Fahrten in der Probezeit

Wann gibts die Pendlerpauschale?


Grundsätzlich können Fahrten zur Arbeit nur mittels Entfernungspauschale von 30 Cent je Entfernungskilometer absetzt werden. Doch gilt dies auch für die Arbeitswege während Befristung und Probezeit?

Warum nur einfache Fahrt absetzbar?

Grundsätzlich ist bei einer unbefristeten bzw. länger zugeordneten Arbeitsstätte nur der einfache Weg absetzbar.

Begründet wird dies damit, dass man der Arbeitsstätte dauerhaft zugeordnet ist und sich deshalb auf die immer gleichen Wege einstellen kann, z. B. durch Bildung von Fahrgemeinschaften, Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel oder durch Umzug in die Nähe des Arbeitsplatzes.

Probezeit mit unbefristeter Stelle vergleichbar?

Doch was gilt bei einem befristeten Arbeitsverhältnis, bei dem auch noch eine Probezeit mit jederzeitiger Kündigungsmöglichkeit vereinbart ist? Ist dies nicht eher mit einer Auswärtstätigkeit als mit einer dauerhaften Tätigkeitsstätte vergleichbar? Hier ist eine Wohnsitzverlegung unzumutbar.

Können in diesem Fall wie bei einer Auswärtstätigkeit die Fahrten mit der Dienstreisepauschale (30 Cent je Fahrtkilometer) und Verpflegungspauschbeträge abgesetzt werden?

Keine höheren Kosten möglich

Nun hat der Bundesfinanzhof entschieden, dass bei einem befristeten Arbeitsverhältnis die dauerhafte Tätigkeit an einer betrieblichen Einrichtung nicht als Auswärtstätigkeit zu beurteilen ist. Folge: Die Fahrten zur Arbeitsstätte können nur mit der Entfernungspauschale abgesetzt werden. Verpflegungspauschbeträge gibt es auch keine. Die Dauerhaftigkeit der Zuordnung zu der Arbeitsstätte gilt unabhängig davon, dass das Arbeitsverhältnis nur befristet und eine Probezeit vereinbart ist (Aktenzeichen VI R 21/14).

Das Urteil bezieht sich auf die Rechtslage bis 2013, gilt aber auch nach neuer Rechtslage ab 2014. Jetzt ist im Gesetz eindeutig festgeschrieben: “Von einer dauerhaften Zuordnung ist insbesondere auszugehen, wenn der Arbeitnehmer unbefristet, für die Dauer des Dienstverhältnisses oder über einen Zeitraum von 48 Monaten hinaus an einer solchen Tätigkeitsstätte tätig werden soll”.

Steuerberatung?

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