Elterngeld & Teilzeit

Mehr Geld für Geburten ab Juli 2015


Bisher wird das Elterngeld für maximal 14 Monate nach der Geburt des Kindes gezahlt. Steigen Mütter oder Väter schon während dieser Zeit in Teilzeit beruflich wieder ein, verlieren sie dadurch einen Teil ihres Elterngeldanspruches.

Höhe des Elterngeldes

Bei einer Teilzeitbeschäftigung während der Betreuungszeit richtet sich die Höhe des Elterngeldes nach dem tatsächlichen Einkommensausfall im Vergleich zur Erwerbstätigkeit vor der Geburt des Kindes.

Reduzieren beide Elternteile die Arbeitszeit und beziehen parallel dazu Elterngeld, sind die 14 Monate bereits nach sieben Monaten aufgebraucht, da die Elterngeldmonate beider Elternteile addiert werden.

Der Elternteil mit Teilzeitarbeit verliert einen Teil seines Elterngeldanspruchs; er bekommt weniger als derjenige, der ganz aus dem Beruf aussteigt. Teilzeit ist also von Nachteil.

ElterngeldPlus mit Partnerschaftsbonus

Nun bietet das Elterngeldgesetz für Kinder, die ab dem 01.07.2015 geboren werden, eine neue Gestaltungskomponente zusätzlich zum bisherigen Elterngeld: das ElterngeldPlus mit Partnerschaftsbonus.

Eltern, die in Teilzeit arbeiten, bekommen das ElterngeldPlus, das höchstens halb so hoch ist wie das Basiselterngeld ohne Erwerbstätigkeit, doppelt so lange, ohne dass der Verdienst angerechnet wird. Hierbei gilt: Ein Elterngeldmonat sind zwei ElterngeldPlus-Monate.

Mit dem ElterngeldPlus erhalten am Ende beide in Teilzeit arbeitenden Elternteile genauso viel Elterngeld wie Eltern, die während des Bezugszeitraumes gar nicht arbeiten. Mit dem ElterngeldPlus ist es für Mütter und Väter künftig einfacher, Elterngeld und Teilzeitarbeit miteinander zu kombinieren.

Leistungen bis zu 28 Monate

Ergänzend gibt es einen Partnerschaftsbonus: Teilen sich Vater und Mutter die Betreuung ihres Kindes und arbeiten parallel für mindestens vier Monate zwischen 25 und 30 Wochenstunden, erhalten sie jeweils zusätzlich für vier Monate ElterngeldPlus. So kann sich die maximale Bezugsdauer auf 28 Monate verlängern. Alleinerziehende können das neue ElterngeldPlus im gleichen Maße nutzen.

 Basiselterngeld, ElterngeldPlus und Partnerschaftsbonus lassen sich kombinieren

Pausiert etwa die Mutter für sechs Monate und bezieht volles Elterngeld, so kann sie anschließend für zwölf Monate ElterngeldPlus beziehen. Ihr Partner kann zwei Monate Elterngeld oder vier Monate ElterngeldPlus nutzen.

Arbeiten beide im Anschluss für mindestens vier Monate Teilzeit mit 25 bis 30 Wochenstunden, können beide jeweils für diese vier Monate ElterngeldPlus erhalten.

Möglich ist auch, dass Mutter und Vater nach der Geburt bis zu 30 Stunden in der Woche in Teilzeit arbeiten und gemeinsam je 14 Monate ElterngeldPlus beziehen. Im Anschluss könnten auch sie den Partnerschaftsbonus nutzen.

Alleinerziehende können das neue ElterngeldPlus im gleichen Maße nutzen und zusammen mit den Partnermonaten statt der 14 Elterngeld-Monate bis zu 28 ElterngeldPlus-Monate in Anspruch nehmen.

Wie viel Elterngeld bekommen Sie?

Ein neuer Elterngeldrechner des Familienministeriums hilft, die ersten Monate mit Kind gemeinsam zu planen – zeitlich und finanziell.

Eltern können jetzt ausprobieren, wie sie nach der Geburt ihres Kindes Elterngeld, ElterngeldPlus und Partnerschaftsbonus miteinander kombinieren, welche Verteilung für sie in Frage kommt und welcher Anspruch auf Elterngeld sich daraus ergibt. Den Rechner finden Sie hier.

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