Fußballer kann Pay-TV nicht absetzen

Fußballer kann Pay-TV nicht absetzen

Trikot und Co. auch keine Werbungskosten


Gleiches Recht für alle: Auch ein Fußballer kann Pay-TV, Sportkleidung und Personal-Trainer nicht von der Steuer absetzen. Doch warum sind das selbst beim Profi-Kicker keine Werbungskosten?

Private Ausgaben

Ausgaben, die Arbeitnehmer wegen ihrer beruflichen Tätigkeit haben, mindern die Steuer. So wie Millionen Steuerzahler versuchen auch Fußball-Profis das Finanzamt davon zu überzeugen, dass die angesetzten Ausgaben für den Beruf unerlässlich seien.

Ein Kicker zog nun dafür bis vor Gericht – leider vergebens.

Sky-Abo

Fußballspieler sind auch nur Menschen. Und Menschen schauen Fernsehen hauptsächlich aus privaten Gründen. Und Ausgaben für die Privatsphäre kann man nicht als Werbungskosten von der Steuer absetzen.

So wurde einem Profi-Kicker nun der Abzug seines Pay-TV-Abos von 120 Euro im Jahr verwehrt. Zwar bestehe ein gewisser beruflicher Zusammenhang, aber auch das private Interesse könne nicht abgestritten werden. Eine Aufteilung der Kosten sei jedoch nicht möglich, da es dafür an objektiven Kriterien fehle. Somit sei der komplette Betrag nicht abzugsfähig.

Trikot

Dem Kicker wurden auch Ausgaben für Berufsbekleidung in Höhe von 137 Euro aus der Erklärung gestrichen. Kleidung als Werbungskosten erkennt der Fiskus nur an, wenn diese ausschließlich im Beruf getragen werden kann – eine Nutzung in der Freizeit muss ausgeschlossen sein. Gerade bei Sportkleidung ist eine solche Abgrenzung so gut wie unmöglich.

Auch handele es sich bei Sportbekleidung nicht um typische Berufsbekleidung sondern um bürgerliche Kleidung. Als typische Berufsbekleidung abziehbar sind hingegen beispielsweise Labormäntel, Ärztekittel oder Uniform.

Personal-Trainer

Zu guter Letzt  verweigerten die Richter den Kostenabzug eines Personal-Trainers in Höhe von 300 Euro. Begründung: Die sportliche Betätigung fördere die allgemeine Leistungsfähigkeit des Fußballers sowie seine Gesundheit – und dies nütze ihm somit auch privat (Urteil des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz, Aktenzeichen 1 K 1490/12).

 

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