Einbau eines Kachelofens

Einbau eines Kachelofens

Handwerker in der Steuererklärung


Die Kosten für den nachträglichen Einbau eines Kachelofens sowie eines Edelstahlschornsteins im gasbeheizten Einfamilienhaus können Steuern sparen: Die Arbeitsleistung der Handwerker werden zu 20 Prozent, maximal 1.200 Euro pro Jahr, von Ihrer Einkommensteuer abgezogen.

Das aktuelle Urteil zur Steueranrechnung freut Steuerzahler und Handwerker: Bei der Arbeitsleistung zum Einbau eines Kachelofens handelt es sich laut sächsischem Finanzgericht um Renovierungs-, Erhaltungs- oder Modernisierungsarbeiten. Somit können die Zahlungen an den Handwerker nach § 35a Einkommensteuergesetz bei der Steuer angerechnet werden. Das gilt für angefallene Lohn-, Fahrt,- und Maschinenkosten.

Das Finanzamt geht beim erstmaligen Einbau eines Kachelofens häufig von einer Neubaumaßnahme aus: Diese ist jedoch nach der Vorschrift nicht steuerbegünstigt – bis jetzt! Nun urteilten die Richter des Finanzgerichtes gegen die strenge Auslegung des Gesetzes: Für die Inanspruchnahme der Steuerermäßigung sei es egal, ob die handwerkliche Maßnahme dem Erhalt eines vorhandenen Gegenstandes dient oder ob ein neuer Gegenstand hergestellt wird.

Wichtig

Den Steuerabzug erhalten Sie nicht bei öffentlich geförderten Maßnahmen, für die Sie zinsverbilligte Darlehen oder steuerfreie Zuschüsse erhalten haben.

Keine einheitliche Ansicht

Im Gegensatz dazu steht ein aktuelles Urteil zum nachträglichen Einbau eines Wintergartens: Dort lehnte das Finanzgericht Rheinland-Pfalz den steuerbegünstigten Abzug der Handwerkerleistungen ab. Begründung war, dass durch den Einbau des Wintergartens die Wohnfläche des Hauses vergrößert wurde. (Den Artikel können Sie hier nachlesen.)

Tipp: Sollte Ihnen das Finanzamt den Abzug der Kosten für den Kachelofen versagen, legen Sie Einspruch gegen den Bescheid ein und geben Sie als Begründung das Urteil des Finanzgerichtes Sachsen mit dem Aktenzeichen 3 K 1388/10 an.

+ Hier gibt es noch keine Kommentare

eigener Kommentar