Dienstfahrräder

Dienstfahrräder

Dienstwagen auf zwei Rädern


Gleichberechtigung für Radfahrer! Dies haben nun die Finanzminister der Länder beschlossen und das sogenannte Dienstwagenprivileg auf Fahrräder ausgeweitet.

Rückwirkend für 2012 sind nun Fahrräder, Pedelecs und E-Bikes, die Ihr Arbeitgeber Ihnen zur Verfügung stellt, wie Dienstwagen zu behandeln. Dies bedeutet, dass für die private Nutzung des Rads eine pauschale Besteuerung greift: War zuvor der Nutzwert noch komplett zu versteuern, so ist nun monatlich nur 1 Prozent des Bruttolistenpreises als geldwerter Vorteil anzugeben.

Nun attraktiver

Positiv an der steuerlichen Gleichstellung sind sicherlich die Anreize für Firmen, ihren Angestellten Fahrräder zur Verfügung zu stellen. Auch kann der Arbeitnehmer sein Wunschrad nun bis zu 40 Prozent günstiger erhalten. Laut Verkehrsclub Deutschland betragen 45 Prozent der Arbeitswege in Deutschland weniger als zehn Kilometer. Die ideale Entfernung, um den Arbeitsweg auf dem Drahtesel anzutreten. Zudem sind die Kosten für die Anschaffung eines Rads gewiss geringer als für einen Pkw.

Lohnt sich der Aufwand für den Staat?

Abzuwarten bleibt, ob der durch die Regelung entstehende Mehraufwand im Verhältnis zu den künftigen Einnahmen des Staates steht. Nimmt man beispielsweise ein Rad für 600 Euro, beträgt der zu versteuernde Betrag pro Monat gerade mal 6 Euro. Die Steuer darauf ergibt beim Durchschnittssteuersatz von 25 Prozent bloß bescheidene 1,50 Euro. Und dafür der ganze Aufwand?

Ob diese Änderung mehr Geld in die Kassen des Staates spült bleibt offen. Falls nicht der Fiskus, so profitiert auf jeden Fall die Umwelt von dieser Steueränderung! Gleichlautende Erlasse der obersten Finanzbehörden der Länder „Steuerliche Behandlung der Überlassung von (Elektro-)Fahrrädern“ vom 23.11.2012

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