Der Weg zur Arbeit

Der Weg zur Arbeit

Die Entfernungspauschale im Jahr 2012


Mit dem Steuervereinfachungsgesetz wird auch die Entfernungspauschale vereinfacht. Wenn Sie bei den täglichen Fahrten zur Arbeit abwechselnd öffentliche Verkehrsmittel und das Auto benutzen, müssen die Kosten nicht mehr für jeden Tag einzeln belegt werden.

In Zukunft werden die Kosten für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte durch die Entfernungspauschale für das ganze Jahr ermittelt. Nur wenn die Kosten für öffentliche Verkehrsmittel die Entfernungspauschale im Kalenderjahr übersteigen, werden diese tatsächlichen Kosten angesetzt.

Beispiel:

Fahren Sie an 220 Tagen im Jahr zu Ihrer 50 Kilometer entfernten Arbeitsstätte, können Sie 3.300 Euro (220 Tage*50 Kilometer*0,30 Euro pro Entfernungs-Kilometer) als Werbungskosten in Ihrer Steuererklärung ansetzen.

Variante:

Sie fahren täglich mit Ihrem Pkw 47 Kilometer zum Park-and-Ride-Parkplatz. Dort steigen Sie in den Bus, um die letzten drei Kilometer zurückzulegen. Die Fahrkarte kostet Sie 30 Euro monatlich.

Nach neuem Recht können Sie 3.300 Euro (220 Tage*50 Kilometer*0,30 Euro pro Entfernungs-Kilometer) als Werbungskosten ansetzen. Die Kosten für die Fahrkarten von 360 Euro (12 Monate*30 Euro) übersteigen den als Entfernungspauschale abziehbaren Betrag nicht. Sie wirken sich nicht aus.

Nach altem Recht war es bisher möglich in diesem Fall 3.462 Euro Werbungskosten anzusetzen. Dieser Betrag setzt sich zusammen aus der Entfernungspauschalen von 3.102 Euro (220 Tage*47 Kilometer*0,30 Euro pro Entfernungs-Kilometer) und den tatsächlichen Kosten von 360 Euro im Jahr für die Fahrkarte mit dem Bus.

Fazit:

Nach altem Recht konnten in unserem Beispielsfall 162 Euro mehr Werbungskosten in der Steuererklärung angesetzt werden.

Die Gesetzesänderung ist für die Finanzverwaltung eine echte Steuervereinfachung. Sie ist nicht zum Vorteil für diejenigen Arbeitnehmer, die durch die Neuregelung mehr Steuern zahlen müssen.

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