Energetische Wohngebäudesanierung

Gesetzentwurf im Vermittlungsausschuss


Mit energetischer Sanierung von Wohngebäuden lässt sich viel Energie und CO2 einsparen. Der Bundesrat hatte die von der Bundesregierung auf den Weg gebrachte steuerliche Förderung für energetische Wohngebäudesanierungen gestoppt. Die Bundesregierung ruft deshalb nun den Vermittlungsausschuss an.

Der Gesetzentwurf der Bundesregierung sieht eine steuerliche Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen an Wohngebäuden mit Baujahr vor 1995 vor. Voraussetzung für die Förderung: mit der Sanierung muss der Energiebedarf erheblich verringert werden. Die Eigentümer (Vermieter, Verpächter und Selbstnutzer) sollen jährlich zehn Prozent der Sanierungsaufwendungen über einen Zeitraum von zehn Jahren steuermindernd geltend machen können. Das Bundeskabinett hatte den Gesetzentwurf am 6. Juni im Rahmen des Energiekonzeptes beschlossen. Während der Bundestag diesem zustimmte, hat der Bundesrat im Juli seine Zustimmung verweigert. Das Bundeskabinett hat nun beschlossen, den Vermittlungsausschuss anzurufen.

Klima schützen, Energie sparen

Die Bundesregierung will die Treibhausgasemissionen bis 2020 um 40 Prozent und bis 2050 um mindestens 80 Prozent senken. Bis 2050 will sie den Bedarf an Primärenergie um 50 Prozent senken. Das ist nur zu erreichen, wenn überall massiv auf Energie gespart wird. Ein Eckpunktepapier zur Energieeffizienz zeigt hierfür den Weg. 40 Prozent der Energie verbrauchen wir in Deutschland fürs Wohnen. Der Wärmebedarf des Gebäudebestandes soll bis 2020 um 20 Prozent sinken. Bis 2050 sollen Gebäude in Deutschland nahezu klimaneutral sein, das heißt, die benötigte Energie nur aus erneuerbaren Energien beziehen. Steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten sollen die energetische Sanierung noch attraktiver machen.

CO2-Gebäudesanierungsprogramm

Schon jetzt unterstützt die Bundesregierung Bauherren und Eigentümer, Gebäude energetisch zu sanieren. Um die Sanierungsrate auf das Doppelte zu erhöhen, hat die Regierung das KfW-Gebäudesanierungsprogramm auf 1,5 Milliarden Euro aufgestockt.

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