Sie haben gerade einen neuen Arbeitsvertrag unterschrieben? Glückwunsch! Und wer arbeitet, kann auch Urlaub machen. Doch welchen Urlaubsanspruch haben Sie im neuen Unternehmen noch im Jahr 2017? Natürlich haben Sie wie jeder andere Arbeitnehmer auch das Recht auf bezahlte Freizeit. Doch: Laut Bundesurlaubsgesetz müssen Sie sich sechs Monate gedulden, bis Sie Anspruch auf den gesamten Jahresurlaub haben.

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Urlaubsanspruch wird in 2017 anteilig berechnet

Das heißt aber nicht, dass Sie vorher keinen Urlaub nehmen dürfen! Für jeden vollen Monat, den Sie im Betrieb sind, dürfen Sie ein Zwölftel ihres Jahresurlaubs geltend machen. Fangen Sie also zum Beispiel Anfang Januar an und haben 30 Tage Jahresurlaub, dann dürfen Sie im April acht Tage der Arbeit fernbleiben. Bruchteile von Urlaubstagen, die mindestens einen halben Tag ergeben, werden dabei auf einen vollen Tag aufgerundet.

Pro Monat ein Zwölftel vom Jahresurlaub

Dasselbe gilt, wenn Sie vor Ablauf der Wartezeit oder innerhalb der ersten Jahreshälfte aus dem Arbeitsverhältnis ausscheiden: Auch dann steht Ihnen für jeden vollen Monat, den Sie gearbeitet haben, ein Zwölftel des Jahresurlaubs zu.

Gehen Sie erst in der zweiten Jahreshälfte, können Sie laut Gesetz den kompletten Jahresurlaub beanspruchen. Dieses Recht kann jedoch durch Arbeits- und Tarifverträge eingeschränkt werden. Wenn es dort entsprechende Regelungen gibt, kann der Urlaub auch bei einem Ausscheiden in der zweiten Jahreshälfte anteilig gewährt werden.

Wie viel Resturlaub nehmen Sie mit in das neue Unternehmen?

Bei einem Jobwechsel sind Sie als Arbeitnehmer theoretisch verpflichtet, Ihrem neuen Arbeitgeber eine Bescheinigung vorzulegen: aus dieser muss hervorgehen, wie viele Urlaubstage Sie bei Ihrem alten Unternehmen bereits genommen haben. Im neuen Betrieb haben Sie dann nur noch Anspruch auf den Resturlaub.

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Kompletten Jahresurlaub bereits genommen?

Haben Sie im früheren Unternehmen bereits den kompletten Jahresurlaub genommen? Dann steht Ihnen im neuen Job kein weiterer Urlaub zu – egal, wann Sie dort anfangen.

Soweit die Theorie. Doch Entwarnung: In der Praxis wird so etwas allerdings kaum gemacht. Es ist relativ selten, dass sich ein Unternehmen von einem neuen Mitarbeiter eine Urlaubsbescheinigung zeigen lässt.

Mehr Urlaub für Jobwechsler

Denn im Endeffekt hat mancher Arbeitnehmer infolge eines Jobwechsels einen größeren Urlaubsanspruch, wenn der neue Arbeitgeber keine Urlaubsbescheinigung verlangt beziehungsweise nicht danach fragt, ob man seinen Urlaub schon vom Ex-Arbeitgeber erhalten hat.

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