Antrag auf Dauerfristverlängerung

Was gilt bei Zahlung der Umsatzsteuer?


Die Zeit rennt Ihnen davon und die Umsatzsteuer-Voranmeldung ist noch immer nicht fertig? Dann haben wir einen Tipp für Sie: Mit dem Antrag auf Dauerfristverlängerung haben Sie einen ganzen Monat länger Zeit, um die Umsatzsteuer-Voranmeldung abzugeben. Auch die Umsatzsteuer muss dann erst einen Monat später gezahlt werden. Wie das geht und welche Fristen Sie dabei beachten müssen, lesen Sie in diesem Beitrag.

Umsatzsteuer-Voranmeldung

Unternehmer müssen in der Regel Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen. Nur, wer die Kleinunternehmerregelung wählt, ist davon befreit. Alle anderen müssen monatlich oder vierteljährlich eine Umsatzsteuer-Voranmeldung innerhalb einer bestimmten Frist einreichen. Mit der Dauerfristverlängerung haben Sie aber einen ganzen Monat länger Zeit, die Umsatzsteuer-Voranmeldung abzugeben. Auch die Umsatzsteuer muss dementsprechend erst später gezahlt werden. Unterschieden wird hierbei zwischen Monats-, Quartals- und Jahreszahler.

Monats-, Quartals- und Jahreszahler

Je nachdem, ob Sie die Umsatzsteuer-Voranmeldung monatlich, vierteljährlich oder jährlich abgeben müssen, gelten verschiedene Abgabe- und Zahlungsfristen:

 Monatszahler* : die Umsatzsteuer-Voranmeldung wird monatlich abgegeben und gezahlt. Abgabe und Zahlung müssen bis zum 10. nach Ablauf des Monats erfolgen.
 Quartalszahler* : die Umsatzsteuer-Voranmeldung wird vierteljährlich abgegeben und gezahlt. Abgabe und Zahlung müssen bis zum 10. nach Ende des Quartals erfolgen.
 Jahreszahler : Die Umsatzsteuererklärung wird jährlich abgegeben und gezahlt. Bei Abgabe ohne Steuerberater haben Sie bis Ende Juli des Folgejahres/ mit Steuerberater bis Ende Februar des übernächsten Jahres Zeit. Die Zahlung muss innerhalb eines Monats nach Abgabe der Erklärung geleistet werden.

*Monats- und Quartalszahler müssen jährlich zusätzlich eine Umsatzsteuererklärung abgeben (Abgabefristen siehe Jahreszahler). 

Bis wann muss der Antrag auf Dauerfristverlängerung gestellt werden?

Für den Antrag auf Dauerfristverlängerung gibt es keine bestimmte Frist. Wenn die Fristverlängerung für das ganze Jahr gelten soll, sollten sie folgenden Stichtag einhalten:

  • Monatszahler bis 10. Februar
  • Quartalszahler bis 10. April

Geben Sie den Antrag danach ab, so gilt er auch erst danach.

Haben Sie eine Dauerfristverlängerung einmal eingerichtet, gilt sie auch für die folgenden Kalenderjahre. Später kann sie – wenn gewünscht – auch widerrufen werden.

Dauerfristverlängerung Infografik

Einmal zur Kasse, bitte

Soweit also eine gute Sache. Wenn Sie Monatszahler sind, dann kostet Sie die Dauerfristverlängerung allerdings auch etwas. Und zwar eine Sondervorauszahlung. Aber keine Angst: Am Ende des Kalenderjahres – also im Dezember – dürfen Sie die Sondervorauszahlung bei der Voranmeldung wieder abziehen.

Die Sondervorauszahlung müssen Sie im Antrag selbst berechnen: Diese beträgt 1/11 der Summe der Vorauszahlungen des Vorjahres. Zudem müssen Sie die Sondervorauszahlung mit der Antragsstellung gleichzeitig ans Finanzamt zahlen. Solange die Dauerfristverlängerung nicht widerrufen wird, müssen Sie jährlich bis zum 10. Februar die Sondervorauszahlung erneut berechnen, beim Finanzamt anmelden und zahlen.

Quartalszahler hingegen müssen keine Sondervorauszahlung leisten. Tragen Sie im Antrag bei der Berechnung der Sondervorauszahlung einfach eine Null ein.

Antrag auf Dauerfristverlängerung

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Antrag auf Dauerfistverlängerung

Dauerfristverlängerung mit WISO Steuer einreichen

Wussten Sie schon, dass Sie den Antrag auf Dauerfristverlängerung auch ganz einfach mit dem WISO steuer:Sparbuch stellen können? Dort werden Sie unter „Umsatzsteuer-Voranmeldung und weitere Anmeldungen“ durch alle wichtigen Angaben geführt.

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Quelle: BMF

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