AStA-Mitglieder aufgepasst

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Studiums-Unterbrechung schädlich fürs Kindergeld


Eltern von Studenten erhalten grundsätzlich bis zum 25. Lebensjahr des Kindes Kindergeld bzw. Kinderfreibeträge. Doch Vorsicht bei Unterbrechung wegen der Tätigkeit im Allgemeinen Studentenausschuss.

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Angenommen, ein Student lässt sich für zwei Semester vom Studium beurlauben um mit ganzer Kraft und vollem Zeiteinsatz im Allgemeinen Studentenausschuss (AStA) mitzuwirken. Man könnte meinen, hier sei der Bezug zum Studium doch noch vorhanden, weil eine Tätigkeit in der studentischen Selbstverwaltung untrennbar mit dem Status als Studierender verbunden sei. Also müssten die Eltern weiterhin Kindergeld erhalten, oder?

Nicht mehr in Ausbildung

Weit gefehlt. Denn nun hat der Bundesfinanzhof entschieden, dass die Eltern keinen Anspruch mehr auf Kindergeld haben, wenn das Kind sein Studium unterbricht, um im AStA mitzuarbeiten. Beurlaubte Studierende werden grundsätzlich nicht für einen Beruf ausgebildet, sofern sie in dieser Zeit keine Leistungsnachweise erbringen können. Deshalb haben die Eltern während der Beurlaubung keinen Anspruch auf Kindergeld (Aktenzeichen III B 87/13).

Hinweis: Es gibt allerdings auch Fälle, in denen eine Unterbrechung des Studiums bzw. eine Beurlaubung vom Studium für den Kindergeldanspruch unschädlich ist:

Nämlich dann, wenn der Studierende während der Beurlaubung ein Praktikum ableistet, als wissenschaftliche Hilfskraft arbeitet oder im Einklang mit dem Hochschulrecht an Prüfungen teilnimmt (Urteil des Bundesfinanzhofs, Aktenzeichen VIII R 77/02).

Auch bei einem Kind, das wegen Mutterschaft vom Studium beurlaubt ist, kann eine Fortsetzung der Berufsausbildung anzunehmen sein, wenn es sich auf Prüfungen vorbereitet und daran teilgenommen hat (Aktenzeichen VIII R 89/01).

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