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Steuererklärung zum Jahresende

Mit Last-minute-Tipps die Steuererstattung optimieren

Advent, Weihnachten, Silvester – wer denkt  zum Jahresende schon an die Steuererklärung? Doch das kann sich auszahlen! Warum es eine gute Idee ist, noch bevor die Korken knallen, die Steuererklärung abzugeben, verraten wir in diesem Beitrag.

Kurz & knapp

  • Mit geplanten Ausgaben lässt sich die Steuererstattung erhöhen
  • Wer jetzt die Steuererklärung auch für frühere Jahre abgibt, kann viel Geld sparen
  • Mit WISO Steuer kannst du viele Daten automatisch eintragen lassen und eine höhere Erstattung vom Finanzamt bekommen

Warum soll ich die Steuererklärung zum Jahresende abgeben?

Advent, Advent, die erste Kerze brennt: Viele sind jetzt damit beschäftigt, Plätzchen zu backen, den Tannenbaum zu schmücken oder Geschenke einzupacken. An die Steuererklärung denkt kaum einer. Doch wenn du noch bis zum Jahresende die Steuererklärung erledigst, kann es nachträglich eine schöne Bescherung vom Finanzamt für dich geben.

Sobald du Einnahmen hast und für das Jahr Steuern gezahlt hast, hast du die Chance auf eine Steuerrückerstattung. Statistisch gesehen, gibt es im Durchschnitt 1.072 Euro vom Finanzamt zurück. Mit WISO Steuer holst du sogar mehr: im Schnitt über 600 Euro mehr als andere Tools. Bist du zum Beispiel Arbeitnehmer ohne weiteres Einkommen, kannst du meist mit einer Erstattung rechnen.

Bis zum 31.12. kannst du aber noch einiges tun, um deine Steuern zu senken:

  • Geschickt Ausgaben einplanen
  • Wichtige Anträge überprüfen und stellen

 

Experten Tipp

Mehrere Erklärungen gleichzeitig abgeben

Bist du nicht verpflichtet, eine bestimmte Frist einzuhalten, kannst du immer eine freiwillige Steuererklärung abgeben. Das Gute: Du darfst in diesem Fall deine Steuererklärungen rückwirkend abgeben – und das bis zu 4 Jahre.

 

Gibst du die Steuer der letzten 4 Jahre zusammen ab, wartet eine ordentliche Rückerstattung auf dich. Achtung: Für das Kalenderjahr 2019 muss deine Steuererklärung noch bis 31.12.2023 beim Finanzamt sein, danach kann sie nicht mehr eingereicht werden.

 

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Mit einer Lizenz kannst du bis zu 5 Steuererklärungen pro Steuerjahr abgeben. Perfekt für Familien und Ehepaare.

5 Tipps für die Steuererklärung zum Jahresende

Dabei gibt es einige Posten, die ein hohes Sparpotenzial bergen. Damit sparst du nicht nur in der Steuererklärung zum Jahresende. Dazu gehören etwa:

Folgende Steuertipps zum Jahresende helfen dabei, die optimale Rückerstattung vom Finanzamt zu bekommen:

1. Zahlungen vorziehen oder aufschieben

Rund um den Job:

Für Arbeitnehmer berücksichtigt das Finanzamt automatisch den sogenannten Arbeitnehmer-Pauschbetrag bei den Werbungskosten. Damit werden von den Einnahmen 1.200 Euro abgezogen. Alles, was darüber hinausgeht, senkt deine Steuer zusätzlich. Es lohnt sich daher, Gegenstände, die du für den Job brauchst, noch in diesem Jahr zu kaufen. Das sind Arbeitsmittel wie zum Beispiel Schreibblöcke, Stifte, Drucker, Computer, Regal und Schreibtisch für die Büroausstattung oder auch Berufskleidung.

Du planst eine Fortbildung? Auch dafür lassen sich die Kosten absetzen. Zahlst du die Gebühren schon in diesem Jahr an, kannst du damit die Steuer senken.

Für die Gesundheit:

Da Behandlungen, Medikamente oder Hilfsmittel oft teuer sind, tendiert man gerne dazu, die Kosten auf mehrere Jahre zu verteilen. Doch es lohnt sich Ausgaben für Zahnbehandlung, Brille für sich und evtl. das Kind in einem Jahr zu parken. Denn damit sich die Gesundheitsausgaben bei der Steuer auswirken, muss ein bestimmter Betrag überschritten sein – die sogenannte zumutbare Belastung. Bis dahin trägt man die Kosten selbst. In diesem Fall gilt daher: je höher die Gesamtausgaben, desto größer die Chance auf eine Rückerstattung.

Rund ums Haus:

Wer Arbeiten im und rund ums Haus von einem Profi erledigen lässt, darf auf Unterstützung vom Finanzamt hoffen. Für Handwerkerleistungen im Haushalt kannst du so 20 Prozent der Lohnkosten direkt von der Steuer abziehen, maximal 6.000 Euro pro Jahr. So lassen sich bis jährlich zu 1.200 Euro sparen. Zu den haushaltsnahen Dienstleistungen zählen beispielsweise Haushaltshilfe, Gärtner oder der Hundesitter. Auch hier werden 20 Prozent von maximal 20.000 Euro im Jahr anerkannt. Der Höchstbetrag liegt dann bei 4.000 Euro.

Stehen in deinem Haushalt noch weitere Arbeiten an? Oder hast du noch offene Rechnungen, die auch später beglichen werden können? Dann lohnt es sich, mit spitzem Stift zu rechnen, wie hoch deine Ausgaben bisher sind. Ist der absetzbare Höchstbetrag ausgeschöpft, solltest du geplante Arbeiten ins nächste Jahr verschieben. Auch die Rechnungen solltest du erst im nächsten Jahr zahlen. Denn für das Finanzamt ist es wichtig, wann dein Konto belastet wurde.

2. Freistellungsaufträge prüfen

Ob Girokonto, Aktien oder Rentenfonds: Auf deine Geldanlagen bezahlst du 25 Prozent Abgeltungssteuer. Doch: Mit dem Sparer-Pauschbetrag 801 Euro pro Jahr bleiben pro Person steuerfrei – wenn du Freistellungsaufträge stellst und diese richtig verteilst. Vor dem Jahresende solltest du genau das überprüfen.

Denn welcher Bank und in welcher Höhe du den Freistellungsauftrag erteilst, darfst du jedes Jahr aufs Neue entscheiden. Prüfe, wo du eine höhere bzw. niedrigere Rendite erwarten kannst und passe den Freistellungsauftrag entsprechend an. Wichtig ist auch, die Freistellungsgrenze nicht zu überschreiten. Denn dann wird das Finanzamt Steuern zurückfordern. Heißt für dich: Steuernachzahlung.

Du hast deine Freistellungsaufträge ungünstig aufgeteilt? Keine Sorge: Die zu viel gezahlte Steuer kannst du über die Steuererklärung wieder zurückholen.

3. Verlustbescheinigung beantragen

Hast du bei deinen Geldinvestitionen auch Verluste hinnehmen müssen? Führst du Depots bei verschiedenen Banken, können diese die Verluste nicht selbst verrechnen. Allerdings kannst du die Verrechnung über deine Steuererklärung beantragen. Dann kann die einbehaltene Abgeltungssteuer erstattet werden.

Wichtig: Dazu brauchst du eine Verlustbescheinigung von der verlustführenden Bank. Für das laufende Jahr kannst du diese noch bis zum 15.12. beantragen. Verpasst du die Frist, kannst du die Verrechnung in der Steuererklärung 2021 zwar nicht mehr machen, allerdings kannst du die Bescheinigung in der nächsten Steuererklärung, also in der Steuererklärung 2022, berücksichtigen lassen.

Übrigens: Mit WISO Steuer kannst du mit deiner Erklärung für 2022 schon jetzt loslegen. Je eher du abgibst, desto schneller bekommst du deine Rückerstattung. Berechne gleich, wie hoch diese ausfällt: Steuererstattung berechnen

Belege einfach verwalten: Belege müssen nicht mit der Steuererklärung geschickt werden. Aber du solltest sie für Nachfragen vom Finanzamt aufbewahren. Nutze hierfür Steuer-Scan und mache einfach ein Foto von deinen Quittungen. Die App lädt dann alles direkt in deine Steuererklärung. So kann nichts verloren gehen.

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Rechnungen einfach per Foto in die Steuer einfügen

Sobald du eine Rechnung bekommst, machst du einfach ein Foto mit dem Smartphone und die App liest das Dokument automatisch als PDF für deine Steuererklärung ein. Wie ein Scanner, nur viel schlauer!

4. Vom Splittingtarif rückwirkend profitieren

Im Dezember noch schnell das Ja-Wort geben? Wer bis zum 31.12. heiratet, kann rückwirkend fürs ganze Jahr Steuern sparen. Klingt berechnend, zahlt sich in der Regel aber kräftig aus. Denn Ehe- bzw. Lebenspartner können von dem sogenannten Splittingtarif profitieren.

Dabei wird das Einkommen von beiden Partnern zusammengerechnet und halbiert. Für diese eine Hälfte berechnet das Finanzamt anschließend die Einkommensteuer. Danach wird die Summe verdoppelt. Das Ergebnis ist die Steuerhöhe, die du und dein Ehe- bzw. Lebenspartner zahlen müsst. Es gilt: Je höher der zusammengerechnete Verdienst und je größer der Gehaltsunterschied, desto mehr zahlt es sich aus.

Achtung: Was bei einer Hochzeit im Dezember nicht möglich ist, ist der rückwirkende Wechsel der Steuerklassen. Für das nächste Jahr kannst du aber ab 01.01. und spätestens bis 30.11. den Wechsel beim Finanzamt beantragen.

5. Nettogehalt ab 2023 erhöhen

Gebühren für die Kinderbetreuung, Krankheitskosten, Fahrtkosten – du hast regelmäßig hohe Ausgaben? Dann lohnt es sich den Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung in Betracht zu ziehen. Stellst du den Antrag schon jetzt beim Finanzamt, profitierst du bereits ab Januar 2023 von einem höheren Nettogehalt.

 

Video: Warum sich die Steuererklärung lohnt

Nicht jeder ist verpflichtet, die Steuererklärung abzugeben. Doch in den meisten Fällen lohnt sich die freiwillige Abgabe. Wir zeigen warum.

Das ist wichtig für die Steuererklärung 2021:

Für das Steuerjahr 2021 gab es einige steuerliche Änderungen. Die wichtigsten im Überblick:

Arbeitsmittel

Für den Job gekaufte Computer, Tablets, Software und Peripheriegeräte wie Drucker dürfen ab 2021 im Jahr des Kaufs voll abgesetzt werden – der Preis spielt dabei keine Rolle. Heißt: In der Steuererklärung gibst du den gesamten Kaufpreis an und musst diesen nicht wie bisher auf mehrere Jahre verteilen. Das gilt natürlich nur, wenn du die Geräte auch zu 100 Prozent für den Job nutzt. Falls nicht, gibst du aber zumindest den beruflichen Anteil bei der Steuer an.

Ausnahme: Smartphones. Wie bisher müssen sie, ebenso wie andere Arbeitsmittel, ab einem Kaufpreis von 952 Euro (800 Euro netto ohne Mehrwertsteuer) über mehrere Jahre nach und nach abgeschrieben werden.

  • Weiterlesen: Computer absetzen: Diese Regeln gelten für PC, Laptop, Bildschirm & Co.

Internet und Telefon im Homeoffice

Die monatlichen Gebühren für Internet, Festnetz und Smartphone kannst du für die Zeit im Homeoffice mit 20 Prozent der Gesamtkosten pauschal in der Steuererklärung angeben. Warst du also mehrere Tage im Monat im Homeoffice, trägst du für diesen Monat die Pauschale bei den Internetkosten ein. Der Höchstbetrag liegt bei 20 Euro pro Monat – ein Steuervorteil von bis zu 240 Euro im Jahr ist also möglich.

Fahrten zur Arbeit

Wer zur Arbeit pendelt, kann für den einfachen Weg zur Arbeit pauschal 0,30 Euro pro gefahrenen Kilometer ansetzen. Insbesondere Fernpendler profitieren ab 2021: Ab dem 21. Kilometer erhöht sich die Pauschale von 0,30 Euro auf 0,35 Euro für den einfachen Weg zur ersten Tätigkeitsstätte. Bis zum 20. Kilometer bleibt die Pendlerpauschale unverändert bei 0,30 Euro.
Für Tage, an denen man von zu Hause arbeiten musste, darf die Pendlerpauschale nicht angesetzt werden. Wer allerdings ein Monats-/Jahresticket für den ÖPNV hatte, das weiterlief, darf die Kosten dafür trotzdem angeben. Und das sogar zusätzlich zur Homeoffice-Pauschale von 5 Euro.

Behindertenpauschbetrag verdoppelt

Menschen mit einer Behinderung haben in der Steuererklärung 2021 einen deutlich höheren Steuervorteil als bisher. Für die Ausgaben im Zusammenhang mit der Behinderung steht ihnen der sogenannte Behindertenpauschbetrag zu. Abhängig davon, wie der Grad der Behinderung (GdB) ist, sind es zwischen 384 Euro und 7.400 Euro. Der Anspruch auf den Pauschbetrag besteht jetzt ab einem GdB von 20.

Höhere Pauschale seit 2021 für die Pflege von Angehörigen

Auch wer für einen Angehörigen die Pflege zum Teil übernimmt, hat Anspruch auf den Pflegepauschbetrag. Sie dürfen allerdings keine Gegenleistungen oder Pflegegeld dafür erhalten. Ab 2021 profitieren sie hierbei von erhöhten Pauschalen und erleichterten Voraussetzungen. Die Höhe des Pauschbetrags richtet sich nach dem Pflegegrad und liegt zwischen 600 Euro und 1.800 Euro. Wer beispielsweise beide Elternteile versorgt, erhält den Pflegepauschbetrag auch zweimal.

Kinderbetreuung

Eltern können die Kinderbetreuung von der Steuer absetzen. Bis zum 14. Lebensjahr des Kindes lassen sich bis zu 2 Drittel der Betreuungskosten von maximal 6.000 Euro pro Jahr als Sonderausgaben abziehen. Für das Jahr 2021 ergeben sich aber noch Besonderheiten im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie:

Betreuung durch die Großeltern, anstatt Kita: Hast du bei der Betreuung deiner Kinder von Oma und Opa Unterstützung bekommen, kannst du den Fahrtkostenersatz für die Großeltern in der Steuererklärung angeben.

Kinderbonus: Im Jahr 2021 erhielten Eltern einen Kinderbonus in Höhe von 150 Euro pro Kind. Die Zahlung ist zwar steuerfrei, muss aber zusammen mit dem normalen Kindergeld in der Steuererklärung angegeben werden. Das gesamte Kindergeld wird mit den steuerlichen Kinderfreibeträgen verglichen. Das bessere Ergebnis für die eigene Steuer gibt es automatisch.

Steuererklärung geht auch einfach

WISO Steuer bietet dir viele Features, mit denen du deine Steuererklärung in Handumdrehen erstellst. Mit vielen praktischen Tipps und Videos unterstützt dich die Software beim Ausfüllen deiner Erklärung – und hilft dir so, die maximale Steuerrückerstattung zu holen.

✅ Für jeden Steuerfall: Ob für Studis, Arbeitnehmer, Kapitalanleger, Hausbesitzer, Rentner oder Selbstständige – du kannst jeden Steuerfall mit WISO Steuer bearbeiten.

✅ Steuererklärung ausfüllen lassen: Mit dem Feature Steuer-Abruf werden Daten, die dem Finanzamt schon vorliegen, von WISO Steuer in die Steuererklärung eingetragen. Ganz automatisch – sogar, wenn ein Beleg sich mal ändert. Das Beste: Der Steuer-Abruf ist für dich kostenlos!

✅ Vom Experten prüfen lassen: Du hast noch Fragen? WISO Steuer unterstützt dich mit dem ProfiCheck. Damit lässt du erfahrene Steuer-Profis deine Erklärung per Video- und Telefontermin auf Herz und Nieren prüfen.

✅ Einfach digital abgeben: Nutze unseren Steuer-Versand. Damit gibst du deine Erklärung mit wenigen Klicks digital beim Finanzamt ab – ganz ohne Papierformulare.

 

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