Klamotten shoppen bis die Karte glüht- und das Finanzamt zahlt. Ein Traum! Wenn nicht sogar DER Frauentraum schlechthin! Und gar nicht mal so abwegig. Denn unter gewissen Voraussetzungen kannst du deine Kleidung tatsächlich von Steuer absetzen.

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Welche Bekleidung ist steuerlich absetzbar?

Wichtigste Bedingung: Bei der Kleidung muss es sich um typische Berufskleidung handeln. Heißt, die Kleidung muss für die Ausübung deines Berufes notwendig sein. Auch wichtig: Die Klamotten trägst du ausschließlich in deinem Job. Beispielsweise wegen ihres Aussehens oder ihrer Eigenschaften. Ein Laborkittel trägt zum Beispiel keiner in der Freizeit. Oder einen Blaumann. Ok, zumindest fast nicht.

Doch was, wenn du die Kleidung theoretisch auch privat tragen könntest? Hier hast du schlechte Karten. Das Finanzamt zückt meist direkt den Rotstift. Den Abzug der Kosten kannst du strikt vergessen. Selbst dann, wenn du die Klamotten tatsächlich nur im Job trägst–und nicht in deiner Freizeit. Daher können beispielsweise Bankgestellte ihre Anzüge und Altenpfleger die weißen Hosen und Shirts nicht absetzen.

Als Berufsbekleidung zählt vor allem:

  • Schutzkleidung in Industrie und Handwerk (z.B. Labormantel, Sicherheitsschuhe, Arbeitshandschuhe),
  • Amtstrachten von Richtern und Anwälten,
  • Uniformen und Dienstkleidung mit Dienstabzeichen,
  • schwarzer Frack bei Orchestermusikern,
  • Rock bei Serviererinnen,
  • schwarzer Anzug bei Leichenbestattern,
  • weiße Berufskleidung bei Ärzten, Piloten, Friseuren, Metzgereimitarbeitern und Sportlehrern,
  • farblich vorgeschriebene Anzüge und Kostüme bei Mitarbeitern einer Fluggesellschaft,
  • Bühnenkleidung bei Künstlern.

Werbungskosten oder Pauschbetrag?

Du trägst typische Berufskleidung? Prima, dann kannst du den gesamten Kaufpreis absetzen. Trag die Summe deiner angeschafften Berufskleidung bei den Werbungskosten ein.

Auch wenn dir deine Berufskleidung kaputtgegangen ist, und du Ersatz kaufen musst, kannst du sparen. Denn selbst Ausgaben für Reparatur und Ersatzkleidung kannst du absetzen. Gut zu wissen: Auch wenn du normale Alltagskleidung auf Arbeit trägst und diese im Job beschädigt wurde, kannst du die Flickkosten in deiner Steuererklärung ansetzen.

Du bist von Natur aus stinkfaul und hast keine Lust auf die Rechnerei? Selbst dann kannst du sparen. Machs dir einfach: trag in der nächsten Steuererklärung den Pauschbetrag ein. Ganze 110 Euro beträgt die Arbeitsmittel-Pauschale im Jahr. Doch aufgepasst! Daneben kannst du den Abzug von tatsächlichen Kosten vergessen. Also entweder Pauschbetrag oder tatsächliche Kosten.

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Wusstest du, dass du sogar die Reinigungskosten deiner Arbeitsklamotten absetzen kannst? Ist zwar ein bisschen Rechnerei, die sich am Ende des Jahres aber durchaus lohnen kann. Um deine Waschkosten auszurechnen, musst du erstmal schätzen: Wieviel Waschgänge an reiner Berufskleidung hattest du im entsprechenden Jahr? Dann multiplizierst du unten genannte Beträge mit der Anzahl der entsprechenden Reinigungsgänge. Gleiches gilt fürs Trocknen und Bügeln. Hast du deine Berufsklamotten zur Wäscherei gebracht? Dann kannst du einfach die tatsächlichen Kosten laut Rechnung absetzen.

 1-Personen-Haushalt2-Personen-Haushalt3-Personen-Haushaltab 4-Personen-Haushalt
Wäsche waschen
Kochwäsche 95 Grad0,77 €0,50 €0,43 €0,37 €
Buntwäsche 60 Grad0,76 €0,48 €0,41 €0,35 €
Pflegeleicht-Wäsche0,88 €0,60 €0,53 €0,47 €
Wäsche trocknen
Ablufttrockner0,41 €0,26 €0,23 €0,19 €
Kondenstrockner0,55 €0,34 €0,29 €0,24 €
Bügeln
Bügeleisen0,07 €0,05 €0,05 €0,05 €

Beispiel: Als Singe kommst du bei 48 Waschgängen im Jahr bei 2,5 kg Kochwäsche mit 0,77 Euro. Zusätzlich 2,5 kg pflegeleichte Wäsche zu 0,88 Euro. Macht insgesamt 198 Euro absetzbare Reinigungskosten (92,40 Euro plus 105,60 Euro).

Viel Spaß beim Shoppen!

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Berufskleidung:
Mehr shoppen, mehr sparen“

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