Auslandsreisen: Neue Pauschbeträge ab 2018

Auslandsreisen: Neue Pauschbeträge ab 2018

So mindern berufliche Reisen Ihre Steuer


Wer aus beruflichen oder betrieblichen Gründen eine Auslandsreise bzw. eine Auswärtstätigkeit unternimmt, kann Verpflegungspauschbeträge absetzen. Je nach Land oder gar Stadt sind diese unterschiedlich hoch. Ab 2018 gelten neue Beträge.

Steuerfreie Erstattung der Pauschbeträge

Gleiches gilt bei einer länger dauernden Tätigkeit im Rahmen der doppelten Haushaltsführung. Diese Pauschbeträge darf die Firma ihren Mitarbeitern ebenfalls steuerfrei erstatten. Übernachtungen im Ausland können seit 2008 nicht mehr mit den länderspezifischen Übernachtungspauschbeträgen als Werbungskosten abgesetzt werden. Nach wie vor ist es aber möglich, dass der Arbeitgeber die Übernachtungskosten in Höhe der Pauschbeträge steuerfrei erstatten kann.

Neue Reisekostensätze

Nun hat das Bundesfinanzministerium für eine Reihe von Staaten geänderte Reisekostensätze bekannt gegeben (Schreiben vom 08.11.2017).

Einige besonders markante Änderungen seien hier erwähnt:

  • Für die Übernachtung in Tokio wurde der Pauschbetrag von 153 Euro auf stattliche 233 Euro angehoben.
  • Der Verpflegungspauschbetrag für Brasilien wurde von 53 Euro auf 57 Euro angehoben, der Übernachtungspauschbetrag jedoch von 160 Euro auf 127 Euro gesenkt.
  • Für eine Übernachtung in Kuba stieg der Pauschbetrag deutlich von 85 Euro auf 228 Euro.
  • Auch die Übernachtung im Iran gibt es nun für 196 Euro statt 84 Euro.
  • Für die Dominikanische Republik wurden alle Pauschalen erhöht: Die Übernachtungspauschale steigt von 71 Euro auf 147 Euro, der Verpflegungspauschbetrag von 40 Euro auf 45 Euro.
  • Für eine Übernachtung auf Mauritius stieg der Pauschbetrag deutlich von 140 Euro auf 220 Euro

Bei Ihrer Reise sind Ihnen geringere oder gar keine Übernachtungskosten entstanden, weil Sie zum Beispiel bei Freunden übernachtet haben? Macht nichts: Die steuerfreie Zahlung des Übernachtungspauschbetrages durch Ihren Arbeitgeber ist trotzdem zulässig.

Wenn Sie jedoch tatsächlich mehr für die Übernachtungen gezahlt haben, können Sie den Differenzbetrag als Werbungskosten absetzen

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