Alle Jahre wieder heißt es für Sie: Herbstputz! Das fallende Laub muss beseitigt werden und sorgt für viel Arbeit sowohl im Garten als auch auf den Straßen. Gern gibt der eine oder andere diese unliebsame Aufgabe an den Fachmann ab. Und es lohnt sich, denn bestimmte Kosten trägt das Finanzamt mit.

Fegen lassen und bis zu 4.000 Euro Steuern im Jahr sparen

Wer einen externen Dienstleister mit der Entsorgung des abgeworfenen Laubs beauftragt, kann sich einen Teil vom Fiskus zurückholen. Stichwort: haushaltsnahe Dienstleistung.

Als solche gelten Leistungen, die regelmäßig anfallen, üblicherweise von einem Familienmitglied erledigt werden und in Ihrem Haushalt stattfinden. Neben der Hauptwohnung, werden auch ein Zweitwohnsitz oder die Ferienwohnung akzeptiert, sofern diese von Ihnen selbst genutzt werden.

Bis zu 20.000 Euro im Jahr dürfen Sie an Ausgaben für Lohnkosten, Maschinenkosten sowie zugehörige Fahrtkosten geltend machen. Davon können Sie 20 Prozent direkt von der Steuerschuld abziehen. Insgesamt winkt dann eine Steuerersparnis von bis zu 4.000 Euro.

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Zahlen Sie unbar!

Damit das Finanzamt die Kosten für die Laubentsorgung akzeptiert, müssen Sie eine Rechnung vorlegen. Doch Achtung: Grünes Licht bekommen Sie nur, wenn Sie diese per Überweisung begleichen. Denn Barzahlungen werden steuerlich nicht gefördert. Auch reicht eine Quittung nicht aus!

Achten Sie unbedingt darauf, dass die Posten aufgeschlüsselt sind. Der Lohnanteil und andere Kosten müssen aus der Rechnung hervorgehen, nicht nur der allgemeine Gesamtbetrag. Die schriftliche Rechnung sollte folgende Angaben enthalten:

  • Auftraggeber
  • Auftragnehmer
  • Art und Inhalt der Leistung
  • Datum
  • Entgelt

Ratsam wäre zudem zu prüfen, wie weit Sie ihre die Möglichkeiten zum Steuerabzug bereits wahrgenommen haben. Wenn Sie die Höchstsumme überschreiten: verhandeln Sie! Versuchen Sie einen Teil des Betrages ins neue Jahr zu verlegen. Denn für das Finanzamt ist das Datum der Überweisung entscheidend, nicht das der Arbeiten.

Das gefallene Laub: Wer kann es absetzen?

Als Mieter beauftragen Sie entweder den Fachmann selbst oder Ihr Vermieter erledigt das und legt die Kosten per Nebenkostenabrechnung auf Sie um. Diese können Sie dann als haushaltsnahe Dienstleistungen dem Finanzamt in Rechnung stellen.

Ähnliches gilt, wenn Sie Teil einer Wohnungseigentümergemeinschaft sind: Sie können die Kosten teilweise geltend machen. Achten Sie darauf, dass die gesamten Kosten detailliert aufgeführt sind und Ihrer Wohneinheit genau zugeordnet sind.

Als Vermieter gehen Sie leer aus. Nicht ganz: Zwar können Sie die Laub-Entsorgung nicht im Rahmen der haushaltsnahen Dienstleistungen geltend machen, wenn Sie den Fachmann jedoch selbst bezahlen, sind Ihre Ausgaben als Werbungskosten für „Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung“ abzugsfähig.

Haushaltsnah – wo ist hier bitte die Grenze?

Sie kennen das bestimmt: ein Laubteppich auf dem Boden ist eine Gefahr für Passanten. Deshalb sind Sie als Mieter oder Eigentümer in der Pflicht, auch die öffentlichen Gehwege vor Ihrem Haus sauber zu halten. Ob das die Blätter vom Nachbarbaum sind, spielt dabei keine Rolle.

Doch was ist mit den Kosten für die Straßenreinigung, bleiben Sie darauf sitzen? Nein, so entschied es der Bundesfinanzhof bereits 2014. Diese Ausgaben, können Sie ebenfalls als haushaltsnahe Dienstleistungen in der Steuererklärung angeben (BFH, Az. VI R 56/12).

Derweil sorgt der Begriff „haushaltsnah“ für Diskussionen. Die die Finanzämter vertreten hier nämlich andere Ansichten. Trotz der Rechtsprechung beharren sie darauf, dass die Grenzen des Haushalts ausnahmslos durch die Grenzen des Grundstücks abgesteckt sein müssen.

Sollten Sie einen Korb kassieren, scheuen Sie sich nicht, Einspruch einzulegen.

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