Auslandsreisen: Neue Pauschbeträge ab 2015

Auslandsreisen: Neue Pauschbeträge ab 2015

So mindern berufliche Reisen Ihre Steuer


Wer aus beruflichen oder betrieblichen Gründen eine Auslandsreise bzw. eine Auswärtstätigkeit unternimmt, kann Verpflegungspauschbeträge absetzen. Je nach Land oder gar Stadt sind diese unterschiedlich hoch. Ab 2015 gelten neue Beträge.

Steuerfreie Erstattung der Pauschbeträge

Gleiches gilt bei einer länger dauernden Tätigkeit im Rahmen der doppelten Haushaltsführung. Diese Pauschbeträge darf die Firma ihren Mitarbeitern ebenfalls steuerfrei erstatten.

Übernachtungen im Ausland können seit 2008 nicht mehr mit den länderspezifischen Übernachtungspauschbeträgen als Werbungskosten abgesetzt werden.

Nach wie vor ist es aber möglich, dass der Arbeitgeber die Übernachtungskosten in Höhe der Pauschbeträge steuerfrei erstatten kann.

Neue Reisekostenansätze

Nun hat das Bundesfinanzministerium für eine Reihe von Staaten geänderte Reisekostensätze bekannt gegeben (BMF-Schreiben vom 19.12.2014).

Einige besonders markante Änderungen seien hier erwähnt:

  • für Österreich werden der Übernachtungspauschbetrag von 92 Euro auf 104 Euro und der Verpflegungspauschbetrag von 29 Euro auf 36 Euro angehoben.
  • für Lettland gibt’s einen Verpflegungspauschbetrag von 30 Euro statt 18 Euro.
  • für Russland wird der Verpflegungspauschbetrag abgesenkt, und zwar von 36 Euro auf 21 Euro, für Moskau sogar von 48 Euro auf 30 Euro; auch die Übernachtungspauschbeträge sind künftig geringer.
  • für Malta beträgt der Verpflegungspauschbetrag nun 45 Euro statt 30 Euro und der Übernachtungspauschbetrag 112 Euro statt 90 Euro.
  • für Bulgarien steigt der Übernachtungspauschbetrag von 72 EUR auf 90 Euro.
  • für Kroatien verbessert sich der Übernachtungspauschbetrag von 57 Euro auf 75 Euro.
  • für Litauen werden der Übernachtungspauschbetrag von 100 Euro auf 68 Euro und der Verpflegungspauschbetrag von 27 Euro auf 24 Euro vermindert.
  • für die Vereinigten Arabischen Emirate steigen der Übernachtungspauschbetrag von 145 Euro auf 155 Euro und der Verpflegungspauschbetrag von 42 Euro auf 45 Euro.
  • für Argentinien wird der Übernachtungspauschbetrag von 125 Euro auf 144 Euro erhöht.
  • für Gabun verbessert sich der Übernachtungspauschbetrag von 135 Euro auf sage und schreibe 278 Euro.
Bei Ihrer Reise sind Ihnen geringere oder gar keine Übernachtungskosten entstanden, weil Sie zum Beispiel bei Freunden übernachtet haben? Macht nichts: Die steuerfreie Zahlung des Übernachtungspauschbetrages durch Ihren Arbeitgeber ist trotzdem zulässig.
Wenn Sie jedoch tatsächlich mehr für die Übernachtungen gezahlt haben, können Sie den Differenzbetrag als Werbungskosten absetzen

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