Aufnahmegebühr für Vereine

Aufnahmegebühr für Vereine

Nicht alles sind wirklich Spenden…


Ein Berliner Golfclub soll den Fiskus mit einem Trick um Millionen betrogen haben. Statt von neuen Mitgliedern Aufnahmegebühren zu verlangen, habe man „Spenden“ vereinnahmt und dafür eine Spendenquittung ausgestellt, damit die Mitglieder den Betrag von der Steuer absetzen konnten.

Nur „echte“ Spenden begünstigt

Ebenso wie Spenden sind grundsätzlich auch Mitgliedsbeiträge und Aufnahmegebühren im Rahmen des Spendenhöchstbetrages als Sonderausgaben absetzbar – in Höhe von 20 Prozent der Einkünfte.

Aber dies gilt nur für altruistische Organisationen und Vereine, die keine Vorteile für die Mitglieder selbst bieten, z.B. DRK, Caritas, VdK.

Nicht absetzbar sind hingegen Mitgliedsbeiträge und Aufnahmegebühren an Vereine, die „freizeitnahe“ gemeinnützige Zwecke fördern.  Das sind vornehmlich Zwecke „mit Eigennutz“. Dazu gehören vorallem der Sport im Allgemeinen und der Golfsport im Besonderen.

Beitrittsspenden eigennützig

Vor Jahren hat der Bundesfinanzhof (BFH) entschieden, dass Beitrittsspenden als verschleierte Aufnahmegebühren steuerlich nicht als Spenden absetzbar sind. Dabei kommt es nicht darauf an, ob die Spende vom Verein verlangt oder nur erwartet wird, also zwangsweise oder freiwillig geleistet wird. Ausschlaggebend ist vielmehr, dass es bei derartigen Beitrittsspenden an der „Fremdnützigkeit“ fehlt (Aktenzeichen IX R 6/03).

Ein Spendenabzug ist nämlich nicht nur dann ausgeschlossen, wenn die Ausgaben zur Erlangung einer Gegenleistung erbracht werden. Sondern schon dann, wenn die Zuwendungen unmittelbar und ursächlich mit einem Vorteil zusammenhängen, ohne dass der Vorteil wirtschaftlicher Natur sein muss.

Gegenleistung für Mitgliedschaft

Beitrittsspenden an einen Golfclub werden nicht uneigennützig geleistet, sondern stehen in Zusammenhang mit der Aufnahme in den Club und der damit eröffneten Möglichkeit, die Golfanlagen zu nutzen.

Die Zuwendung ist damit als Gegenleistung für die Mitgliedschaft und die Spielberechtigung anzusehen. Mit der gemeinschaftlichen Finanzierung des Betriebs verfolgt die Gemeinschaft der Mitglieder gruppen-eigennützig Zwecke privater Lebensgestaltung.

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