen, Kehren und Winterdienst haushaltsnahe Tätigkeiten.

Eine Ausnahme gilt beim Winterdienst: Kosten hierfür mindern Ihre Steuer auch dann, wenn Sie den Gehweg vor Ihrem Haus räumen lassen. Denn hierzu sind Sie verpflichtet und somit gehört der Gehweg nur in diesem Fall noch zu Ihrem Haushalt.

Welche Kosten als haushaltsnahe Dienstleistungen Ihre Steuer mindern

Nur die Lohnkosten können Ihre Steuer mindern. Aber abzugsfähig ist nicht nur der reine Lohn, sondern auch Fahrtkosten und sogenannte Maschinenstunden. Die Kosten für Arbeits- und Verbrauchsmaterial können Sie nicht absetzen.

Wie viel Prozent Ihrer Aufwendungen sind abzugsfähig?

Wenn Sie eine Firma mit den haushaltsnahen Dienstleistungen beauftragen können Sie 20 Prozent der genannten Lohnkosten plus Umsatzsteuer geltend machen. Weitere Bedingung an dieser Stelle: Sie müssen eine Rechnung erhalten haben. Auf der Rechnung muss der Lohnanteil offen erkennbar sein. Es darf sich also nicht um einen Gesamtbetrag für alles handeln. Zu guter Letzt müssen Sie den Rechnungsbetrag überwiesen oder elektronisch bezahlt haben. Bei Barzahlung gibt’s keine Steuerersparnis.

Was Sie als Arbeitgeber absetzen können

Haben Sie jemanden selbst angestellt und es handelt sich nicht um einen Minijob? Dann können Sie 20 Prozent der Arbeitskosten von der Steuer abziehen. Arbeitskosten bedeutet hier der ausgezahlte Lohn. Aber auch die von Ihnen abzuführenden Sozialversicherungsbeiträge fallen hierunter. Überdies muss der Lohn direkt auf das Konto der angestellten Person überwiesen werden.

Für haushaltsnahe Dienstleistungen als auch Beschäftigungsverhältnisse gilt ein gemeinsamer Höchstbetrag. Mehr als 4.000 Euro Steuerersparnis pro Jahr und Steuererklärung sind insgesamt nicht drin.

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Hilfe im Haushalt per Minijob

Haben Sie jemanden als Mini-Jobber in ihrem Privathaushalt angestellt, zahlen also bis zu 450 Euro Lohn im Monat? Dann besteht die Möglichkeit eines weiteren Abzugs mit Ihrer Steuererklärung: Auch hier beträgt die Steuerminderung 20 Prozent der Lohnkosten. Den Abzug erhalten Sie auch, wenn Sie den Lohn bar auszahlen. Zu den Lohnkosten gehören auch die an die Knappschaft Bahn-See abgeführten Sozialabgaben. Die Steuerermäßigung beträgt bis zu 510 Euro. Diese wird jedoch zusätzlich zur Steuerermäßigung für normal Angestellte und Dienstleistungen gewährt.

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