Kindergeld, Altersrente oder Arbeitszimmer:  Neue Gesetze und Urteile sorgen dafür, dass sich das Steuerrecht ständig ändert. Was sich für Sie in der Steuererklärung 2017 ändert, lesen Sie hier.

Familie und Kinder

Das Kindergeld wurde für 2017 um 2 Euro erhöht: Eltern erhalten jetzt für das erste und zweite Kind je 192 Euro im Monat, für das dritte Kind 198 Euro und für jedes weitere 223 Euro.

Der Kinderfreibetrag steigt um 108 Euro auf jetzt 4.716 Euro. Bei Einzelveranlagung steht jedem Elternteil für 2017 ein Freibetrag in Höhe von 2.358 Euro zu.

Unterhaltsleistungen: Der Höchstbetrag für Leistungen an bedürftige Personen wurde für 2017 ebenfalls um 168 Euro auf 8.820 Euro angehoben.

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Alter und Rente

Gesetzliche Altersrente: Der steuerpflichtige Anteil steigt 2017 für Neurentner um zwei Prozentpunkte auf 74 Prozent.

Der Versorgungsfreibetrag beträgt ab 2017 nur noch 20,8 Prozent der Pension oder Betriebsrente, höchstens 1.560 Euro. Der Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag sinkt auf 468 Euro.

Der Altersentlastungsbetrag beträgt bei Vollendung des 65. Lebensjahres in 2017 nur noch 20,8 Prozent der Einkünfte, höchstens 988 Euro.

Altersvorsorge-Aufwendungen sind für 2017 zu 84 Prozent als Sonderausgaben absetzbar.

Beiträge zur Basisversorgung: Der Höchstbetrag des Sonderausgaben-Abzugs steigt ab 2017 um 595 Euro auf 23.362 Euro.

Werbungskosten

Die Umzugskostenpauschale steigt ab 1. Februar 2017: für Verheiratete von 1.493 Euro auf 1.528 Euro und für Ledige von 746 Euro auf 764 Euro. Je weiterer Person können Sie dann 337 Euro statt bisher 329 Euro in der Steuererklärung ansetzen. Für Umzüge ins Ausland steigen die Pauschalen um 2,35 Prozent.

Auslandsreisen:Die Pauschbeträge für Auslandsreisen wurden wieder angepasst. Die Beträge für 2017 lesen Sie hier.

Arbeitszimmer: Nach einem BFH-Urteil gilt der Höchstbetrag von 1.250 Euro jetzt pro Person und nicht mehr je Arbeitszimmer. Ehepaare, die ein gemeinsames Arbeitszimmer nutzen, profitieren davon.

Sonstiges

Der Grundfreibetrag steigt für 2017 um 168 Euro von 8.652 Euro auf 8.820 Euro. Als Ausgleich der kalten Progression werden zusätzlich die Eckwerte des Steuertarifs um 0,73 Prozent angehoben. Der Eingangssteuersatz bleibt konstant bei 14 Prozent.

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Zumutbare Belastung: Die Berechnung wird nach neuer BFH-Rechtsprechung zugunsten aller Steuerzahler geändert. Mehr Infos dazu lesen Sie hier.

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Anlagen und Belege

Neue Anlage: Ergänzende Angaben zur Steuererklärung, z.B. wenn die Rechtsauffassung des Bürgers von der des Finanzamts abweicht.

Belege fordert das Finanzamt nur noch bei Bedarf an. Von sich aus müssen Sie nun keine mehr einreichen. Aus der Vorlagepflicht wird damit eine Aufbewahrungspflicht.

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