Abgabe der Steuererklärung 2013

Abgabe der Steuererklärung 2013

Was gilt für Sie?


Personen, die keinen Arbeitslohn bezogen haben

Alle Personen, die keinen Arbeitslohn bezogen haben, werden grundsätzlich mit ihren anderen steu­erpflichtigen Einkünften zur Einkommensteuer veranlagt. Sie müssen eine Steuererklärung abgeben, wenn

  • bei zusammen veranlagten Eheleuten/eingetragenen Lebenspartnern der Gesamtbetrag der Einkünfte mehr als den doppelten Grundfreibetrag von 16.260 Euro (ab 2014: 16.708 Euro) beträgt oder
  • bei anderen Personen, zum Beispiel Ledigen oder Verwitweten, der Gesamtbetrag der Einkünfte den Grundfreibetrag von 8.130 Euro (ab 2014: 8.354) übersteigt oder
  • wenn zum Ende des Vorjahres ein verbleibender Verlustvortrag festgestellt wurde.
Wichtig: Auch wenn Sie wegen Überschreitens der oben genannten Einkunftsgrenze eine Steuererklärung abgeben müssen, ergibt sich nicht automatisch eine Steuerschuld. Von dem Gesamtbetrag der Einkünfte können nämlich noch weitere Beträge, wie Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen, abgezogen werden.

Bei der Ermittlung des Gesamtbetrags der Einkünfte sind Kapitalerträge nicht zu berücksichtigen, soweit sie dem abgeltenden Kapitalertragssteuerabzug (Abgeltungsteuer) unterlegen haben.

Rentner sollten die Abgabepflicht prüfen

Renteneinkünfte sind nicht in tatsächlicher Höhe einzubeziehen, sondern nur in Höhe des steuer­pflichtigen Anteils abzüglich der Werbungskosten. Viele Rentner ohne zusätzliche Einkünfte müssen daher tatsächlich keine Steuererklärung abgeben, obwohl Renten grundsätzlich steuerpflichtig sind.

Beispiel

Wenn Sie seit 2005 eine Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung beziehen und bei Renteneintritt 65 Jahre alt waren, müssten Sie 2013 bei Einzelveranlagung eine Rente von mehr als 16.536 Euro beziehen, um zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet zu sein (16.536 Euro Rente x 50 Prozent Besteuerungsanteil, abzgl. Werbungskosten-Pauschbetrag von 102 Euro und Sonderausgaben-Pauschbetrag von 36 Euro = 8.130 Euro, was dem steuerfreien Grundfreibetrag beim Grundtarif entspricht)

Nach der Vergabe der Steueridentifikationsnummer sollten Rentner auf jeden Fall ihre Abgabepflicht prüfen. Da die Rentenversicherungsträger seit Oktober 2009 automatisch die Renten der Finanzver­waltung auf elektronischem Wege mitteilen, nimmt die Finanzverwaltung Abgleiche vor. Rentner, die vom Finanzamt die Steuervordrucke erhalten und unter der Einkünftegrenze liegen, sollten mit ihrem Finanzamt klären, ob nicht zukünftig auf die Abgabe der Einkommensteuererklärung verzichtet werden kann.

Vorsicht auch bei Erbschaft

Erben müssen ebenfalls aufpassen: Hätte der Erblasser (also der Verstorbene) aufgrund der erzielten Einkünfte eine Steuererklärung abgeben müssen, sind die Erben verpflichtet, eine Erklärung für den Erblasser einzureichen. In dieser Erklärung sind alle Einkünfte anzugeben, die vom Erblasser bis zu dem Todestag erzielt wurden und steuerpflichtig waren. Nach dem Todestag erzielte Einkünfte sind von den Erben in ihrer eigenen Steuererklärung anzugeben.

Mehrere Erben müssen gemeinsam einen Bevollmächtigten bestellen, der die steuerliche Abwicklung vornimmt. Unabhängig von einem vorhandenen Bevollmächtigten ist die Erklärung von allen Erben eigenhändig zu unterschreiben. Bis zum Todestag entstandene Steuerschulden des Verstorbenen sind beim Erben als Nachlassverbindlichkeit bei der Erbschaftssteuer abzuziehen (Urteil des BFH, Aktenzeichen II R 15/11).

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