Bonus für Instandhaltung

Bonus für Instandhaltung

Handwerkerleistungen


Mitglieder einer Wohnungseigentümergemeinschaft sind nach dem Wohnungseigentümergesetz verpflichtet, eine Instandhaltungsrücklage zu bilden.

Die Beiträge zur Instandhaltungsrücklage sind Teil des Wohngelds bzw. Hausgelds, das der einzelne Wohnungseigentümer an den Verwalter zu leisten hat. Auch Mieter einer Dienstwohnung müssen oftmals eine Pauschale für Instandhaltung zahlen, z. B. Pastoren einer Pastorendienstwohnung. Die Frage ist, ob auch für solche Pauschalbeträge die Steuervergünstigung für Handwerkerleistungen beansprucht werden kann.

Das Niedersächsische Finanzgericht hat entschieden, dass Pastoren als Mieter einer Dienstwohnung für die gezahlte Instandhaltungspauschale den Steuerbonus für Handwerkerleistungen in Anspruch nehmen dürfen – unter zwei Einschränkungen:

  • Die Steuerermäßigung kann nicht bereits für das Jahr beansprucht werden, in dem die Pauschalen gezahlt wurden, sondern erst für das Jahr, in dem die Renovierungsarbeiten tatsächlich durchgeführt wurden.
  • Da mit der Pauschale nicht nur Lohnkosten, sondern auch Materialkosten finanziert werden, ist die Jahrespauschale nur entsprechend dem Lohnanteil an den Gesamtkosten begünstigt.
Tipp: Es empfiehlt sich, die Handwerkerkosten durch eine Bescheinigung des Eigentümers der Wohnung (Verwalter, Kirchensteueramt) nachzuweisen.

Niedersächsisches Finanzgericht, 16 K 422/09

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