Betriebliche PCs und Handys

Zu Hause nutzen


Grundsätzlich gilt alles, was ein Arbeitnehmer von seinem Chef erhält, ist als Lohn zu versteuern. Eine von wenigen Ausnahmen dieses Grundsatzes ist die private Nutzung von betrieblichen Datenverarbeitungsgeräten und Telekommunikationsgeräten.

Obwohl es sich hier um einen geldwerten Vorteil handelt, ist er steuerfrei. Vor mehr als 10 Jahren hatte der Gesetzgeber das Ziel, die Nutzung des Internets für private Nutzer zu fördern. Deshalb wurde ursprünglich folgende Regelung ins Gesetz aufgenommen:

„Steuerfrei sind die Vorteile des Arbeitnehmers aus der privaten Nutzung von betrieblichen Personalcomputern und Telekommunikationsgeräten.“ Das Ziel ist erreicht. Doch auch weiterhin ist die Nutzung dieser Geräte nicht als Geldwerter Vorteil zu versteuern. Jüngst wurde der Begriff des Personalcomputers durch den des Datenverarbeitungsgerätes ersetzt. Das Gesetz wurde dem technischen Fortschritt angepasst.

Was sind Datenverarbeitungsgeräte?

Sicherlich nicht zu den geförderten Datenverarbeitungsgeräten gehören Spielekonsolen. Diese sind schon deshalb von diesem Steuervorteil ausgeschlossen, weil es sich um die Nutzung eines betrieblichen Geräts des Arbeitgebers handeln muss. Aus diesem Grund können zum Beispiel folgende Geräte nicht steuerfrei genutzt werden:

  • Smart TVs
  • Konsolen
  • iPods
  • MP3-Player
  • Spielautomaten

Unbürokratischer

Es spielt keine Rolle mehr, ob der Arbeitnehmer die überlassenen System- und Anwendungsprogramme auf einem betrieblichen oder einem privaten PC einsetzt. Begünstigt sind auch Programme, die aufgrund des Dienstverhältnisses von einem Dritten unentgeltlich oder verbilligt überlassen werden. Steuerfrei sind auch die Vorteile aus Dienstleistungen, die im Zusammenhang mit diesen Zuwendungen erbracht werden.

Die geldwerten Vorteile brauchen nun nicht mehr bürokratisch erfasst zu werden, um sie ggf. im Rahmen der kleinen Sachbezugsfreigrenze von 44 EUR pro Monat doch steuerfrei zu stellen. Damit steht die Freigrenze für andere Vorteile zur Verfügung. Die Ausweitung der Steuerbefreiung vermeidet Erfassungs- und Bewertungsaufwand und trägt zur Steuervereinfachung bei.

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