Fahrtkosten absetzen Steuer
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Fahrtkosten absetzen

Pendeln, reisen, sparen


Für den täglichen Weg zum Job gibt es vom Finanzamt Geld zurück. Wer aber auch für andere berufliche Fahrten Geld selbst bezahlt hat, kann sich einen Teil davon zurückholen. Wir zeigen, wie Sie Fahrtkosten von der Steuer absetzen können.

Kurz & knapp

  • Für Arbeitswege können Sie die Pendlerpauschale oder die Reisekosten abrechnen
  • Für den normalen Arbeitsweg sind nur Kosten für die Hinfahrt abzugsfähig, bei Dienstreisen Hin- und Rückfahrt
  • Ab 2021 erhöht sich die Pauschale ab dem 21. Entfernungskilometer schrittweise

Wie kann ich die Fahrtkosten absetzen?

Fahrtkosten absetzen Steuer Infografik

Wie Sie die Fahrtkosten absetzen, hängt davon ab, ob Sie nur täglich ins Büro pendeln oder beruflich mehr reisen. Denn in Ihrer Steuererklärung können Sie

Zudem ist Ihr Arbeits­ort – im Steuersprech „erste Tätigkeitsstätte“ genannt – ausschlaggebend dafür, wie Sie Ihre Fahrtkosten absetzen dürfen.

Ich habe eine erste Tätigkeitsstätte – etwa Büroangestellte

Pendeln Sie täglich zu einem regelmäßigen Arbeitsort – das ist üblicherweise das Büro oder der Betrieb –, gibt es bis dahin die Pendlerpauschale. Reisen Sie gelegentlich zu Kongressen oder Messen oder aber nehmen an Fortbildungskursen teil, rechnen Sie dafür Reisekosten ab.

Ich habe mehrere Tätigkeitsstätten – etwa Beschäftigte im Außendienst

Sie arbeiten auch im Außendienst? Fahren Sie regelmäßig mehrere Tage pro Woche ins Büro, ist das Ihre erste Tätigkeitsstätte. Für diese Fahrten gibt es die Pendlerpauschale. Bei auswärtigen Terminen mit Kunden etwa dürfen Sie die Fahrtkosten als Reisekosten absetzen. Nutzen Sie für die beruflichen Fahrten einen Geschäftswagen, trägt die Firma die Kosten und Sie können höchstens mit den Pauschalen für Verpflegung oder selbst gezahlte Übernachtungskosten Steuern sparen.

Ich habe keine erste Tätigkeitsstätte – etwa Lkw-Fahrer

Bei denjenigen, die keinen regelmäßigen festen Arbeitsort haben, zählen die Ausgaben für Fahrtstrecken mit dem privaten Fahrzeug als Reisekosten. Ausnahme: Für Fahrten von Zuhause zu einem vom Arbeit­geber fest­gelegten Sammel­punkt, zum Beispiel um den Lkw zu übernehmen, sowie für Fahrten zu einem weit­räumigen Tätig­keits­gebiet (wie Fahrten zum Forstbezirk) dürfen Sie nur die Pend­lerpauschale nutzen.

 

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Fahrtkosten für tägliche Fahrten zwischen Wohnung und Job absetzen

Für den täglichen Weg von der Wohnung bis zur ersten Arbeitsstätte können Sie die Pendlerpauschale nutzen. Pro Entfernungskilometer werden 30 Cent berücksichtigt – jedoch nur für die einfache Strecke. Maximal können Sie 4.500 Euro im Jahr absetzen. Mehr ist nur dann drin, wenn Sie mit dem eigenen Auto gefahren sind.

Info GlühbirneOb Auto-, Bus-, Bahn- oder Radfahrer – alle können die Pendlerpauschale nutzen. Sogar Fußgänger und Beifahrer können von der Pauschale profitieren. Und wer berufsbedingt eine Zweitwohnung hat, kann seine Fahrtkosten für Familienheimfahrten im Rahmen der doppelten Haushaltsführung ebenso mit der Pauschale absetzen. Es gilt aber immer die kürzeste Straßenstrecke.
 Das ist neu:  Wer lange Strecken zur Arbeit fährt, kann sich freuen: Die Pauschale wird schrittweise erhoben. Ab 2021 erhalten Sie ab dem 21. Kilometer der einfachen Wegstrecke pauschal 35 Cent. Ab 2024 steigt die Pauschale ab dem 21. Entfernungskilometer noch einmal auf 38 Cent.

Auch für Geringverdiener mit Einkommen unter dem Grundfreibetrag, die weit fahren müssen, gibt es eine Entlastung: Sie erhalten ab dem 21. Kilometer die Mobilitätsprämie von 14 Prozent der erhöhten Pendlerpauschale.

Info Icon GrafikSie fahren mit den Öffis zur Arbeit? Statt der Pauschale können Sie auch Ihre Kosten für die Wochen-, Monats- oder Jahreskarten absetzen. Das rechnet sich natürlich nur, wenn die Fahrkarten höher sind als die Pendlerpauschale. Für Arbeitstage, die Sie im Home-Office verbracht haben, können Sie die Home-Office-Pauschale nutzen.

Dienstreisen: Fahrtkosten als Reisekosten absetzen und mehr sparen

Wer von seinem ersten Arbeitsort aus zu Kunden, auf Messe oder aber zur Fortbildung mit dem eigenen Auto fährt, rechnet dafür Reisekosten in seiner Steuererklärung ab – und zwar für Hin- und Rückfahrt. Ein weiteres Plus: Bei mehrtägigen Dienstreisen können Sie neben den Fahrtkosten auch die Pauschalen für Verpflegung und die tatsächlichen Übernachtungskosten absetzen.

Auf Geschäftsreise: Wie Sie Kosten für Essen und Trinken absetzen, lesen Sie hier in unserem Beitrag Verpflegungsmehraufwand

  • Fahrten für den Beruf mit dem eigenen Auto: Pauschal berücksichtigt das Finanzamt 30 Cent pro gefahrenem Kilometer
  • Dienstliche Fahrten mit dem eigenen Motorrad, Roller oder Mofa: Pauschal berücksichtigt das Finanzamt 20 Cent pro gefahrenem Kilometer

Sie wollen Reisekosten abrechnen? Was Sie dabei berücksichtigen sollten, lesen Sie in unserem Beitrag zur Reisekosten-Abrechnung.

Fahrtkosten in die Steuererklärung eintragen: einfach mit WISO Steuer

So geht’s: Tragen Sie Ihre Daten unter Arbeitnehmer, Betriebsrentner und Pensionäre > Ausgaben (Werbungskosten) ein. Übrigens: Mit dem integrierten Tool Google Maps müssen Sie nichts mehr selbst rechnen.

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