Digitales Chaos

Digitales Chaos

beim Finanzamt


Der technische Wandel macht auch vor dem Fiskus nicht Halt. Die Digitalisierung des Finanzverwaltungsalltages soll zwar die Sachbearbeiter entlasten, bringt jedoch mehr Chaos mit sich als bisher angenommen.

Lange Wartezeiten

In den Finanzämtern herrscht Ausnahmezustand. Der Steuerzahler bekommt dies insbesondere durch lange Wartezeiten zwischen der Abgabe der Steuererklärung und der Zusendung des Bescheides zu spüren.

Währenddessen schwärmt die Oberfinanzdirektion Karlsruhe regelrecht von den zahlreichen Vorteilen der elektronischen Abgabe von Steuererklärungen. Zum Beispiel müssten Steuerzahler Belege und Bescheinigungen nur auf Anfrage vorlegen und die bereits vorliegenden Vorjahresdaten einfach übernehmen. Außerdem sei der Papierversand nicht mehr zeitgemäß und zudem teuer und umweltschädlich.

Mehr elektronische Erklärungen

Die Abgabe der Steuererklärung in elektronischer Form ist in den letzten Jahren immerhin gestiegen, dennoch bringen Einführungen häufig auch Kinderkrankheiten mit sich.

Das bisherige Prachtstück der Finanzverwaltung war ELENA. Der elektronische Entgeltnachweis sollte laut dem Werbeslogan mehr Effizienz und weniger Bürokratie bringen. Letztendlich ist dieses Projekt auch im Sand verlaufen.

Auch die Datenfernübertragung einer Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung durch die so genannte E- Bilanz soll in digitaler Form stattfinden. Die Einführung ist allerdings wie das ELStAM- Programm in die Zukunft hinaus geschoben worden.

Liegen diese Startschwierigkeiten an der technischen Umsetzung oder ist die deutsche Finanzverwaltung den Anforderungen des modernen Zeitalters nicht gewachsen?

Bundesministerium der Finanzen, BMF- Schreiben IV C6 –S- 2133b/11/10009, Pressemitteilung Oberfinanzdirektion Karlsruhe, der elektronischen Steuererklärung gehört die Zukunft

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