160.000 Rentner müssen jetzt Steuern zahlen

160.000 Rentner müssen jetzt Steuern zahlen

Schattenseite der Rentenerhöhung


Im Juli steigen die Renten! Das ist erstmal eine gute Nachricht für Senioren. Doch die Erhöhung hat auch ihre Schattenseite: Immer mehr Rentner rutschen in die Steuerpflicht. Nach einem Schreiben des  Bundesfinanzministeriums an den Bundestag werden circa 160.000 Senioren wegen der Rentenerhöhung erstmals eine Steuererklärung abgeben müssen.

Plötzlich steuerpflichtig im Alter

Ein paar Euro mehr Rente – was sich auf den ersten Blick nett und harmlos anhört, kann für viele Senioren zu einem deutlich höheren Aufwand führen. Denn womöglich müssen sie aufgrund der höheren Rente plötzlich eine Einkommensteuererklärung abgeben.

Denn: Übersteigen die Renteneinnahmen im Jahr 2016 den Grundfreibetrag – also das steuerfrei zu stellende Existenzminimum – wird im kommenden Jahr eine Steuererklärung fällig. Für das Jahr 2016 beträgt der Grundfreibetrag 8.652 Euro im Jahr. Allerdings kann die Rente deutlich über diesen Betrag liegen, denn ein gewisser Anteil der Rente bleibt steuerfrei. Die Berechnung hängt vom Jahr des Renteneintritts ab.

Auch Ehepaare, die das Ehegattensplitting bekommen, können eine höhere Rente erhalten ohne Steuern zu zahlen. Senioren sollten prüfen, ob für sie eine Steuererklärung fällig wird. Das zuständige Finanzamt hilft hier weiter.

Hintergrund der Rentenerhöhung

Die Bundesregierung hat nun eine Rentenerhöhung beschlossen. Am 1. Juli 2016 werden die Renten steigen: im Westen um 4,25 Prozent und im Osten um 5,95 Prozent. Dies ist das stärkste Plus seit 23 Jahren.

Durch die Rentenerhöhung wird für das Jahr 2017 mit Steuermehreinnahmen in Höhe von 720 Millionen Euro gerechnet. Denn seit dem Jahr 2005 unterliegen Altersrenten einer stärkeren Besteuerung. Seit der Einführung des Alterseinkünftegesetzes steigt der steuerpflichtige Anteil für jeden neuen Rentnerjahrgang an- jedes Jahr um zwei Prozent.

Bedeutet: Wer im Jahr 2005 oder früher in den Ruhestand gegangen ist, bekommt einen steuerfreien Anteil von 50 Prozent. Neurentner sind in diesem Jahr schon mit einem Anteil von 72 Prozent steuerpflichtig. Jede Rentenerhöhung unterliegt aber zu 100 Prozent der Besteuerung, dadurch rutschen auch Alt-Rentner zunehmend in die Steuerpflicht.

Rentenbescheid und Leistungsmitteilung

Was Sie beim Rentenbescheid und der Leistungsmitteilung sonst noch beachten müssen, erklärt Ihnen unser Video.


Quelle: Bund der Steuerzahler

7 Comments

eigener Kommentar
  1. 4
    R. H.

    Diese Sesselpupser, die sowas entscheiden, sollten mal 45 Jahre schwer arbeiten, anstatt nur im sitzen. Da würde ihnen solche Entscheidungen nicht einfallen. Aber der Dumme ist immer der kleine Arbeitnehmer und Rentner. Die grossen dürfen sich alles erlauben, auch Fehler machen, bekommen dann noch ne Riesenabfindung. Unsereiner würde gleich mal 3 Monate gesperrt werden. Und die sogenannten Manager usw. finden dann noch ein Hintertürchen um keine Steuern zu zahlen oder weniger als sie sollten.
    Armes Deutschland!!!!!!!!!!!!!!!!

  2. 5
    Nacken

    C.N.14.08.2016 um 15.38
    Habe für meine vollen Rentenjahre hart gearbeitet,habe meine 45 Jahre volle Steuer gezahlt, und bekomme von meiner Rente nur 50 % Steuerfrei,es wird aber nur von der niedrigeren Rente von 2005 brechnet (Stichjahr), jede darüber liegende Erhöhung wiid voll Versteuerf !!! Der kleine Mann ist der Dumme, er kann nichts machen, da jede Erhöhung dem Finansamt mitgeteilt wird, armes Deutschland,ohne unseren Rentenanteil kann unser Finansminister nicht seinen Obulus entrichten!! Frage zahlen die in Berlin auch so viel Steuer bei Ihren Freistellung die sie bekommen , davon können wir Rentner nur TRÄUMEN :wir können und dürfen uns ja nicht wehren,
    wie heist es so schön :,, Heut bekommen die Rentner ja soooo viel mehr an Rente“
    nein Danke!!!!!!!!!!!!!!!!!

  3. 6
    B. Stiefel

    Rentner müssen Steuern zahlen, damit die Konzernen Steuererleichterungen bekommen können und ihr Profit steigen kann. Wir leben doch nicht in einer Demokratie (Volksherrschaft) sondern im Kapitalismus.

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