Beitragsrückerstattung der Krankenkasse

Was Sie beachten sollten


Personen mit privater Krankenversicherung zahlen oftmals Arztrechnungen bis zu einer bestimmten Höhe aus eigener Tasche, um so die Beitragsrückerstattung zu retten, die oftmals bis zu sechs Monatsbeiträge betragen kann.

Die Beitragserstattung reduziert zwar die abzugsfähigen Versicherungsbeiträge beim Sonderausgabenabzug und bringt so eine geringere Steuerersparnis. Doch dieser Nachteil könne – so meinen viele – ausgeglichen werden, in dem die selbst getragenen Krankheitskosten als außergewöhnliche Belastungen geltend gemacht werden und hier eine entsprechende Steuerersparnis bringen.

Keine zwangsläufigen Kosten

Das Finanzgericht Rheinland-Pfalz hat jetzt entschieden, dass Krankheitskosten, die wegen der Beitragsrückerstattung nicht bei der Krankenversicherung eingereicht werden, nicht als außergewöhnliche Belastungen absetzbar sind. Wenn nämlich freiwillig auf die Erstattung verzichtet wird, sind die Kosten nicht zwangsläufig und die Abwälzung auf die Allgemeinheit nicht gerechtfertigt (FG Rheinland-Pfalz vom 31.1.2012, 2 V 1883/11).

Doppelt begünstigt

Nach Auffassung der Finanzrichter würde die steuerliche Anerkennung von Krankheitskosten im Rahmen der außergewöhnlichen Belastungen zu einer Doppelbegünstigung führen: einerseits erhalte der Bürger von der Versicherung eine Beitragsrückerstattung und andererseits bekomme er vom Finanzamt eine Steuererstattung.

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