Yes! Endlich selbstständig. Unabhängig. Frei. Wir haben die wichtigsten Tipps rund um Steuern und Finanzamt für dich zusammengefasst.

Du bist gerade fertig mit Ausbildung oder Studium und hast direkt den Sprung in die Selbständigkeit gewagt? Herzlichen Glückwunsch! Gerade am Anfang ist die Handhabe mit dem Thema Steuern ungewohnt. Vorauszahlungen hier, Fragebogen da. Wir haben die wichtigsten Tipps für dich, damit du auch noch in ein paar Jahren erfolgreich und selbstständig im Business stehst.

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Fragebogen zur steuerlichen Erfassung

Du hast den ersten Schritt gewagt- und deine Selbständigkeit beim Gewerbeamt angemeldet. Dann erschrick nicht, wenn du gleich in den nächsten Tagen Post vom Finanzamt bekommst. Die Finanzbeamten bekommen automatisch eine Kopie deiner Gewerbeanmeldung und schicken dir sodann den „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ zu. Diesen füllst du aus und schickst ihn binnen der angegebenen Frist wieder ans Finanzamt.

Den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung kannst du dir vorab auch schon hier herunterladen. 

Die Ausfüllhilfe zum Fragebogen zur steuerlichen Erfassung kannst du hier herunterladen.

Welche Steuern kommen auf dich zu?

Du bist nun selbstständig- und Steuern von nun an dein stetiger Begleiter. Du musst nun entweder drei oder zwei Steuerarten zahlen:

  • Einkommensteuer (oder Körperschaftsteuer bei einer GmbH oder UG)
  • Umsatzsteuer
  • Gewerbesteuer (Freiberufler sind hiervon befreit)

Für alle drei Steuerarten musst du eine Steuererklärung erstellen. In diesen teilst du dem Finanzamt deine Umsätze und Gewinne mit. Anschließend bekommst du einen Steuerbescheid, mit dem dir das Finanzamt mitteilt, wie viel Geld du zu zahlen hast.

Einkommensteuer: Ab jetzt per Vorauszahlung

Die Einkommensteuer kennst du vielleicht schon, wenn du mal freiwillig eine Steuererklärung abgegeben hast. Neu: Du bist jetzt verpflichtet, jedes Jahr deine  Einkommensteuererklärung beim Finanzamt einzureichen. Die Erklärung für 2018 muss bis zum 31. Juli 2019 beim Finanzamt sein.

Neben der Steuererklärung will das Finanzamt jetzt auch Einkommensteuer-Vorauszahlungen von dir. Diese musst du zahlen, sobald deine Steuerschuld mindestens 400 Euro pro Jahr beträgt. Durch den Grundfreibetrag kannst du aber etwa 1.000 Euro im Monat verdienen, ohne Einkommensteuer zahlen zu müssen.

Die Vorauszahlungen musst du quartalsweise zahlen. Die genaue Höhe legt dann das Finanzamt fest. Sie ist abhängig von deinen persönlichen Merkmalen und Kosten.

Daneben gibt es noch die Körperschaftsteuer. Sie ist quasi die Einkommensteuer für Kapitalgesellschaften. Für sie gelten die gleichen Regeln wie für die Einkommensteuer – mit der Ausnahme, dass es keinen Grundfreibetrag gibt und bereits der erste Euro Gewinn versteuert werden muss.

Vorauszahlungstermine für die Einkommensteuer

Diese sind jedes Jahr am

  • 10. März, 10. Juni, 10. September und 10. Dezember

Umsatzsteuer: Kleinunternehmer oder nicht?

Komplett neu wird dir nun die Umsatzsteuer sein. Hier kannst du zu allererst entscheiden, ob du etwas mit ihr zu tun haben willst oder nicht. Mit der so genannten Kleinunternehmerregelung kannst du dich nämlich vollkommen von der Umsatzsteuer befreien lassen.

Doch hier gibt es eine Grenze: Dauerhaft ist dies nur möglich, wenn du jährlich Umsätze von unter 17.500 Euro hast. Nicht gerade viel – und somit für hauptberufliche Freelancer eher keine Option.

Daher wirst du dich wohl mit der Umsatzsteuer anfreunden müssen. Wie bei der Einkommensteuer musst du auch hier Vorauszahlungen leisten: Bei einer Umsatzsteuerschuld von 1.000 bis 7.500 Euro pro Jahr sind quartalsweise Vorauszahlungen fällig. Erst bei einer Umsatzsteuerschuld von über 7.500 Euro pro Jahr musst du monatlich einen Betrag ans Finanzamt überweisen. Liegt deine Umsatzsteuerschuld unter 1.000 Euro, musst du gar keine Vorauszahlungen leisten.

Vorauszahlungstermine für die Umsatzsteuer

Quartalsweise Voranmeldung: 10. Januar, 10. April, 10. Juli und 10. Oktober (mit Dauerfristverlängerung jeweils einen Monat später)

Monatliche Voranmeldung: jeder 10. Im Monat für den Vormonat (mit Dauerfristverlängerung jeweils einen Monat später)

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