Bei Arbeitnehmern wird die Einkommensteuer direkt vom Arbeitslohn abgezogen. Ehegatten und Lebenspartner können monatlich mehr rausholen: Mit der richtigen Steuerklasse. Sie haben die Wahl.

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Wie viel Euro verdienen Sie?

Die Wahl zwischen den Steuerklassen-Kombinationen hängt vor allem von dem Gehalt ab, dass Sie und Ihr Ehegatte als Arbeitnehmer verdienen. Also im Unterschied zueinander.

  • Verdienen Sie beide ungefähr gleich viel, ist die Steuerklassen-Kombination IV/IV vorteilhaft.
  • Wenn einer von Ihnen deutlich mehr als der andere verdient, lohnt sich für den bes­ser verdienenden Ehepartner der Wechsel in die Steuerklasse III. Der weniger Verdienende wird dann nach der ungünstigeren Steuerklasse V besteuert.

Steuerklasse IV / IV

Bevor Sie verheiratet waren, hatten Sie und Ihr Partner jeweils Steuerklasse I. Nach der Hochzeit hat jeder Verheiratete automatisch jeder die Lohnsteuerklasse IV. An Ihrem Nettolohn ändert sich dadurch: nichts! Denn die Steuerklassen I und IV haben absolut keine Auswirkung auf Ihren Nettolohn. Wenn Sie dann aber eine Steuererklärung machen und nur Ihre Lohnsteuerbescheinigungen eingeben, bekommen Sie dafür schon eine kleine Erstattung.

Steuervorteil auch für die „Ehe für alle“

Bereits seit 2013 sind eingetragene Lebenspartnerschaften bei der Einkommensteuer mit heterosexuellen Ehepartnern komplett gleichgestellt. Auch sie profitieren vom günstigen Splittingtarif. Dies sogar rückwirkend ab 2001!

Dass nun die „Ehe für alle“ vom Bundestag beschlossen wurde, ändert nichts an den bisherigen Steuervorteilen.

Die Kombination der Steuerklassen III / V

Gehen Sie und Ihr Ehegatte oder Lebenspartner arbeiten, aber Sie verdienen wesentlich mehr? Dann lohnt es sich, wenn Sie die Lohnsteuerklasse III nehmen und Ihr Partner die V. Dadurch erhalten Sie mehr netto. Im Gegenzug wird der Lohn Ihres Partners höher besteuert. Unterm Strich bleiben aber deutlich mehr Geld für Sie beide – und jeder Euro zählt ja schließlich!

Einziger Haken bei der Sache: Sie und ihr Partner müssen nun eine Steuererklärung abgeben. Diese muss bis zum 31. Mai des Folgejahres beim Finanzamt sein. Und Achtung: Durch diese Kombination werden zu wenig Steuern einbehalten. Und diese Lohnsteuer müssen sie meist mit der Steuererklärung nachzahlen.

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Sie sind mitten in der Babyplanung?

Es kann sich aber auch lohnen, dass der weniger Verdienende von Ihnen beiden die Steuerklasse III nimmt. Und zwar wenn Sie Nachwuchs planen. Denn die Höhe des Elterngeldes richtet sich dann nach dem ausgezahlten Netto-Lohn des Arbeitnehmers. Nehmen wir an, die zukünftige Mama hat bisher weniger verdient. Und nach Geburt bleibt sie das erste halbe Jahr zu Hause. Dann erhalten Sie so mehr Elterngeld. Sie zahlen dann zwar auch mehr Steuern, die Sie aber mit der Steuererklärung vom Finanzamt wieder zurückbekommen.

Einer der Ehepartner verdient alles

Geht nur einer von Ihnen arbeiten und der andere bleibt zu Hause? Dann kann der Alleinverdiener die Lohnsteuerklasse III nehmen, ohne eine Nachzahlung fürchten zu müssen. Eine Steuererklärung müssen Sie beide in dem Fall auch nicht abgeben. Es sei denn, der andere bekommt Eltern- oder Krankengeld. Dies ist zwar steuerfrei. Aber die Leistungen erhöhen den Steuersatz auf die übrigen Einkünfte von Ihnen beiden. In dem Fall müssen Sie wieder eine Steuererklärung abgeben.

Steuerklassen IV/IV mit Faktor

Ein Mittelweg für verheiratete Arbeitnehmer ist das sogenannte Faktorverfahren. Dann bekommen Sie beide die Steuerklasse IV. Außerdem berechnet das Finanzamt einen Faktor. Der sorgt dafür, dass Ihre Lohnsteuer ein paar Euro niedriger ist. Sie sparen also nicht so viel wie bei der Kombination III/V. Vorteil hingegen ist, dass Sie dann auch bei der Steuererklärung nichts nachzahlen müssen. Eine Steuererklärung dürfen Sie aber trotzdem abgeben – und sich die zu viel gezahlte Lohnsteuer vom Finanzamt zurückholen.

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