Überlegen Sie mal kurz: wie oft sind Sie in Ihrem Leben bereits umgezogen? Statistisch gesehen wechselt der Deutsche alle sieben Jahre seinen Wohnsitz. Doch wussten Sie, dass sich auch der Fiskus als Umzugshelfer beteiligt?

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Die Frage aller Fragen ist hierbei: War der Grund für den Umzug beruflich oder privat? Die Antwort entscheidet über die Höhe der steuerlichen Anerkennung. Denn: Wenn Sie aus Jobgründen umziehen, bekommen Sie mehr Steuern erstattet als bei einem rein privaten Umzug.

Egal ob Jobwechsel oder Pendler: Hauptsache beruflich

Umzug des Jobs wegen? Gründe gibt es viele. Eine neue Arbeitsstelle. Eine Versetzung. Oder einfach keine Lust mehr auf die tägliche Pendelei. Das Gute daran: das Finanzamt beteiligt sich an den Kosten. Zumindest meistens.

Doch Vorsicht: Pendler beäugt der Fiskus gerne kritisch. Faustregel für den Abzug als Werbungskosten: die Fahrtzeit zum Arbeitsplatz muss sich um mindestens eine Stunde am Tag verkürzen. Außer Sie können nun bequem zur Arbeit laufen – dann kann die Zeitersparnis auch geringer sein.

Bei Berufsanfängern scheut sich das Finanzamt gerne, wenn der Jobneuling frühzeitig in die Nähe seines neuen Arbeitgebers zieht. Daher unser Tipp: erst Arbeitsvertrag unterschreiben, dann umziehen.

Packen, Miete, Telefon – das können Sie absetzen

Vor einem Umzug sollten Sie Buch führen – und alle Kosten peinlichst genau aufschreiben. Dann ist’s im nächsten Jahr umso einfacher mit der Aufstellung der relevanten Kosten. An folgenden Ausgaben beteiligt sich der Fiskus:

  • Ausgaben rund um Einpacken, Auspacken und Verladen
  • Transportkosten
  • Reisekosten um den Umzug vorzubereiten
  • Mietentschädigung für max. sechs Monate, wenn für die bisherige und die neue Wohnung gleichzeitig Miete gezahlt werden musste
  • Makler – und Besichtigungskosten
  • Auslagen für umzugsbedingten Nachhilfe für die Kinder (Abzug max. 1.841 Euro je Kind)
  • sonstige Auslagen rund um den Umzug wie z. B. Ummeldungsgebühren, Telefonanschlusskosten, Installation von Küchengeräten und Lampen etc.

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Für die Faulen: Pauschaler Abzug

Auch ohne Nachweis können Sie sparen- mit der Umzugspauschale. Setzen Sie diese einfach bei den Werbungskosten an. Wichtig hierbei ist der Tag, an dem der Umzug beendet wurde.

Umzug vom 01.01.2015-28.02.2016

  • Single: 730 Euro
  • Verheiratete: 1.460 Euro
  • Erhöhungsbetrag pro Kind und sonstige Angehörige: 322 Euro

Umzug ab 01.03.2016

  • Single: 746 Euro
  • Verheiratete: 1.493 Euro
  • Erhöhungsbetrag pro Kind und sonstige Angehörige: 329 Euro

Rein privater Umzug? Auch absetzbar!

Ihr Umzug ins neue Heim hatte absolut nichts mit Ihrem Job zu tun? Der Werbungskostenabzug ist hier nicht möglich. Aber wenn Möbelpacker am Werk waren, können Sie das geltend machen – als haushaltsnahe Dienstleistung. Vom Rechnungsbetrag der Umzugsfirma sind 20 Prozent – maximal 4.000 Euro absetzbar.

Wichtig hierbei: Barzahlung erkennt das Finanzamt nicht an. Bezahlen Sie daher den Rechungsbetrag unbedingt per Überweisung.

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